Golden ist ein Lied der fiktiven K-Pop-Girlgroup Huntr/x aus dem Animationsfilm KPop Demon Hunters. Das Lied wird von den drei Sängerinnen Ejae, Audrey Nuna und Rei Ami interpretiert, die im Film den Charakteren Rumi, Mira und Zoey ihre Gesangsstimme leihen. Geschrieben wurde der Song von Ejae gemeinsam mit Mark Sonnenblick, basierend auf einem Instrumentaltrack von Teddy Park, 24 und Ido. Das Lied ist zum größten Teil in englischer Sprache verfasst, enthält jedoch auch einige koreanische Phrasen. Inhaltlich ist Golden eng mit der Handlung des Films verknüpft und beschreibt den Weg der drei Sängerinnen von Huntr/x über Zweifel und Ängste hin zu Selbstakzeptanz und gemeinsamer Stärke, musikalisch untermauert mit einer aufstrebenden Elektropop-Melodie.

Der Song erschien zunächst am 20. Juni 2025 als vierter Titel auf dem Soundtrack zum Film, bevor er zwei Wochen später, am 4. Juli 2025, als Single ausgekoppelt wurde, und schließlich zum Nummer-eins-Hit in über zehn Ländern, darunter in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südkorea, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten avancierte. Neben dem kommerziellen Erfolg wurde Golden für mehrere Preise nominiert und gewann unter anderem einen Golden Globe Award, einen Grammy sowie einen Oscar.

Bezug zum Film Die K-Pop-Girlgroup Huntr/x, bestehend aus Rumi, Mira und Zoey, ist keine gewöhnliche Girlgroup, denn neben ihrer Karriere als Sängerinnen sind sie auch Dämonenjägerinnen. Hierbei ist es ihre Aufgabe, den Honmoon, die magische Barriere zwischen der Dämonen- und Menschenwelt, mit Hilfe ihrer Gesangstimmen zu erhalten und zu stärken. Gerade als Huntr/x ihre Welttournee beendet hat und sich Mira und Zoey eigentlich schon auf ihren Urlaub freuen, sorgt Rumi kurzerhand für die Veröffentlichung der nächsten Single. Der Unmut über Rumis Handlung ist jedoch schnell vergessen, als sie erfahren, wie erfolgreich der neue Song bereits ist. Mit dem Song Golden wollen die drei es nun schaffen, den Honmoon zu vergolden und somit endgültig zu versiegeln, damit keine Dämonen mehr in die Menschenwelt gelangen können. Rumis Eile ist dabei aber nicht nur der Tatsache geschuldet, dass ihr Ziel zum Greifen nahe ist, sondern hat auch einen persönlichen Grund: Denn Rumi ist selbst eine Halbdämonin, hält ihre wahre Identität aus Scham aber vor allen, auch ihren Freundinnen, geheim. Sollte es Huntr/x gelingen, den Honmoon zu vergolden, so werden auch die Dämonenmale, die Rumis Haut zeichnen, verschwinden und Rumi könnte endlich ein befreites Leben führen.

Hintergrund und Entstehung Die ersten Ideen zu dem Film KPop Demon Hunters entstanden bereits neun Jahre vor der Veröffentlichung des Films. Maggie Kang, die spätere Regisseurin des Films, wollte einen Film über koreanische Kultur und Mythologie entwickeln, und so entstand im Laufe der Zeit die Idee zu weiblichen Dämonenjägern als Heldinnen. Das K-Pop-Thema wurde als letztes Element in die Geschichte eingearbeitet, eignete sich laut Kang aber perfekt, da die Dämonenjagd „im Geheimen“ stattfindet und sie ein „öffentliches Gesicht“ für ihre Superheldinnen brauchte. Zudem wurde dadurch erneut der koreanische Hintergrund aufgegriffen, der für Kang wichtig war. Schließlich entwickelte sich der Film immer weiter zu einem traditionellen Musical, in dem die Songs eine Geschichte erzählen, während K-Pop zu einem integralen Bestandteil des Films wurde.

Die Arbeiten an den Liedern für den Film begannen gegen Ende 2020. Zu diesem Zeitpunkt holte der Komponist Daniel Rojas die Songwriterin Ejae zu dem Projekt, um mit ihr gemeinsam die ersten Songs für den späteren Soundtrack zu schreiben. Ejae nahm bereits früh einige Demos auf, die laut Kang maßgeblich dazu beigetragen haben, dass der Film „grünes Licht“ bekommen hat. Später stießen dem Projekt dann die Musikproduzenten Ian Eisendrath, der half, die Songs passend zur Geschichte zu entwickeln, Teddy Park von The Black Label, der bereits für die südkoreanische Girlgroup Blackpink gearbeitet hat, sowie weitere Produzenten und Songwriter hinzu. Für die Regisseure Maggie Kang und Chris Appelhans war es dabei vor allem wichtig, dass Menschen, die das K-Pop-Business verstehen, an dem Projekt arbeiten, damit die Songs authentisch bleiben.

