mini|Vukosi Marivate Vukosi Marivate ist ein südafrikanischer Informatiker und Professor für Informatik an der Universität Pretoria, dessen Arbeit sich auf Künstliche Intelligenz und Sprachtechnologien für afrikanische Sprachen konzentriert. Er gilt als Experte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. Er ist Mitgründer des KI-Unternehmens Lelapa AI. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte er als südafrikanischer Projektleiter des länderübergreifenden Datensatzvorhabens „Africa Next Voices“, das KI-geeignete Sprachdaten in afrikanischen Sprachen offen zugänglich machen soll.

Leben Marivate baute seine akademische Laufbahn an der Universität Pretoria auf, wo er als Professor und als Lehrstuhlinhaber und Leiter für Data Science wirkt und sich dem Aufbau inklusiver KI-Forschung widmet. Er setzt sich zur Ermöglichung von mehr Teilhabe an KI-Fortschritten für den Aufbau wissenschaftlicher Gemeinschaften in Afrika ein, darunter Deep Learning Indaba. Während der COVID-19-Pandemie trug er zum Aufbau eines öffentlich zugänglichen Datenportals zu südafrikanischen Fallzahlen bei und wurde 2020 in der Mail-&-Guardian-Reihe „200 Young South Africans“ gewürdigt.

Wirken Marivate setzt sich dafür ein, dass KI die Mehrsprachigkeit Afrikas widerspiegelt und niemanden vom digitalen Wandel ausschließt. Er sagte einmal: „Wir denken in unseren eigenen Sprachen, träumen in ihnen und deuten die Welt durch sie. Wenn Technologie das nicht widerspiegelt, droht eine ganze Gruppe abgehängt zu werden.“ Gemeinsam mit Partnern arbeitet er am Projekt „Africa Next Voices“, das in zwei Jahren 9000 Stunden gesprochener Sprache in 18 Sprachen aus Kenia, Nigeria und Südafrika aufgezeichnet und als offene Daten bereitgestellt hat. Er leitete die Forschung in Südafrika, die u. a. Setswana, isiZulu, isiXhosa, Sesotho, Sepedi, isiNdebele und Tshivenda erfasste. Das Vorhaben wurde durch einen Zuschuss der Gates Foundation in Höhe von 2,2 Mio. US-$ ermöglicht. Zugleich verfolgt er mit Lelapa AI die Entwicklung von Sprachtechnologien und Anwendungen, die ausdrücklich für afrikanische Kontexte entworfen sind. Als Leiter des African Institute for Data Science and Artificial Intelligence (AfriDSAI) an der Universität Pretoria wirbt er Mittel für Nachwuchsförderung und Forschung ein; 2025 unterstützte Google die Arbeit des Instituts mit 1 Mio. US-$.

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