Lisa Alzner (* 10. Februar 1999 in Salzburg) ist eine österreichische Fußballtrainerin und ehemalige Fußballspielerin.

Karriere Als Spielerin Lisa Alzner begann ihre Vereinskarriere 2006 beim USV Elixhausen, 2012 wechselte sie zum USC Eugendorf und 2014 zum FC Bergheim. Sie absolvierte drei Saisonen in der zweiten Liga, ehe sie 2016 mit dem FC Bergheim in die Bundesliga aufstieg. 2017 spielte sie für Union Kleinmünchen in der ÖFB Frauen-Bundesliga.

Mit dem österreichischen U16-Nationalteam bestritt Alzner sechs Spiele. Ihr Debüt gab sie im Februar 2014 beim Development Tournament in Portugal. Mit dem U17-Team absolvierte sie acht Spiele und mit dem U19-Team ein Spiel. Ihr erstes Spiel hatte sie 2014 mit der U16 gegen Schottland. Ihr letztes Spiel bestritt sie am 23. Oktober 2017 mit der U19 gegen Belgien, als sie nach langer Verletzungspause erstmalig wieder eingewechselt wurde. Alzner bestritt 44 Pflichtspiele für den FC Bergheim und 10 für Union Kleinmünchen.

Alzner erlitt bereits im Alter von 15 Jahren eine Kreuzbandverletzung, die sie zu einer Verletzungspause von über einem Jahr zwang. Auch die darauffolgenden Saisonen wurde sie immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Mit 18 Jahren verletzte sich Alzner erneut schwer am Knie und beendete deshalb ihre aktive Karriere. Auch nach ihrer aktiven Karriere hatte Lisa Alzner immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen und musste sich mehreren Operationen unterziehen.

Als Trainerin Nach dem Ende ihrer aktiven Karriere wechselte Alzner auf die Trainerbank und absolvierte ein Studium der Sportwissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre. 2020 erhielt sie die UEFA-C-Lizenz, 2021 die UEFA-B-Lizenz und 2024 die UEFA-A-Lizenz. Im Februar 2026 wurde sie zum UEFA Pro-Diplom Kurs zugelassen.

2021 übernahm Alzner die neu gegründete Frauen-Mannschaft des LASK, die sie zum Meistertitel in der dritthöchsten Liga führte. 2022 wurde sie Co-Trainerin beim SKN Frauen in St. Pölten unter Cheftrainerin Liése Brancão und betreute auch das Future-Team. Im Dezember 2024 wurde bekanntgegeben, dass Brancão den SKN mit sofortiger Wirkung verlässt. Alzner wurde im Jänner 2025 zu ihrer Nachfolgerin als Cheftrainerin bestellt.

Unter Cheftrainerin Alzner wurden die SKN Frauen in der Saison 2024/25 Österreichischer Meister und Pokalsieger im ÖFB Frauen Cup. Im September 2025 qualifizierten sich die SKN Frauen für die Ligaphase der UEFA Women’s Champions League in der Saison 2025/26. Die Salzburgerin ist zu diesem Zeitpunkt mit einem Alter von nur 26 Jahren die jüngeste Cheftrainerin die jemals ein Team in der Champions League gecoacht hat. Im Oktober 2025 wurde sie von Laurent Fassotte als Cheftrainer abgelöst, Alzner blieb Teil des Trainerteams. Mitte 2026 wurde sie von der ÖFB Frauen-Akademie als Karenzvertretung von Christine Rosner als Trainerin engagiert.

Ehrungen und Auszeichnungen

Als Spielerin

Meister 2. Frauen Bundesliga (3): 2014/15, 2015/16, 2016/17

Als Trainerin

SKN St. Pölten Frauen

Österrreichischer Meister (3) (davon 2× als Co-Trainerin und 1× als Cheftrainerin): 2022/23, 2023/24, 2024/25 Cupsieger ÖFB Frauen Cup (3) (davon 2× als Co-Trainerin und 1× als Cheftrainerin): 2022/23, 2023/24, 2024/25 Teilnahme Ligaphase UEFA Women’s Champions League (4) (davon 3× als Co-Trainerin und 1× als Cheftrainerin): 2022/23, 2023/24, 2024/25, 2025/26

LASK

Meister OÖ Liga 2021/22

Individuell

Bronzener Leonidas der Salzburger Nachrichten in der Kategorie „Trainer des Jahres 2025/26“

Weitere Tätigkeiten Bis zu ihrer Tätigkeit als Cheftrainerin im Jahr 2025 war Alzner im Rahmen des UEFA Playmakers Projekt für die UEFA und den ÖFB tätig. Als Technical Expert lagen ihre Aufgaben in der Konzeption des Programms, welches 5- bis 8-jährige Mädchen begeistern soll.

Privates Lisa Alzner verfügt über abgeschlossene Studien im Bereich der Sportwissenschaft und der Betriebswirtschaftslehre und betont in ihren Interviews immer wieder die Bedeutung eines zweiten Standbeins im Spitzensport. Des Weiteren hat sie ein Lehramtstudium für Mathematik und Sport begonnen und spricht fünf Sprachen.

Aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen setzt sich Alzner vermehrt für die Förderung psychischer Gesundheit im Profisport sowie für mehr Offenheit und Transparenz im Umgang mit psychischen Erkrankungen ein.

Lisa Alzner ist Hundeliebhaberin und hat ihren braunen Labrador nach ihrem Jugendidol Thiago Alcántara benannt.

Weblinks (Spielerprofil) (Trainerprofil) (Spielerprofil; Verein) (Spielerprofil; Nationalmannschaft) (Trainerprofil)

Einzelnachweise

Kategorie:Fußballtrainer (SKN St. Pölten) Kategorie:Fußballtrainer (LASK) Kategorie:Österreichischer Meister (Fußball) Kategorie:Fußballspieler (Union Kleinmünchen Linz) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1999 Kategorie:Frau