Die Villa Roderbourg ist eine denkmalgeschützte Villa im Berliner Ortsteil Grunewald, Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Sie wurde 1914 errichtet und gilt als typisches Beispiel für die repräsentativen Villenbauten im Grunewald jener Zeit.
Geschichte Die Villa entstand in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs des frühen 20. Jahrhunderts. Bauherr war die Privatiersfamilie Knopf,Villa Roderbourg. In: villa-roderbourg.de. die Bauleitung hatte der Architekt Richard Halfter.Landhaus Koenigsallee 62. In: denkmaldatenbank.berlin.de. Wenige Jahre später kaufte sie der Unternehmer Carl H. Roderbourg, nach dem das Gebäude bis heute benannt ist. Es befindet sich an der Koenigsallee, einer der bedeutendsten Villenstraßen Berlins.
Roderbourg bewohnte das Gebäude bis zu seinem Tod 1940. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Villa weitgehend erhalten und wurde weiterhin als repräsentatives Wohnhaus genutzt.
Heute beherbergt sie unter anderem ein Goldschmiedeatelier & Juweliergeschäft und ein Porzellan-Fachgeschäft.
Architektur Die Villa Roderbourg wurde im Stil des späten Historismus mit neobarocken und klassizistischen Elementen errichtet. Charakteristisch sind:
eine symmetrische Fassadengliederung mit Risalit, reiche Stuckornamente, ein hohes Walmdach mit Gauben, repräsentative Eingangssituation mit Freitreppe.
Die Gestaltung entspricht den typischen Villenarchitekturen im Grunewald zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die für wohlhabende Kaufleute und Industrielle errichtet wurden.
Denkmalschutz Die Villa Roderbourg ist in der Berliner Denkmalliste eingetragen. Sie gilt als bedeutendes Beispiel für die Bau- und Kulturgeschichte der Grunewalder Villenkolonie.
Weblinks
Einzelnachweise
Roderbourg Kategorie:Berlin-Grunewald Kategorie:Baudenkmal in Berlin Kategorie:Bauwerk des Historismus in Berlin Kategorie:Erbaut 1914