mini|Hofmarkschloss Dietldorf bei Burglengenfeld Dietldorf ist ein Gemeindeteil und eine Gemarkung der oberpfälzischen Stadt Burglengenfeld im Landkreis Schwandorf (Bayern).
Geographie Das Pfarrdorf liegt 4 Kilometer westlich von Burglengenfeld an der Vils und der Staatsstraße 2165.
Die Gemarkung Dietldorf (094781) umfasst eine Fläche von 4,310 km² und hat 284 Einwohner.
Geschichte 1390 wird in Niederdietldorf, dem heutigen Dietldorf, ein Schienhammer, 1457 in Oberdietldorf, dem heutigen Pettenhof, ein Blechhammer erwähnt. Beide waren ursprünglich Besitzungen des Schottenklosters St. Jakob in Regensburg. Gegen Ende des Hammerbetriebs wurde hier bis 1849 ein Waffenhammer betrieben.Franz Michael Ress, 1960, S. 162.
Als erster Hammermeister ist 1454 Ulrich Teuchler bezeugt, 1447 folgt Hans Pachmann aus Amberg und 1463 Hans Altmann aus Regensburg. Dann kommen die Pirzers, dann wieder die Teuch. 1511 ist als Hammerbesitzer Erhard Reich genannt.Franz Michael Ress, 1960, S. 5. 1573 erhalten Hans Oberstetter und seine Ehefrau Wandula Senft von Sulburg (Saulburg) von Herzog Philipp Ludwig die Landsassenfreiheit für den Hammer in Niederdietldorf. 1592 ist Klemens Knorr Hammermeister zu Dietldorf. 1612 wird Moritz Heinrich Knorr als Besitzer genannt. Im Dreißigjährigen Krieg kommt der Besitz auf die Gant und wird erst am 4. Juni 1665 an den aus Braunschweig stammenden Johann Ernst von Rautenstein verkauft, der aber bereits 1666 bei einer Wagenfahrt nach Kiel verunglückt. Seine Witwe, eine geborene Elisabeth von Friesen, heiratete 1668 den Hammerwerksbesitzer von Traidendorf, Friedrich Eberhard Tänzl von Tratzberg, und brachte ihm das Hammergut Dietldorf zu.
In Dietldorf ließ sich Friedrich Eberhart Tänzl zwischen 1700 und 1706 das heute noch bestehende Schloss Dietldorf erbauen, in das er zusammen mit seiner dritten Ehegesponsin Marie Theresia von Altersheim 1706 übersiedelte; ihr Wappen und das der Tänzl findet sich im Giebelfeld des Schlosshoftores. Friedrich Eberhart von Tänzl war viermal verheiratet; er lebte mit seiner vierten Gattin Maria Katharina aus dem oberpfälzischen Adelsgeschlecht derer von Loefen-Ebermannsdorf zuletzt in seinem Haus in Amberg, wo er 1728 starb. Der Sohn Franz Anton (1680–1756) übernahm später das Schlossgut Dietldorf und heiratete die Tochter Katharina Cordula des Hammerwerksbesitzers Freiherrn von Vischpach von Schmidmühlen. Zur Hofmark Dietldorf gehörten 1788 ein Bräuhaus, ein Waffenhammer sowie eine Polier-, eine Mahl- und eine Sägemühle, ferner die Einöden Oberdietldorf, Matzhausen, Gaishof, Griestal, Machtlwies und Preuschelhütten (bei Ziegelhof).
Im Jahre 1818 entstand mit dem bayerischen Gemeindeedikt die politische Gemeinde Dietldorf mit den Orten
Dietldorf Kriesthal (Greßthal / Gressthal) Machtlwies Meilerhof Plattenhof (Blattenhof)
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Dietldorf am 1. Juli 1972 nach Burglengenfeld eingegliedert.
Baudenkmäler Hofmarkschloss Dietldorf Katholische Pfarrkirche St. Pankratius Brückenfigur des heiligen Johannes von Nepomuk Feldkapelle Siehe: Liste der Baudenkmäler in Dietldorf
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Burglengenfeld) Kategorie:Ort im Landkreis Schwandorf Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Schwandorf)