Werner „Gino“ Götz (* 1942 in Würzburg; † 5. Mai 2013 im Wendland) war ein deutscher bildender Künstler und Improvisations- und Rockmusiker (Viola, Bass).

Leben und Wirken Götz verbrachte seine Kindheit und Schulzeit in Mainfranken. Nach dem Abitur 1962 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin Malerei bei Werner Volkert, ab 1963 Lithographie bei Fred Thieler. Ab 1964 entstanden erste plastische Arbeiten in Holz und Metall. 1966 stellte er erstmals aus.

Götz war seit 1969 als freischaffender Bildhauer tätig; seitdem hatte er zahlreiche Einzelausstellungen und Beteiligungen im In- und europäischen Ausland. 1970 erhielt er den 1. Preis für den Entwurf eines Roentgen-Denkmals in Würzburg. Zu dieser Zeit lebte er im Kloster Marienthal bei Helmsted, wo er einer der Gründer der Künstlerkommune Kollektiv für ästhetische + kommunikative Forschung war, aus der die Band Schlangenfeuer entstand, die 1971 in der Ostseehalle in Kiel beim Festival Art Information 71 auftrat.Der Live-Mitschnitt Freedom Suite wurde erst 2020 als Doppel-LP veröffentlicht.

Daneben wirkte Götz als Musiker in weiteren Formationen; mit Sven-Åke Johansson und Norbert Eisbrenner bildete er 1968 das Improvisationstrio Moderne Nordeuropäische Dorfmusik (Album Westberliner Stadtmusik 1969 bei der Edition Mariental), das regelmäßig im Underground-Club Zodiak, aber auch in Schweden auftrat.https://sven-goetz.de/archiv/mnd-moderne-nordeuropaeische-dorfmusik/ Nachdem er bereits mit Rio Reiser am Kinderhörspiel Teufel hast du Wind mitgewirkt hatte, war er 1974/75 als Bassist Teil von Ton Steine Scherben und an deren Album Wenn die Nacht am tiefsten … beteiligt. 2008 trat er wieder mit Eisbrenner auf.Der Live-Mitschnitt wurde 2022 auf dem Album Norbert Eisbrenner veröffentlicht.

Ab 1974 lebte Götz im Wendland, wo er sich stark für das Kulturleben in der Region engagierte. Ab 1975 entstanden plastische Arbeiten Götzes für den öffentlichen Raum. Der mit der Gruppe Peter Pan gestaltete Abenteuerspielplatz am Gartower See wurde 1976 als schönster Spielplatz Niedersachsens prämiert. 1986 schuf er den Rathausbrunnen, der vor dem Neuen Rathaus in Lüchow aufgestellt wurde. Seit 1992 nahm er an mehrere Symposien für Bildhauerei und Großholzschnitt teil.

Einzelausstellungen (Auswahl) März 1990: Bürgerzentrum Mindenhttp://www.wernergoetz.de/texte/texte/presse.html 1998: Landtag Brandenburg, Potsdam August 2000: Hennigsdorfer Kunsthalle Mai/Juni 2006: Abteikirche St. Nikolaus, Beuster April 2008. Kunstkammer Gartow.http://www.wernergoetz.de/texte/texte/fremde.html Juni/Juli 2014: Retrospektive. Westwendischer Kunstverein, Zehntspeicher Gartow-Quarnstedt August 2016: Kunsthalle der Sparkassenstiftung Lüneburg

Literatur Quante vite hai?: eine Werkschau / Werner Götz. Gartow: Westwendischer Kunstverein e.V. 2014

Weblinks Webpräsenz Porträt (Kunstarchic Lüneburg) Eintrag Künstlerdatenbank Niedersachsen

Einzelnachweise

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