mini|Hans Seeling, porträtiert von August Weger Hans Seeling (* 14. Februar 1828 in Prag; † 26. Februar 1862 ebenda)Seeling, Hans. In: Rudolf M. Wlaschek: Biographia Judaica Bohemiae. Band 1. Forschungsstelle Ostmitteleuropa, Dortmund 1995, ISBN 3-923293-47-X, S. 192. war ein böhmischer Klaviervirtuose und Komponist.

Leben und Werk Seeling wurde unterschiedlichen Quellen zufolge entweder 1828 oder 1829 als Kind einer jüdischen Familie in Prag geboren. Als angesehener Klaviervirtuose und Pianist machte er sich als junger Mann schnell in zahlreichen Tourneen in verschiedenen Ländern Europas einen Namen, erkrankte jedoch früh an einer schweren Lungenerkrankung. Im Jahr 1852 und den Folgejahren bereiste er Italien, Frankreich und den östlichen Mittelmeerraum, in der Hoffnung auf Besserung seines Gesundheitszustandes durch das mildere Klima. Als sich sein Gesundheitszustand jedoch weiter verschlechterte zog er 1862 in seine Geburtsstadt zurück, wo er kurze Zeit später starb.

Seeling gilt als lyrikaffiner Komponist. Unter seinen ausschließlich dem Klavier gewidmeten Werken befinden sich sowohl virtuose Konzertetüden von hohem Schwierigkeitsgrad als auch poetische Lieder sowie weitere andere Einzelwerke.

Werke (Auswahl) Poesie op. 7 Nr. 1 (Larghetto) Poesie op. 7 Nr. 2 (Appassionato) Fünf Schilflieder nach den Gedichten von Nikolaus Lenau, op. 11 12 Concert-Etuden op. 10 Barcarole op. 9 Memoiren eines Künstlers op. 11

Weblinks

Klassik Heute - "Hans Seeling Piano Works": Besprechung von Norbert Florian Schuck

Einzelnachweise

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