Ein Rotzlöffel, abgeleitet von Laffe, Hermann Hirt: Etymologie der neuhochdeutschen Sprache; Darstellung des deutschen Wortschatzes in seiner geschichtlichen Entwicklung. 1921, S. 270. ist ein Schimpfwort für eine Person (meistens ein Kind oder Jugendlicher), die frech, dreist, arrogant bzw. unbelehrbar auftritt, Muttersprache. Band 67, Gesellschaft für Deutsche Sprache, Wiesbaden, 1958, S. 384 (Original in: Muttersprache. März 1958, S. 58.) aber auch wehleidig, widerspenstig und weinerlich. Vergleichbar etwa mit einem Lümmel und einer Göre. Esskultur und Sprache. Deutschlandradio Kultur, 2006. Man kann den Begriff auch als liebevoll verwendetes Kosewort nutzen. Das ergibt sich aus dem Kontext, in dem der Begriff verwendet wird.

Rotznase (abgeleitet von laufender Nase) ist ein Scheltwort, das ein freches, vorlautes und unverschämtes Kind beschreibt. Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. dtv, München 1995, ISBN 3-423-03358-4, S. 1141. Rotzlöffel ist demgegenüber eine eher pejorative Bezeichnung.Variantenwörterbuch des Deutschen: die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. de Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-11-016574-0, S. 642.

Literatur Klaus Müller: Lexikon der Redensarten. Bertelsmann Lexikon Verlag, 1994.ff

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