Die Dampffähre Loschwitz-Blasewitz wurde 1863 in der Schiffswerft Blasewitz gebaut. Das Schiff wurde mit der Baunummer 6 auf Kiel gelegt.
Geschichte Nach der Indienststellung 1864 fuhr das Schiff für die Vereinigte Sächsisch-Böhmische Dampfschiffahrt, die im März 1867 in die Sächsisch-Böhmische Dampfschiffahrts-Gesellschaft (SBDG) umgewandelt wurde. Der Fährdampfer verkehrte zwischen den Dresdner Villen-Vororten Loschwitz und Blasewitz. Die Anlegestellen befanden sich am Schillergarten in Blasewitz und im Bereich der heutigen Friedrich-Wieck Straße in Loschwitz. Neben dem Antrieb als Gierseilfähre konnte sie aber auch ohne Seil fahren. Platz hatten 250 Passagiere oder drei Pferdefuhrwerke. 1885 wurde das Schiff abgewrackt.
Die Dampfmaschine Die Dampfmaschine sowie der stehende Ein-Flammrohr-Kessel wurden von der Wilhelmshütte, Akt.-Ges. für Maschinenbau und Eisengießerei in Sprottau gebaut. Es handelte sich um eine oszillierende Niederdruck-Zweizylinder-Zwillings-Dampfmaschine mit einer Leistung von 75 PS. 1880 wurde der Kessel durch einen gleichwertigen Neubau der Österreichischen Nordwest Dampfschiffahrts-Gesellschaft (ÖNWDG) ersetzt. Nach dem Abwracken des Schiffes wurde die Dampfmaschine nach Torgau verkauft.
Kapitäne des Schiffes Bieberstein 1864 Zöllner 1865 W. Tobias 1866 Fehrmann 1867–1868 Mai 1869–1871 Fehrmann 1872–1884
Literatur Hans Rindt: Die Weisse Flotte Dresden. Deutsches Schiffahrtsarchiv 3, S. 69–114 Adreß und Geschäftshandbuch der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden 1863 bis 1884
Weblinks Dampffähre Loschwitz-Blasewitz Dampfmaschine
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