Leichtathletik-Länderkämpfemit deutscher Beteiligung 1998 zentriert|100px 1. Länderkampf 1998, Werfer(U23-Männer/U23-Frauen/Junioren/Juniorinnen): – – Saint-Raphaël-Boulouris8. März 1998 1. 2. 3. 106 P90 P68 P Teilwertung U23-Männer 1. 2. 3. 27 P21 P18 P Teilwertung U23-Frauen 1. 2. 3. 28 P22 P16 P Teilwertung Junioren 1. 1. 1. 22 P22 P22 P Teilwertung Juniorinnen 1. 2. 3. 29 P25 P12 P 2. Länderkampf 1998, Zehnkampf (U23-Männer): – – – – 25./26. Juli 1998 1. 2. 3. 4. 5. 23.032 P22.622 P21.533 P21.506 P20.264 P 3. Länderkampf 1998, Siebenkampf (U23-Frauen): – – – 25./26. Juli 1998 1. 2. 3. 4. 15.425 P15.186 P14.054 P13.278 P 4. Länderkampf 1998, U23 (Männer/Frauen): – – 1, August 1998 1. 2. 3. 323 P278 P216 P Teilwertung U23-Männer 1. 2. 3. 152 P115 P117 P Teilwertung U23-Frauen 1. 2. 3. 171 P128 P99 P 5. Länderkampf 1998, Zehnkampf (Männer): „VISA-Team“ – „Zehnkampf-Team“ Lubbock8./9. August 1998 1. 2. 39.016 P38.667 P 6. Länderkampf 1998, Straßenlauf(U23-Männer/U23-Frauen/U20-Junioren/U20-Juniorinnen): – – 4. Oktober 1998 1. 2. 3. 12:12:59 h12:19:17 h12:33:50 h Teilwertung U23-Männer 1. 2. 3. 4. 3:17:54 h3:18:31 h3:20:41 h3:27:46 h Teilwertung U23-Frauen 1. 2. 3. 4. 3:46:54 h3:50:48 h3:59:05 h4:02:05 h Teilwertung U20-Junioren 1. 2. 3. 4. 2:21:17 h2:21:18 h2:22:47 h2:26:31 h Teilwertung U20-Juniorinnen 1. 2. 3. 2:46:16 h2:49:18 h2:51:17 h Chronik ← Länderkämpfe 1997 Länderkämpfe 1999 →

Im Jahr 1998 wurden sechs Leichtathletikländerkämpfe mit deutscher Beteiligung in sechs Veranstaltungen ausgetragen. Das waren zwei Vergleiche weniger als im Vorjahr. Allerdings sind die Zahlen nicht wirklich eins zu eins vergleichbar. Begründet ist das in unterschiedlichen Verfahren zur Wertung der Länderkämpfe. Die meisten Vergleiche bestanden in Aufeinandertreffen mit gemeinsamer Wertung für Männer und Frauen, die in dieser Form als jeweils ein Länderkampf gezählt werden. Begegnungen mit getrennter Wertung für die Geschlechter stellen dagegen jeweils zwei Länderkämpfe dar. Nach in der Vergangenheit üblicher Zählung mit stets getrennter Wertung wären 1997 dreizehn Vergleiche zustande gekommen, 1996 wären es zwölf gewesen.

Die Zahl der Begegnungen pro Jahr hielt sich wieder sehr im Rahmen auf einem niedrigen Niveau. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben.

Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 4. September 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 4. September 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 4. September 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1998)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 4. September 2025 und der Geher-Europacup (ab 1998) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.

Entwicklung des Länderkampfwesens Die Bedeutung der Ländervergleiche blieb weiter auf einem Niveau, das nicht vergleichbar war mit der Zeit bis in die 1960er und Anfang 1970er Jahre. Fast alle Begegnungen wurden nur noch für Nachwuchsathleten reserviert, in diesem Jahr gab es nur einen einzigen Vergleich ohne Altersbeschränkung, das war der Zehnkampf gegen die USA. Außerdem bestand das Angebot überwiegend aus eingeschränkten Teilbereichen des Leichtathletikprogramms. Nur eine Begegnung umfasste das allgemeine leichtathletische Programm. Vor allem die Konkurrenz durch andere Events wie Welt- und Europameisterschaften, Olympische Spiele, Golden bzw. Diamond League hatte zu diesen Veränderungen und dieser Entwicklung geführt. Im Hinblick auf das Leichtathletikprogramm einer Saison mit Relevanz für Medien und Öffentlichkeit waren Länderkämpfe fast bedeutungslos geworden.

