mini|Prof. Oswald Kuhn, vor 1896

Friedrich Oswald Kuhn (* 22. April 1846 in Dresden; † 25. Juli 1922 in Berlin) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.

Leben und Werk Friedrich Oswald Kuhn war der Sohn des Dresdner Stadtrats, Rechtsanwalts und Notars Moritz Kuhn (* 10. Oktober 1810 in Dresden; † 8. September 1873 ebenda) und dessen 1840 geheirateter Ehefrau Sophie Dorothea Luise Schmalz (* 1. Juni 1813 in Stolpen; † 17. Januar 1881 in Dresden), Tochter des königlich-sächsischen Akzise-Inspektors Friedrich Gotthold Schmalz. Er machte 1866 einen Abschluss mit Belobigung am Polytechnikum in DresdenKuhn, Oswald Friedrich. In: Liste der Studierenden von Technischer Bildungsanstalt (TBA) / Polytechnischer Schule (PS) / Polytechnikum Dresden (PT) für den Zeitraum (1828-) 1836–1887; tu-dresden.de und besuchte danach bis 1872 das Polytechnikum in Stuttgart. In Wien wurde er Meisterschüler von Carl Tietz, in Berlin von Kyllmann & Heyden. Er leitete mehrere Bauten im Taubertal, in Wien und in Berlin. 1873 war er dem deutschen Reichskommissariat für die Wiener Weltausstellung zugeteilt. 1874/75 unternahm er eine Studienreise nach Italien, Griechenland und der Türkei. 1876 beteiligte er sich an den Monatskonkurrenzen des Architektenvereins zu Berlin. Er wurde Mitglied der 1879 gegründeten Vereinigung Berliner Architekten (VBA).Oswald Kuhn. Archthek; abgerufen am 23. September 2025. 1879 wurde ihm die Stelle des Professors Ferdinand Luthmer an der Akademischen Hochschule für die bildenden Künste übertragen. Dort leitete er bis 1920 die Klasse für Ornamentzeichnen und dekorative Architektur. 1888 wurde er zum Professor ernannt. Von 1879 bis 1898 war er auch Lehrer in der Fachklasse für das Flachornament und in der Fachklasse für architektonisches Zeichnen an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin. 1886/87 war er dort Leiter einer Abteilung für das Entwerfen von Möbeln und Geräten.

Für das 1889–1890 errichtete Atelierhaus Lützowstraße 82 in Berlin (nicht erhalten) lieferte er die Entwürfe. 1897 erschien seine Publikation Krankenhäuser im Handbuch der Architektur. Gebäude für Heil- und sonstige Wohlfahrts-Anstalten. 5. Halbband, Heft 1. Stuttgart 1897.

Familie Friedrich Oswald Kuhn heiratete am 9. September 1882 in Berlin Caroline Mathilde Adele Lorenz (* 12. Dezember 1858 in Schöneberg bei Berlin; † 5. Februar 1934 in Berlin),Standesamt Berlin 12, Heirats-Register 1882, Urkunde Nr. 284. Tochter des Berliner Baumeisters Ernst Robert Lorenz und dessen Ehefrau Mathilde geb. Schleicher (1837–1898). Oswald und Adele Kuhn hatten drei Kinder: Louise Mathilde Hildegard Kuhn (* 4. August 1883 in Berlin),Standesamt 3 in Berlin, Geburts-Register 1883, Urkunde Nr. 1214. Carl Waldemar Kuhn (* 13. März 1885 in Berlin)Standesamt 3 in Berlin, Geburts-Nebenregister 1885, Urkunde Nr. 449. und Robert Moritz Erhart Kuhn (* 14. Dezember 1888 in Schöneberg bei Berlin).Standesamt 1 in Berlin-Schöneberg, Geburts-Register 1888, Urkunde Nr. 683.

Ehrungen 1873: Ritterkreuz des kaiserlich-österreichischen Franz-Joseph-Ordens 1873: Königlicher Kronenorden IV. Klasse 1913: Königlicher Kronenorden III. Klasse.

Literatur

Weblinks Friedrich Oswald Kuhn. In: Stadtwiki Dresden. Abgerufen am 23. September 2025 Friedrich Oswald Kuhn: Projekte. In: Architekturmuseum TU Berlin. Abgerufen am 23. September 2025

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Berlin) Kategorie:Hochschullehrer (Universität der Künste Berlin) Kategorie:Hochschullehrer (Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin) Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ritter) Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1846 Kategorie:Gestorben 1922 Kategorie:Mann