Murad Telman oğlu Mirzəyev (eingedeutscht Murad Mirsajew; * 31. März 1976 im Dorf Muğan Gəncəli, Provinz Sabirabad, Aserbaidschanische SSR, UdSSR; † 2. April 2016 im Dorf Talış, Provinz Ağdərə, Republik Aserbaidschan) war ein Oberstleutnant der aserbaidschanischen Armee. Er starb im sogenannten Vier-Tage-Krieg Anfang April 2016 in Bergkarabach und wurde mit dem Titel Nationalheld Aserbaidschans ausgezeichnet.

Leben Mirzəyev besuchte die Cəmşid-Naxçıvanski-Militärschule in Baku. 1998 schloss er eine Höhere Militärakademie in der Türkei ab. Anschließend nahm Mirzajew an Militärübungen in den USA, Rumänien und Jordanien teil.

In der Nacht zum 2. April 2016 kam es an der Kontaktlinie zwischen den armenischen und aserbaidschanischen Streitkräften in Bergkarabach zu schweren Gefechten, die erst mit dem am 5. April geschlossenen Waffenstillstandsabkommen endeten. Während dieser Kämpfe fiel Oberstleutnant Mirzəyev bei den Kämpfen um die Höhenzüge in der Nähe des Dorfes Talış. Am 10. April wurde der Leichnam von Mirzəyev durch Vermittlung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz an die aserbaidschanische Seite übergeben. Am darauffolgenden Tag wurde er auf der sogenannten „zweiten Ehrenallee“ (Fəxri Xiyaban) beigesetzt.

Am 19. April 2016 verlieh der Präsident Aserbaidschans Ilham Alijew Mirzəyev für seine Tapferkeit posthum die Auszeichnung „Nationalheld Aserbaidschans“.

Mirzəyev war verheiratet und hinterließ 2 Kinder.

Einzelnachweise

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