mini|hochkant|Wappen derer von Reumont von 1846 im Siebmachers Wappenbuch mini|hochkant|Denkmal für Alfred von Reumont (Historiker) (1808–1887) in Aachen neben dem Ponttor Reumont ist der Name eines preußischen Briefadelsgeschlechts.

Die Familie ist von den wappenverschiedenen Reumondt zu unterscheiden, auch wenn Leopold von Ledebur und Ernst Heinrich Kneschke die Familien fälschlicherweise vermischen.Kneschke (1867), S. 464.Ledebur (1856), S. 285.

Geschichte Das Geschlecht erscheint zunächst vom 12. bis 14. Jahrhundert als ritterliches Geschlecht „de Reumont“ in dem Lüttichschen Hespengau. Die sichere Stammreihe beginnt mit Martin Reumont (* um 1615). Hubert Lambert Reumont kam in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus der Region um Stablo nach Aachen und erwarb dort 1732 das Bürgerrecht.Hefner/Grenser/Mülverstedt (1878), S. 324.Genealogisches Handbuch des Adels, Band 122, 2000, S. 340.

Gerhard Reumont (1765–1828), Sohn des Lambert Reumont (1739–1811) aus Spa, Inhaber einer Kesselgießerei sowie Ratsherr in Aachen, und der Ottilie Hamacher (1737–1790), war ab 1807 mit Lambertine Kraussen (1786–1850) verheiratet. Die Eheleute hatten zwei gemeinsame Söhne, den Historiker und Diplomaten Alfred von Reumont (Historiker) (1808–1887), königlich-preußischer Legationsrat, der am 15. Dezember 1846 den preußischen Adelsstand verliehen bekam, sowie den preußischen Sanitätsrat Alexander Reumont (1817–1887). Von letzterem stammen Gerhards Enkel und Landrat im Kreis Erkelenz Alfred von Reumont (Landrat) (1863–1942) und dessen Sohn und Oberst im Oberkommando der Wehrmacht Alfred von Reumont (Offizier) (1898–1984) ab. Landrat Alfred von Reumont wurde für seine Verdienste im Amt am 22. Mai 1911 in den preußischen Adelsstand erhoben.A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873–1918. Görlitz 1939, S. 185. Außerdem wurde um 1950 im Ortskern von Erkelenz eine Straße nach ihm in „Von-Reumont-Straße“ umbenannt.

Das Familiengrab derer von Reumont befindet sich auf dem Aachener Ostfriedhof.

Wappen Das Wappen von 1846 zeigt in Silber drei rote Schrägrechtsbalken, überdeckt von einem erhöhten dreilatzigen blauen Turnierkragen. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken eine goldene Lilie vor einem schräglinks stehenden langen goldenen Stab mit Patriarchenkreuz. Das Wappen von 1911 ist von Silber und Rot dreimal schrägrechts geteilt, überdeckt von einem erhöhten dreilatzigen blauen Turnierkragen. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein flugbereiter natürlicher Reiher.

Persönlichkeiten Alexander Reumont (1817–1887), deutscher Badearzt

Gerhard Reumont (1765–1828), deutscher Badearzt

Literatur Otto Titan von Hefner, Alfred Grenser, George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 2. Abt., Bd. 1, T. 2: Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute M–Z, Nürnberg 1878, S. 324 (uni-goettingen.de) und Tfl. 377 (uni-goettingen.de). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 7: Ossa–Ryssel, Leipzig 1867, S. 464 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 285 (digitale-sammlungen.de). Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XI, Band 122 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2000, S. 340,

Einzelnachweise

Kategorie:Preußisches Adelsgeschlecht