mini|Mamta Sagar (2018) Mamta G. Sagar (; * 19. Januar 1966 in BangaloreMamta Sagar. In: Lyrikline.org. Abgerufen am 6. September 2025.) ist eine indische Lyrikerin, Dramatikerin, Übersetzerin und Wissenschaftlerin, die vorwiegend in der Sprache Kannada arbeitet. Sie lebt und arbeitet in Bengaluru und ist als Dozentin am Srishti Manipal Institute of Art, Design & Technology tätig.
Leben Sagar promovierte an der University of Hyderabad mit einer Arbeit über „Gender, Patriarchy and Resistance: Contemporary Women’s Poetry in Kannada and Hindi (1980–2000)“. Vor ihrem Wechsel an das Srishti Manipal Institute lehrte sie u. a. an der University of Hyderabad und an der Bangalore University. Am Srishti Manipal Institute leitet sie das Creative-Writing-Programm (Head of Studies).
Wirken Sagars Arbeiten thematisieren wiederkehrend Identitätspolitik, Feminismus und sprachlich-kulturelle Vielfalt.
Sie veröffentlichte mehrere Gedichtbände, darunter Kaada Navilina Hejje (1992), Nadiya Neerina Teva (1999), Hiige HaaLeya Maile HaaDu (2007) sowie die zweisprachige Auswahl Hide & Seek (2014). Zu ihren Theaterarbeiten zählen u. a. Chukki Chukki Chandakki (1993), Mayye Bhaara Manave Bhaara (engl. The Swing of Desire) und Aa Ondu Raatri. Die englische Übersetzung The Swing of Desire erschien im Sammelband Staging Resistance: Plays by Women in Translation (Oxford University Press, 2004). 2018 entstanden mit Srishti Films drei Poesie-Kurzfilme zu ihrer Gedichtsammlung unter dem Titel Interversions I–III.
Seit 2013 kuratiert sie das mehrsprachige Community-Format Kaavya Sanje, das u. a. beim Bangalore Literature Festival präsentiert wurde.
Sie wirkte am Goethe-Institut-Projekt Poets Translating Poets mit und arbeitete dort u. a. mit Orsolya Kalász, Nicolai Kobus und Ulf Stolterfoht zusammen. Ihr Gedicht For Gauri zu Ehren der 2017 ermordeten Journalistin Gauri Lankesh wurde von Vasu Dixit und Bindhumalini vertont und weitverbreitet aufgeführt.
Für ihre Übersetzung von Elif Shafaks Roman The Forty Rules of Love ins Kannada erhielt sie 2017 den Bhasha Bharathi Translation Award. Für ihr literarisches Gesamtwerk wurde sie 2024 in Abuja (Nigeria) mit dem World Literary Prize der World Organization of Writers (WOW) ausgezeichnet. Weblinks
Einzelnachweise
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