Hermann Looschen sen. (* 3. September 1807 in Aurich; † 23. Oktober 1873 in Berlin) war ein deutscher Maler.
Leben Looschen machte sich insbesondere als Porzellanmaler verdient. Ab 1832 arbeitete er für die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin. Dort wurde er 1835 zum Vorgesetzten der Dekorationsmaler befördert. 1848 folgte Looschens Ernennung zum Obermaler und Vorsteher der Malerei der Manufaktur, was er bis zu seinem Tod blieb. Aus der Kartei der Manufaktur sind von ihm eine Tischplatte (1838), eine Schale mit einem Prospekt vom Charlottenhof (1843) und einige Vasen bekannt. Er experimentierte mit neuen Dekorationstechniken wie Kupferstichen und Steindrucken (1851). Neben seinen Porzellanarbeiten malte er hauptsächlich Gemälde mit Vögeln und Blumenstücke.Hainer Weisspflug: Berliner Bezirkslexikon Charlottenburg-Wilmersdorf. Haude und Spener, Berlin 2005, ISBN 3-7759-0479-4, S. 472. Von Looschen werden etliche Werke in Katalogen geführt.
Hermann Looschen starb 1873 im Alter von 66 Jahren in Berlin. Er war der Vater der Maler Hans Looschen und Hermann Looschen jun. Letzterer assistierte ihm ab 1857 und wurde 1874 sein Nachfolger als Vorsteher in der Porzellan-Manufaktur Berlin.
Auszeichnungen (Auswahl)
Roter Adlerorden 4. Klasse
Literatur
Eintrag im Porzellanmaler-Lexikon 1840–1914.
Weblinks Eintrag in Checklist of Painters from 1200–1994, 2014.
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Berlin) Kategorie:Porzellanmaler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1807 Kategorie:Gestorben 1873 Kategorie:Mann