Charles Samupindi (* 1961 in Mutare; † 1993) war ein simbabwischer Schriftsteller. Er ist für die Romane Death Throes: The Trial of Mbuya Nehanda (1990) und Pawns (1992) bekannt.

Leben und Wirken Samupindi wurde 1961 in Mutare geboren und war das älteste von acht Kindern. Er besuchte die Sakubva High School und die Hartzell Mission und studierte anschließend an der University of Zimbabwe. Beruflich arbeitete er zunächst als Staatsanwalt am Magistratsgericht in Harare und später als Sub-Editor bei der Zeitung The Herald (Zimpapers). Im Jahr 1990 veröffentlichte er den Roman Death Throes: The Trial of Mbuya Nehanda. 1992 folgte Pawns bei Baobab Books in Harare. Er starb 1993 und hinterließ seine Ehefrau Julita und zwei Kinder.

Veröffentlichungen Death Throes Death Throes fiktionalisiert anhand von Archivmaterial den Prozess gegen die spirituelle Führerin Mbuya Nehanda im Kontext des Ersten Chimurenga. Historische Arbeiten diskutieren die Darstellung kritisch; so weist ein Beitrag in History in Africa darauf hin, Samupindi habe als Jurist Widersprüche in Zeugenaussagen erkannt, zugleich aber Motive ergänzt, die in den Gerichtsakten nicht belegt seien. In der Literaturwissenschaft wird seine Nehanda-Figur zudem als Teil einer nationalen, oft männlich kodierten Erinnerungspolitik gelesen.

Pawns Pawns thematisiert – aus der Perspektive eines jungen Rekruten – Gründe für den Gang in die Lager der Befreiungsbewegungen sowie innere Konflikte, Gewalt, Hunger und Krankheit innerhalb der Guerillaformationen. Die Forschung hebt an diesem Roman u. a. den Einsatz mündlicher Verfahren und unterbrochener Erzählstimmen hervor. Pawns wird als prägnante literarische Auseinandersetzung mit Erfahrungen von Befreiungskämpfern nach 1980 gelesen.

Romane Death Throes. Mambo Press, 1990, ISBN 0-86922-480-8. (englisch) Pawns. Baobab Books, 1992, ISBN 0-908311-31-1. (englisch)

Einzelnachweise

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