mini|Fürstin Margarethe Klementine von Thurn und Taxis, um 1895 mini|Erzherzogin Margarethe Klementine von Österreich, um 1880 Margarethe Klementine Maria Erzherzogin von Österreich (* 6. Juli 1870 in Alcsút, Österreich-Ungarn; † 2. Mai 1955 in Regensburg) war Mitglied des Hauses Habsburg-Lothringen und durch Heirat Fürstin von Thurn und Taxis. Sie stammte aus dem ungarischen Zweig des Hauses Habsburg-Lothringen, der auf Erzherzog Joseph († 1847) zurückging.
Leben Erzherzogin Margarethe Klementine war die dritte Tochter des Erzherzogs Joseph Karl Ludwig von Österreich (1833–1905) und seiner Ehefrau Prinzessin Clotilde von Sachsen-Coburg und Gotha (1846–1927), Tochter von Prinz August von Sachsen-Coburg und Gotha und Prinzessin Clementine d’Orléans.
Sie heiratete Fürst Albert von Thurn und Taxis, Sohn von Erbprinz Maximilian Anton von Thurn und Taxis und Herzogin Helene in Bayern, am 15. Juli 1890 in Budapest. Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor: Franz Joseph (1893–1971) ⚭ 1920 Prinzessin Elisabeth von Braganza (1894–1970) Karl August (1898–1982) ⚭ 1921 Prinzessin Maria Anna von Braganza (1899–1971) Ludwig Philipp (1901–1933) ⚭ Prinzessin Elisabeth von Luxemburg Max Emanuel (1902–1994), Elisabeth Helene (1903–1976) ⚭ 1923 Friedrich Christian Prinz von Sachsen Herzog zu Sachsen (1893–1968) Raphael Rainer (1906–1993) Philipp Ernst von Thurn und Taxis (1908–1964)
Margarethe Klementine war bis zur Novemberrevolution 1918 eine Erzherzogin von Österreich und Fürstin von Thurn und Taxis. Sie war eine leidenschaftliche Reiterin und betätigte sich als Bildhauerin. Sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg verrichtete sie Dienste einer Krankenschwester und unterstützte ihr ganzes Leben hindurch karitative Vereine. Sie nahm ihre Geschwister, als diese in der Endphase des Zweiten Weltkriegs 1944 Ungarn verließen, bei sich in Regensburg auf. Drei Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes starb Margarethe Klementine am 2. Mai 1955 mit 84 Jahren in Regensburg.
Künstlerische Tätigkeit mini|150px|Kriegerdenkmal Erzherzogin Margarethe Klementine war als Bildhauerin, auch unter ihrem Künstlernamen Margit von Valsassina tätig. Sie entwarf beispielsweise für Regensburg den Altar, modellierte die beiden Seitenaltarreliefs und die 14 Heiligenstatuen der Kirche Herz JesuThomas Braun: Stadtpfarrkirche Herz Jesu, Regensburg (= Führer. Nr. 92, ). Dreifaltigkeitsverlag, München 1935.Friedrich Fuchs: Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum der Weihe der Pfarrkirche Herz Jesu. Pfarrei Herz Jesu Regensburg, Regensburg 2005, S. 5 ff. und entwarf das Kriegerdenkmal im Stadtpark von Regensburg., abgerufen am 4. Juni 2016 Sie entwarf auch das Denkmal für Bonifaz Wimmer in Thalmassing (Guss 1909 durch A. Brandstetter in München).
Ehrungen Mitglied des Sternkreuzordens 1930: Goldene Bürgermedaille der Stadt Regensburg 1950: Ehrenbürgerschaft der Stadt Regensburg
Literatur
Margarethe. In: Brigitte Hamann (Hrsg.): Die Habsburger. Ein biographisches Lexikon. Piper, München 1988, ISBN 3-492-03163-3, S. 281 f.
Weblinks
Darryl Lundy: Margarethe Klementine Maria Erzherzogin von Österreich, auf The Peerage.com
Einzelnachweise
Kategorie:Erzherzog Kategorie:Titularfürst (Thurn und Taxis) Kategorie:Familienmitglied des Hauses Habsburg-Lothringen (Ungarische Linie) ⚭Margarethe Klementine #Osterreich Kategorie:Trägerin des Sternkreuzordens Kategorie:Ehrenbürger von Regensburg Kategorie:Person (Österreich-Ungarn) Kategorie:Geboren 1870 Kategorie:Gestorben 1955 Kategorie:Frau