Kudyny () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).

Geographische Lage Kudyny liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer südöstlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland () bzw. 28 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg ().

Geschichte Das seinerzeitige Gutsdorf Conterhof wurde 1820 erstmals erwähnt und nannte sich bald nach 1820 Comthurhof, wobei die Schreibweise Komthurhof erst nach 1912 festzustellen ist.Dietrich Lange: Komthurhof, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1820 erscheint Comthurhof als adliges Vorwerk mit vier Feuerstellen bei 34 Einwohnern.

Ab 1908 wurde Komthurhof als Gutsbezirk im Amtsbezirk Quittainen (polnisch Kwitajny) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, genannt.Rolf Jehke: Amtsbezirk Quittainen Im Jahre 1910 wurden noch einmal 34 Einwohner in Komthurhof gezählt.Meyers Gazetteer: Komthurhof

Am 30. September 1928 verlor der Gutsbezirk Komthurhof seine Eigenständigkeit, als er sich mit dem Nachbargutsbezirk Solainen (polnisch Zielno) und den Landgemeinden Krönau (Kronin) und Taulen (Tulno) zur neuen Landgemeinde Krönau im Amtsbezirk Grünhagen (Zielonka Pasłęcka) zusammenschloss.Rolf Jehke: Amtsbezirk Grünhagen

In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Komthurhof erhielt die polnische Namensform „Kudyny“. Der Ort ist heute ein Weiler und ein Ortsteil von Zielno (Solainen) innerhalb der Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk (Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Bis 1945 war Komthurhof in die evangelische Kirche Grünhagen (polnisch Zielonka Pasłęcka) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei der Stadt Preußisch Holland eingegliedert.

Heute gehört Kudyny zur katholischen Pfarrei Zielonka Pasłęcka im Bistum Elbląg sowie zur evangelischen St.-Georgs-Kirche Pasłęk in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Kudyny liegt an einer Nebenstraße, die von Zielonka Pasłęcka (Grünhagen) über Kronin (Krönau) bis nach Kalnik (Kahlau) an der Woiwodschaftsstraße 527 führt.

Die nächste Bahnstation ist Zielonka Pasłęcka. Sie liegt an der PKP-Bahnlinie 220: Olsztyn–Bogaczewo (Allenstein–Güldenboden).

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1820 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Pasłęk