Cornelius Wüllenkemper (* 1976 in Herford) ist ein deutscher Journalist und Übersetzer.
Leben
Wüllenkemper studierte an der Freien Universität Berlin und an der Sorbonne IV in Paris „Études pluridisciplinaires de la France contemporaine“ (Frankreichstudien). Anschließend arbeitete er in verschiedenen Funktionen für die Französische Botschaft in Berlin, unter anderem für die Kulturabteilung und die Kommission zur Entschädigung von in Frankreich enteignetem jüdischen Eigentums CIVS.
Bis 2008 war Wüllenkemper Redakteur für das deutschsprachige Programm von Radio France Internationale in Berlin. Seither ist er als Autor vor allem für Deutschlandradio,https://www.deutschlandfunk.de/suche?drsearch%3AsearchText=W%C3%BCllenkemper&drsearch%3Astations=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0 den österreichischen Rundfunk ORF, die FAZ und andere überregionale Zeitungen tätig. Seine Reportagen verbinden oft politische Bestandsaufnahmen mit der Rolle von Literatur und (Gedenk-)Kultur für gesellschaftliche Integrationsprozesse. Wüllenkemper berichtete unter anderem aus Ruanda,Rwanda Film Festival Filme über das Leben nach dem Völkermord, auf deutschlandfunk.de Haiti, Québec,Literatur der Ureinwohner Québecs Selbstbewusster Blick auf die eigene Identität, auf deutschlandfunkkultur.de Libanon, Belarus,Journal-Panorama, auf oe1.orf.at Kosovo,Europäische Union Das Verwirrspiel um den Beitritt, auf deutschlandfunk.de Türkei, Georgien,Georgische Kulturszene Sie sollen sich freiwillig zu Agenten erklären, auf faz.net ArmenienGegen das Vergessen – Die Kulturszene in Armenien, auf deutschlandfunk.de sowie aus der Republik Moldau und der Ukraine.Ukraine Wie der Bürgerkrieg das Lesen beeinflusst, auf deutschlandfunkkultur.de
Beachtung fanden u. a. seine Veröffentlichungen über den Karibikstaat Haiti, den er seit 2000 wiederholt bereiste, um über die Literaturszene des Landes zu berichten.Buchmesse Nation und Imagination, auf sueddeutsche.de10 Jahre nach Beben in Haiti Als die Erde uns abschütteln wollte, auf faz.net
Wüllenkemper ist literarischer Übersetzer aus dem Französischen.
Er lebt in Berlin.
Werke als Übersetzer (Auswahl) Christophe Paul: „Der Pfennigdieb“ Roman, aus dem Französischen von Cornelius Wüllenkemper, Amazon Crossing, 2015, ISBN 978-15039-4636-1 Georges Anglades: „Das Lachen Haitis“, aus dem Französischen von Peter Trier, Vorwort von Cornelius Wüllenkemper, Litradukt Literatureditionen, 2018, ISBN 978-3-9404-3528-6 Gary Victor: „Dreizehn Voodoo-Erzählungen“. Aus dem Französischen von Cornelius Wüllenkemper und Ingeborg Schmutte, Litradukt, 2018, ISBN 978-3-9404-3527-9 Ralph Ludwig (Hg.): „Irrschweifen und Lachen. L'errance et le rire: Ein neuer Wind in der antillanischen Literatur“ Aus dem Französischen von Rike Bolte, Ingeborg Schmutte, Peter Trier und Cornelius Wüllenkemper. Litradukt 2024, ISBN 978-3-9404-3546-0 Alexander Labruffe: „Erkenntnisse eines Tankwarts“, Roman, aus dem Französischen von Cornelius Wüllenkemper, Wagenbach Verlag 2024, ISBN 978-3-8031-1377-1
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Einzelnachweise
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