Fackel ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom Hessischen Rundfunk produzierte Beitrag ist die 1332. Tatort-Episode und ist am 22. März 2026 im ORF und im Ersten ausgestrahlt worden. Das Frankfurter Ermittlerduo Azadi und Kulina ermittelt in seinem dritten Fall.
Handlung Fünf Jahre nach einem verheerenden Hochhausbrand, bei dem dreizehn Menschen starben, soll ein Untersuchungsausschuss offene Fragen zur Ursache der Katastrophe klären. Scheinbar hatte vorschriftswidrig verbautes Dämmmaterial die schnelle Ausbreitung des Feuers begünstigt. Steffen Böttcher, Leiter der Firma Styvex, welche das Dämmmaterial seinerzeit herstellte, weist jegliche Schuld und Verantwortung von sich.
Unter den Opferangehörigen ist auch Almila, die Ex-Freundin von Kommissar Hamza Kulina, welche in dem Feuer ihre Mutter verlor. Sie trifft Hamza auf einer Mahnwache wieder und bittet ihn um Hilfe. Verzweifelt und überzeugt davon, dass ein Skandal vertuscht werden soll, überreicht sie Hamza Aufzeichnungen, welche sie zu dem Brand und während des Prozesses gesammelt hat. Sie bittet ihn nach neuen Hinweisen zu suchen und zu ermitteln, bevor der Untersuchungsausschuss in drei Tagen endet.
Zusammen mit seiner Kollegin Maryam Azadi arbeitet Hamza die Aufzeichnungen durch und stößt dabei auf den Suizid eines Materialprüfers, welcher das Dämmmaterial zertifiziert hatte. Schnell wird deutlich, dass es auch hier einige Ungereimtheiten gibt. Mit Unterstützung ihrer Vorgesetzten Sandra Schatz nehmen die beiden die Ermittlungen wieder auf, müssen jedoch mit den Kollegen der Mordkommission Möller und Brombach zusammenarbeiten. Möller hatte den Fall des Suizids bearbeitet.
Während der Ermittlungen werden Maryam und Hamza verfolgt. Zudem versucht man sie gezielt einzuschüchtern. Da nur eine begrenzte Anzahl von Personen von ihren Ermittlungen weiß, halten sie eine undichte Stelle im Präsidium für möglich. Bei Schatz kündigt sich derweil der Justizminister an. Zeitgleich wird deutlich, dass Steffen Böttcher, welcher Verbindungen bis in die Reihen der Politik hat, einiges zu verbergen hat.
Gerade als Maryam und Hamza Hinweise dafür finden, dass Steffen Böttcher wie auch seine Frau Simone etwas mit dem Tod des Materialprüfers zu tun haben müssen, werden sie von Schatz bzw. vom Justizministerium ausgebremst. Hamza, der sich Almila gegenüber verpflichtet fühlt, nimmt die offensichtliche Tatsache der Korruption sehr mit. Bei einem Treffen bedankt sich Almila bei ihm für seinen Einsatz und überreicht ihm einen Brief, welchen er jedoch erst zu einem bestimmten Zeitpunkt öffnen soll.
Nachdem eine Zeugin, eine junge Frau die damals ebenfalls als Assistentin der Materialprüfstelle in der Sache gearbeitet hat und nun aussagen sollte, tot aufgefunden wird, verhaften Maryam und Hamza Simone Böttcher. Im Präsidium trifft sie auf Kommissar Möller, der sie versteckt zum Schweigen auffordert. Maryam schafft es jedoch, ihr durch gezielte Fragen ein Geständnis zu entlocken. Sie hatte den Materialprüfer gemeinsam mit Kommissar Möller, welchen sie schon lange kennt, ermordet, da sie bei einer Aussage des Materialprüfers zum Hochhausbrand um ihre finanzielle Sicherheit fürchten musste. Eine Beteiligung ihres Mannes bleibt offen. Möller wird verhaftet.
Hamza liest den Brief, welchen Almila ihm geschrieben hat, und erkennt, dass es sich um einen Abschiedsbrief handelt. Während er nun zu ihrer Wohnung eilt, fährt Almila, mit einem Kanister Benzin im Rucksack zum Firmensitz von Styvex. Vor dem Gebäude übergießt sie sich mit dem Benzin und setzt sich in Brand. Als Hamza wenig später dort eintrifft, bricht er zusammen.
Später besucht er zusammen mit Maryam Almilas Grab, welche neben ihrer Mutter bestattet wurde.
Hintergrund Der Film wurde vom 24. März 2025 bis zum 23. Mai 2025 in Frankfurt am Main und Umgebung gedreht.
In einer Schlüsselszene kurz vor dem Ende des Films ist der Gospelsong Wayfaring Stranger in einer Fassung von Eva Cassidy zu hören.https://tatort-fans.de/tatort-folge-1332-fackel/#musik (abgerufen am 24. März 2026).
Das Schweizer Fernsehen verzichtete auf die Ausstrahlung dieser Folge mit Verweis auf die Brandkatastrophe in Crans-Montana und zeigte stattdessen die Folge „Das jüngste Geißlein“.SRF zeigt lieber einen Sonntagskrimi ohne Brandkatastrophe, Tagesanzeiger, 22. März 2026. Diese war aus demselben Grund am ursprünglichen Premieretermin am 4. Januar 2026 in der Schweiz ebenfalls nicht ausgestrahlt worden.
Die Handlung der Folge nimmt Bezug auf reale Hochhausbrände wie den Brand des Grenfell Towers in London im Jahr 2017, der aufgrund seines dramatischen Verlaufs weltweit Beachtung fand.
Einschaltquoten Die Erstausstrahlung von Fackel am 22. März 2026 wurde in Deutschland von 8,62 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 33,8 % für Das Erste.
Weblinks
Pressedossier des ARD
Einzelnachweise
Licht Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmtitel 2026