Das Castello di Novi Velia ist eine Burg aus dem 13. Jahrhundert in Novi Velia in der italienischen Region Kampanien. Sie liegt am Viale Porto San Giorgio, 13C an einer strategisch günstigen Position, von der aus man das gesamte Gebiet des Cilento vom Tyrrhenischen Meer (Golf von Velia) über die Kette der Monti Alburni bis zur Amalfiküste mit den Monti Lattari und ihren bewohnten Orten, der Halbinsel von Sorrent und der Insel Capri beobachten kann.

Geschichte Mit dem Bau des Adelspalastes, dem Sitz des Baronats im 13. Jahrhundert, ließ 1291 Guglielmo Marzano, Herr des Staates von Novi, beginnen. Seinen alten Palast stiftete er zusammen mit dem alten Sanktuar auf der Cima del Gelbison, das der Jungfrau Maria geweiht war, den Cölestinermönchen. Später wurde er in ein Kloster umgewandelt.

König Karl II. von Neapel setzte mit seinem Befehl vom 26. Oktober 1297 fest, dass neue Castello di Novi nicht zerstört und zu einer Ruine gemacht werden sollte, wie es ursprünglich angeordnet worden war, weil diese neue Festung „wirklich sehr gut gegen Feinde bestehen konnte und von Guglielmo gut bewaffnet worden war.“ Der Palast gehörte während der gesamten Herrschaftszeit des Hauses Anjou bis zu Ferdinand I. den Marzanos zusammen mit dem Baronat von Novi; Marino, der dessen Schwester geheiratet hatte und der letzte Nachkomme der mächtigen Familie Marzano war, arbeitete für die Rückkehr des Hauses Anjou auf den Thron von Neapel. Marino wurde verhaftet und eingesperrt, alle seine Besitzungen, darunter auch das Baronat von Novi und die Burg, eingezogen. Der Palast und die Baronie erlitten dasselbe Schicksal wie das Königreich Neapel in der Renaissance; sie wurden zunächst an De Petrucis, den Premierminister des Königs Ferdinand, und dann an Berlangiero Carafa, Majordomus des Königs Friedrich I. von Neapel, verkauft; schließlich gelangten sie in die Hände von Giulia Carafa, Tochter und Erbin von Berlangiero Carafa, die Camillo Pignatelli, Graf von Borello, heiratete, der so auch Baron von Novi wurde. Das Baronat von Novi und seine Burg blieben das gesamte 16. Jahrhundert lang in den Händen der Pignatellis, bis diese sie im 17. Jahrhundert, genauer 1682, der Familie Zattera verkauften, die 1752 von König Karl III. von Spanien den Markgrafentitel erhielten; diese behielten das Lehen Novi bis zu dessen Auflösung durch die Franzosen Anfang des 19. Jahrhunderts.

Das Gebäude, das bis Anfang des 20. Jahrhunderts Wohnsitz der Familie Zattera und ihrer Erben, der Familie Vairo, war, wurde 1932 verkauft und in ein ziviles Wohngebäude umgewandelt.

1660 beauftragte die Regia Camera della Sommaria den Bauingenieur Cafaro mit der Schätzung des Baronats Novi; darin wurde berichtet: «(...) Es findet sich ein großer, alter Rechteckturm über einer kleinen Anhöhe desselben Berges. Er dient heute als Gefängnis. Darunter ist der Palast des Barons des Staates, in den man durch eine Tür gelangt, und es gibt einen großen, nicht überdachten Innenhof. (...) An der besagten Tür ist der große Saal, der sich auf der Ebene des Hofes befindet (...) und rechts davon zwei große Räume, an denen sich weitere Räume und eine Loggia nach Westen und Süden hin befinden, von denen aus man das ganze Gelände sehen kann und fast alle seine Häuser und einen guten Teil des Cilento. Ankerplatz der Burg am Meer von Bruca und anderen (...)»

Der Haupteingang ist ein Portal aus örtlichem Kalkstein, bestehend aus einer Schwelle, in der man auf beiden Seiten die Ankerpunkte der Holztüre ausmachen kann, dem oberen Rundbogen aus keilförmigen Steinblöcken und mit einem Schlussstein oben; der Bogen ruht seitlich auf zwei Säulen aus rechteckigen Steinblöcken; auf den Vorderseiten der Steinblöcke an der Basis, einer links und einer rechts, finden sich Figuren, wie sie häufig in der langobardischen Ikonografie vorkommen. Die linke Figur stellt vermutlich eine Fibel dar, während die rechte klar eine Lebensblume mit acht Blütenblättern darstellt, ähnlich der, die an der Basis des steinernen Taufbeckens in der Pfarrkirche Santa Maria dei Lombardi dargestellt ist. Dies beweist, zusammen mit anderen deutlichen Zeugnissen, die Anwesenheit der Langobarden in Novi.

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