In den Vergleichen 1998 gab es – wie oben schon erwähnt – wieder nur einen Länderkampf mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm, der darüber hinaus mit Einschränkung auf den Altersbereich U23 angeboten wurde. Außerdem standen die Wettbewerbsbereiche Mehrkampf (3 Vergleiche), Straßenlauf (1) und Werfen (1) auf dem Programm. Alle anderen Kategorien wie spezielle Angebote für Springer, Geher oder Bahnläufer wurden nicht ausgetragen. Den für viele Jahrzehnte dominierenden klassischen Länderkampf zwischen zwei Nationen mit je zwei Teamvertretern gab es nun schon seit mehreren Jahren nicht mehr und durch die drastische Verringerung der Länderkampfanzahlen hatte auch die Vielfalt – hier beschrieben im Abschnitt „Verschiedene Formen von Länderkämpfen“ – deutlich abgenommen.

Saisonhöhepunkt Seit der Einführung eines Zwei-Jahres-Rhythmus für die Austragung der Leichtathletik-Weltmeisterschaften gab es in jeder Saison mit den Olympischen Spielen, den Europameisterschaften oder den Weltmeisterschaften einen besonderen Saisonhöhepunkt. In diesem Jahr standen ganz eindeutig die Europameisterschaften von Budapest, ausgetragen vom 18. bis zum 23. August, im Mittelpunkt. Das deutsche Team kam dort auf acht EM-Titel, das waren drei mehr als bei der letzten Austragung 1994. Darüber hinaus eroberte Deutschland sieben Silber- und acht Bronzemedaillen. Damit verbesserte sich die Mannschaft erheblich und belegte im Medaillenspiegel den zweiten Platz knapp hinter Großbritannien (6 Gold- / 4 Silber- / 3 Bronzemedaillen). Hinter Deutschland lagen starke Nationen wie vor allem Russland (6 G / 9 S / 7 B) und Polen (3 G / 4 S / 1 B).

Außerdem gab es 1998 auch wieder einen Europa- und einen Weltcup. Doch auch diese beiden Veranstaltungen hatten mehr und mehr an Bedeutung verloren. In der Regel wurden die Teilnehmerländer nicht durch ihre stärksten Athletinnen und Athleten vertreten, sodass die dort erzielten Ergebnisse im Hinblick auf die wirkliche Leistungsstärke der Nationen kaum Aussagekraft besaßen.

Jahresbilanz In der Saison 1998 gab es für die deutschen Leichtathleten in ihren sechs Länderkämpfen zwei Siege und vier Niederlagen, womit die Bilanz nach einer Saison mit mehr Siegen als Niederlagen wieder negativ war.

Die gemeinsamen Teams von Männer und Frauen gewannen zwei ihrer Länderkämpfe in dieser Saison: Werfer-Vergleich der U23-Männer, U23-Frauen, Junioren und Juniorinnen gegen Frankreich und Italien am 8. März in Saint-Raphaël-Boulouris Ländervergleich der U23-Männer und U23-Frauen gegen Frankreich und Großbritannien am 1. August in Dessau Für die gemeinsamen Teams gab es eine Niederlage: Straßenlaufvergleich der U23-Männer, U23-Frauen, U20-Junioren und U20-Juniorinnen gegen Frankreich und Italien am 4. Oktober im französischen Belfort (Platz zwei hinter Italien) Die deutschen Männer verloren beide ihrer Länderkämpfen: Zehnkampfvergleich gegen die Schweiz, Frankreich, Italien und die Niederlande am 25./26. Juli in der Schweizer Stadt Rapperswil-Jona (Platz zwei hinter den Niederlanden) Zehnkampf-Vergleich des deutschen „Zehnkampf-Teams“ gegen das „USA-VISA-Team“ am 8./9. August in der texanischen Stadt Lubbock Auch die deutschen Leichtathletinnen bezogen in ihrem einzigen Länderkampf in dieser Saison eine Niederlage: Siebenkampfvergleich gegen die Schweiz, Frankreich und Italien am 25./26. Juli in Rapperswil-Jona (Platz vier hinter Frankreich, Italien und der Schweiz) Die Saisonbilanzen lauteten zwei zu eins für die Länderkämpfe mit gemeinsamen Wertungen für Männer und Frauen, null zu zwei für Begegnungen mit alleiniger Wertung für Männer und null zu eins mit alleiniger Wertung für Frauen. Die Bilanz aller Vergleiche im Jahr 1998 war mit zwei zu vier negativ.

Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.

Verschiedene Formen von Länderkämpfen Die folgende Auflistung umfasst alle unterschiedlichen Arten von Länderkämpfen aus der Vergangenheit und Gegenwart bis 1998. In dieser Breite wurden Vergleiche aufgrund der abnehmenden Bedeutung von Länderbegegnungen in den letzten Jahren jedoch nicht mehr praktiziert. Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammDas war die klassische Form von Ländervergleichen. Jede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe je Länderkampf zum Standard geworden. Allerdings wurden die beiden Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter später in der Regel verkürzt als Rennen über 3000 und 5000 Meter durchgeführt oder auch durch einen einzigen Langstreckenwettbewerb ersetzt. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten demnach in der Regel nur der 10.000-Meter-Lauf, der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf.Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Neu hinzu kamen dann auch Rennen über 3000 Meter und 400 Meter Hürden, zwei Laufdisziplinen, die 1984 olympisch geworden waren. 1993 wurde in einem Länderkampf auch schon der 3000-Meter-Hindernislauf – olympisch ab 2008 – für Frauen mit einbezogen. Hinzu kamen für die Frauen ebenfalls der Stabhochsprung (olympisch ab 2000), Dreisprung (olympisch ab 1996) und Hammerwurf (olympisch ab 2000). In Angleichung an das Männerprogramm wurde der 3000-Meter-Lauf 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst. Damit waren es insgesamt neunzehn WettbewerbeIn seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Diese Länderkampfform, die für eine lange Zeit Kern von Leichtathletikländerkämpfen war, wurde immer weniger praktiziert und wurde mehr und mehr fast zur Ausnahme. Sie besaß angesichts der Konkurrenz bedeutender anderer Events nicht mehr die Attraktivität früherer Jahre. Bei den wenigen Austragungen solcher Vergleiche waren in aller Regel nun auch mehr als zwei Länder beteiligt und fast ausnahmslos gab es Altersbeschränkungen. Vergleiche in Teildisziplinen der Leichtathletik: Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Siebenkampf (bis 1980: Fünfkampf), bei den Männern im ZehnkampfDie Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden oft die drei Besten gewertet. Vergleiche der GeherDiese Begegnungen fanden bei den Männern meist in Form von Straßengehen statt. Bei den Männern kamen zwei Disziplinen zur Austragung, ein Wettkampf über 20 Kilometer und ein Wettkampf über eine längere Distanz, die manchmal über 35 und manchmal über 50 Kilometer führte. Der Trend ging hier jedoch eindeutig zur Distanz von 35 Kilometern.1976 kam das Gehen auch für die Frauen ins Länderkampfprogramm. Ausgetragen wurde dabei anfangs ein Wettbewerb über 5000 Meter, 1976 auf der Straße, später wechselweise auf der Bahn oder auf der Straße. Es gab dann vorwiegend Wettbewerbe über eine Streckenlänge von zehn Kilometern. Das Gehen für Frauen hatte inzwischen Fuß gefasst in der Leichtathletik. Bei Olympischen Spielen gab es 1992 in Barcelona zum ersten Mal einen Geher-Frauenwettbewerb, bei Europameisterschaften war das schon in 1986 in Stuttgart zum ersten Mal der Fall gewesen.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land und Wettbewerb wurde verfahren wie in den Mehrkämpfen.