Golden war der sechste Song, der für den Handlungspunkt, in dem der Song im Film spielt, geschrieben wurde. Neben dem Ziel, einen „echten“ K-Pop-Hit zu landen, war es für die Autoren vor allem wichtig, dass das Stück etwas zur Handlung des Films beiträgt. Von den Filmemachern gab es dazu die Vorgabe, dass im Songtext das Wort „golden“ vorkommt und die Gefühle, durch die Rumi geht, ausgedrückt werden. Zudem sollte der Song die inneren Kämpfe, die die einzelnen Charaktere mit sich selbst durchlebten, darstellen sowie eine Motivationsrede beinhalten, mit der Prämisse, ihr Ziel gemeinsam erreichen zu können. Songs wie Juicy von The Notorious B.I.G. und Forever von Drake gaben hierbei eine grundlegende Idee, wie eine Biografie über den „Anfang als Niemand“ und die „Suche nach sich selbst“ in einem Lied verarbeitet werden kann.

Nachdem die generelle Linie für den Song feststand, wurde zunächst der Beat festgelegt, um damit die Energie, die die Regisseure für die Szene im Film haben wollten, darzustellen. Anschließend erstellten Teddy, 24 und Ido von The Black Label einen Instrumentaltrack und gaben diesen an Ejae und Mark Sonnenblick weiter, damit diese die Melodie und den Text schreiben konnten. Ejae befand sich gerade im Auto auf dem Weg zum Zahnarzt, um sich eine Goldfüllung machen zu lassen, als sie den Track erhielt. Sie hörte sich den Track direkt an und hatte sofort eine Idee für die Melodie. Noch von unterwegs nahm sie mit ihrem Smartphone zwei Sprachmemos auf, ehe sie, als sie wieder zu Hause war, die Melodie des Refrains fertig ausarbeitete, sowie weitere melodische Ideen entwickelte, um sie Sonnenblick später vorzustellen.

Während Ejae sich vorrangig auf die Melodie konzentrierte, sammelte Sonnenblick, bereits bevor er Ejaes Demo zum ersten Mal gehört hatte, einige Ideen für den Songtext, wohlwissend, dass möglicherweise keine davon im Song landen würde. Am Abend waren Ejae und Sonnenblick schließlich für eine Songwriter-Session verabredet, um gemeinsam an dem Song zu arbeiten. Sonnenblick war von Ejaes Melodie sofort begeistert und half ihr, den Text auszuarbeiten und nahtlos in die Handlung zu integrieren. Die Phrase „gonna be golden“, die sich Sonnenblick zunächst beim Brainstorming von Textideen notiert hatte, passte dabei perfekt in Ejaes Melodie, die in einer ihrer Aufnahmen ebenfalls einen Vers hatte, der auf „golden“ endete. Gemeinsam schrieben sie die Melodie und den Text für Golden innerhalb kurzer Zeit und sendeten ihr Ergebnis schließlich an Eisendrath, der sogleich von dem Song überzeugt war und ihn an Kang weiterleitete. Auch Kang zeigte eine ähnliche Reaktion und gab an, dass ihr bereits nach den ersten Tönen die Tränen kamen und sie genau wusste, dass sie nun endlich den Song gefunden hatten, den sie immer gesucht hatten.

Der erste Entwurf von Golden war zunächst noch vollständig in englischer Sprache gehalten, damit auch alle, die kein Koreanisch konnten, wussten, worum es in dem Song ging. Erst später wurden dann koreanische Wörter und Phrasen in den Text eingearbeitet, wobei die Positionen der koreanischen Passagen hauptsächlich auf Wunsch von Kang gewählt wurden, die diese sowohl in der ersten Strophe als auch im Refrain haben wollte. Für Ejae war es vor allem wichtig, dass sich die englischen und koreanischen Verse auch reimen, was in K-Pop-Songs sonst oft nicht der Fall ist. Im Gegensatz zu anderen Songs wurde Golden nicht so oft verändert und war somit einer der Songs, die am schnellsten fertiggestellt wurden.

