mini|alt=Lizzie the elephant.|Elefantin Lizzie, ca. 1916. Lizzie war eine Indische Elefantenkuh, die während des Ersten Weltkrieges von Thos. W. Ward Ltd. zum Transport von Schrott in Sheffield eingesetzt wurde.

Vor 1916 Lizzie gehörte zu Sedgwick’s Menagerie, einer Wandermenagerie im Besitz von William Sedgwick. Sie wurde erstmals nach Sheffield gebracht, als Sedgwick’s Menagerie den Winter in der Nähe von Wicker Arches verbrachte.

1916–1918 mini|Lizzie beim Transport eines Apparates. Während des Ersten Weltkriegs wurden viele Pferde aus Privatbesitz requiriert, darunter mindestens drei Pferde der Firma Thos. W. Ward. Um diese Pferde zu ersetzen, mietete der Besitzer Thomas W. Ward etwa im Februar 1916 Lizzie von Sedgwick’s. Um Lizzie auf das Ziehen von Karren auf dem Gelände von Thos. W. Ward vorzubereiten, wurde sie mit einem maßgefertigten Geschirr und Lederstiefeln ausgestattet, um ihre Ballen vor herumliegenden Metallteilen zu schützen (die auf dem Gelände von Thos. W. Ward häufig vorkamen). Obwohl Lizzie ein ungewöhnlicher Ersatz war, eignete sie sich hervorragend für diese Aufgabe. Sie war im Tierpark an das Training gewöhnt und kannte den Umgang mit vielen Menschen. Es gibt sogar Geschichten darüber, wie sie jemandem einen Apfel aus der Tasche stahl, einem Jungen den Hut vom Kopf riss, und sogar mit ihrem Rüssel ein Abendessen durch ein Fenster schmuggelte. Einer anderen Geschichte zufolge stieß sie beim Spielen mit einer Dampfmaschine diese um. Lizzie wurde schnell zu einem beliebten Teil des Stadtbildes. Manche Einheimische brachten Lizzie sogar Leckereien.

Kamele, vermutlich ebenfalls aus Sedgwick’s Menagerie, wurden in ähnlicher Weise in der Gegend um Sheffield eingesetzt. Sie wurden jedoch nie so beliebt bei den Einheimischen wie Lizzie.

Nachkriegszeit Was nach Kriegsende mit Lizzie geschah, ist unklar. Möglicherweise arbeitete sie weiterhin für Thos. W. Ward, da sie drei Pferde ersetzen konnte und zu einer Art Maskottchen des Unternehmens geworden war. Es ist auch denkbar, dass sie in der Landwirtschaft arbeitete. In Horley wurden bereits mehrere Elefanten zum Pflügen der Felder eingesetzt, und der Boden wäre für die Elefantenfüße schonender als das Kopfsteinpflaster von Sheffield. Eine andere Theorie besagt, dass Lizzie zu Sedgwicks Menagerie zurückkehrte.

Wirkung Die Fundraisingkampagne „Herd of Sheffield“ mit Elefantenfiguren 2016 wurde von Lizzies Geschichte inspiriert. 2023 wurde eine Gedenktafel an dem Stall angebracht, in welchem Lizzie untergebracht gewesen war. Einheimische verwenden manchmal die Redewendung „done up like Tommy Ward’s elephant“ („beladen wie Tommy Wards Elefant“), um jemanden zu beschreiben, der viel ertragen muss. Ein Bus des öffentlichen Nahverkehrs Sheffield Community Transport wurde ihr zu Ehren „Lizzie Ward“ genannt.

Einzelnachweise

Kategorie:Individueller Elefant Kategorie:Englische Geschichte (20. Jahrhundert) Kategorie:Vereinigtes Königreich im Ersten Weltkrieg Kategorie:Sheffield