Thailanstatin A ist ein Naturstoff aus der Klasse der Thailanstatine, die als Splicing-Inhibitoren wirken. Zudem wird daran geforscht, sie in Krebsmedikamente zu implementieren. Der Stoff wurde 2013 erstmals aus Bakterien der Art Burkholderia humptydooensis MSMB43 (früher Burkholderia thailandensis MSMB43) isoliert.
Chemische Synthese 2016 berichteten Nicolaou et al. die Totalsynthese von Thailanstatin A aus kommerziell erhältlichen Substanzen. Die Synthese hat eine Linearsequenz von 12 Schritten und eine Gesamtausbeute von 2,23 %. Seitdem wurden weitere Synthesewege entdeckt.
Bioaktivität Thailanstatin A besitzt eine zytotoxische Wirkung und gilt daher als potenzieller Wirkstoff in der Krebsforschung. In Eukaryoten fungiert Thailanstatin A als Spliceosom-Inhibitor, indem es an den SF3b-Subkomplex des Spliceosoms bindet. Dadurch wird das Spleißen gehemmt, sodass eine Vielzahl unreifer mRNAs im Zellkern akkumuliert. Betroffen davon ist unter anderem das Protein p27, welches als Inhibitor für cyclin-abhängige Kinasen wirkt und somit den Zellzyklus regulieren kann. Wird die unreife mRNA von p27 translatiert, entsteht eine funktionale Variante von p27, die jedoch aufgrund eines fehlenden C-Terminus nicht durch proteosomale Degradation reguliert werden kann. Dies führt zum dauerhaften Zellzyklusarrest, der nach kurzer Zeit zum Zelltod führen kann.
Einzelnachweise
Kategorie:Essigsäureester Kategorie:Alkensäureamid Kategorie:Oxan Kategorie:Alkadien Kategorie:Hydroxyoxan Kategorie:Epoxid Kategorie:Spiroverbindung Kategorie:Ethansäure