hochkant|mini|Moshe Sharon (2016) Moshe Sharon (; geboren 1937 in Haifa)ASMEA: Professor Moshe Sharon ist ein israelischer Islamwissenschaftler.
Biografie Moshe Sharon bezeichnet sich als Palästinenser: Geboren in Haifa während der Mandatszeit, stamme er aus einer Familie, die seit dem 17. Jahrhundert in der Gegend von Haifa lebte.Deborah Hart Strober, Gerald S. Strober: Israel at Sixty: An Oral History of a Nation Reborn. Wiley, Hoboken 2008, S. 17.
Er studierte ab 1965 Islamwissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem und der University of London; er war ein akademischer Schüler von Bernard Lewis und David Ayalon, dessen Forschungsschwerpunkt die Sozialgeschichte des mamlukischen Reichs war.Menahem Milson: The beginnings of Arabic and Islamic Studies at the Hebrew University of Jerusalem. In: Judaism: A Quarterly Journal of Jewish Life and Thought, Band 45 (1996), S. 169–183. Im Jahr 1971 promovierte er an der Hebräischen Universität.
Parallel zu seiner akademischen Karriere als Professor für Islamwissenschaften an der Hebräischen Universität und der Bar-Ilan-Universität verlief Sharons militärische Karriere; er erreichte den Rang eines Obersts und leitete die Abteilung für Arabische Angelegenheiten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF).Deborah Hart Strober, Gerald S. Strober: Israel at Sixty: An Oral History of a Nation Reborn. Wiley, Hoboken 2008, S. 17.Eyal Clyne: Orientalism, Zionism and Academic Practice: Middle East and Islam Studies in Israeli Universities. Routledge, London 2019.
Bis 1979 diente Sharon Premierminister Menachem Begin als politischer Berater. Er war Berater des Außenministers Moshe Arens und beriet Benjamin Ben-Eliezer während dessen Zeit als Regierungskoordinator für die „zivile“ Militärverwaltung in den besetzten Palästinensergebieten (1983/1984). Außerdem arbeitete er mit zwei IDF-Generalstabschefs zusammen: Rafael Eitan und Moshe Levi.
In den israelischen Medien wird Sharon oft als Islamexperte angefragt. Er warnt vor einem notorischen muslimischen Judenhass und lehnt einen Friedensprozess ab.
Werk Sharon ist Experte für arabische Inschriften, bekannt insbesondere als Hauptverfasser mehrerer Bände des Corpus inscriptionum Arabicarum Palaestinae seit 1990. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte des Bahaitums.
Veröffentlichungen (Auswahl) Black Banners from the East. 2 Bände. Magnes, Jerusalem 1983 und 1990. Judaism, Christianity, and Islam: Interaction and Conflict. Sacks, Johannesburg 1989. Corpus inscriptionum Arabicarum Palaestinae (CIAP). 7 Bände (bisher erschienen). Brill, Leiden 1990–2021.
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Anmerkungen
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