Das Casting für die Gesangsstimmen der Charaktere fand zeitlich vor dem Casting der Synchronsprecher statt. Die Stimme von Rumi war dabei die erste, die festgelegt wurde, nachdem Kang und Appelhans Ejae 2022/2023 angeboten hatten, zusätzlich zu ihrer Beteiligung als Songwriterin auch die Gesangsstimme von Rumi zu übernehmen. Ejae begründete diese Entscheidung damit, dass sich die Regisseure durch ihre Demoaufnahmen „an ihre Stimme gewöhnt hätten“. Ian Eisendrath, ausführender Musikproduzent des Soundtracks, gab an, dass die größte Herausforderung beim Casting war, bilinguale K-Pop-Sänger zu finden, die zu den Charakteren passten und ihre eigene, einzigartige Ausstrahlung mitbrachten.

Komposition und Text mini|Ejae wurde zunächst als Songwriterin engagiert, bevor ihr angeboten wurde, die Gesangsstimme von Rumi zu übernehmen Die Melodie und der Text von Golden wurden von Ejae (Kim Eun-jae) zusammen mit Mark Sonnenblick geschrieben. Als Grundlage für die Melodie diente dabei ein Instrumentaltrack, der von den südkoreanischen Musikproduzenten und Komponisten Teddy Park (Park Hong-jun) und 24 (Seo Jeong-hoon) sowie dem Produzenten- und Komponistentrio Ido (Lee Yu-han, Nam Hee-dong und Kwak Joong-gyu) von The Black Label komponiert wurde. Für die Produktion war neben Teddy Park, 24 und Ido der US-amerikanische Musikproduzent Ian Eisendrath verantwortlich, der als ausführender Musikproduzent des Soundtracks die musikalische Gesamtleitung innehatte. Interpretiert wird der Song von Ejae, Audrey Nuna und Rei Ami, die den Charakteren Rumi, Mira und Zoey der fiktiven Girlgroup Huntr/x aus dem Film ihre Gesangsstimme leihen. Der größte Teil des Lieds wird dabei von Ejae gesungen, während Nuna und Ami jeweils in zwei Versen in der ersten Strophe sowie in einigen gemeinsamen Stellen mit Ejae zu hören sind.

Musik Golden ist musikalisch den Genres Elektropop und K-Pop zuzuordnen. Der Song wurde im 12/8-Takt in der Tonart G-Dur komponiert und folgt einem Tempo von 123 Schlägen pro Minute. Die Melodie umfasst einen Tonumfang von drei Oktaven und erreicht mit einem zweigestrichenen A ihre höchste Note, die laut Jennifer Ouellette von Ars Technica sonst typischerweise eher bei „klassisch ausgebildeten“ Opernsängerinnen im Sopranbereich zu hören ist. In einem Interview mit der südkoreanischen Zeitung Korea JoongAng Daily gab Ejae an, dass sie eine herausfordernde Gesangslinie schreiben wollte, um mit der Melodie sowohl Rumis stimmliche Fähigkeiten als auch ihre wilde Entschlossenheit, den Honmoon zu versiegeln, widerzuspiegeln.

Der Song umfasst zwei Strophen, denen jeweils ein Pre-Chorus, der eigentliche Refrain (Chorus) und ein Post-Chorus folgen, und wird mit einem Outro abgeschlossen. Damit folgt der Song der klassischen Struktur eines K-Pop-Songs, bei dem die emotionale Intensität schrittweise aufgebaut wird, um dadurch den „dramatischen Erzählbogen“ zu unterstützen. In seiner Analyse merkte der Vocal Coach Tim Welch an, dass die Akzente in der ersten Strophe nicht auf dem Beat seien. Diese Technik wird in der Musik als Synkopation bezeichnet und wird eingesetzt, um ein Gefühl des Voranschreitens zu erzeugen. Im Pre-Chorus folgt dann ein Mix aus Brust- und Kopfstimme, während die Schlaginstrumente kurzzeitig ausgesetzt werden. Dadurch würde laut Welch der Ausdruck in gewisser Weise zusammengepresst werden, bevor sich dieser im Refrain wieder entfalten kann, und damit den Zweck eines Pre-Choruses, den Hörer auf die emotionale Ankunft des Refrains vorzubereiten, zu erfüllen. Weiter merkte er an, dass sich der Song in der zweiten Strophe in einen nahezu anderen Song verwandelt, bei dem Ejaes soulige Stimme zur Geltung kommt und dabei etwas leichter und natürlicher wirkt, als es in Dance- und K-Pop-Tracks sonst oft der Fall ist. Als Stilmittel kommen hier Vibrato sowie die Aktivierung der Taschenfalten (false chords) zum Einsatz, um einen knarrenden Klang am Anfang und Ende der Silben zu erzeugen.

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