Sokólka () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage Sokólka liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, fünf Kilometer südwestlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland () bzw. 17 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg ().
Geschichte Der kleine Ort Sangershausen, auch oft als Forst Alt Kußfeld bezeichnet, wurde vor 1880 gegründet.Dietrich Lange: Sangershausen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Es handelte sich dabei um einen Wohnplatz in der Landgemeinde Alt Kußfeld (polnisch Stare Kusy), die ihrerseits bis 1907 zum Amtsbezirk Neu Kußfeld (polnisch Nowe Kusy), danach zum Amtsbezirk Hirschfeld (polnisch Jelonki) gehörte.Rolf Jehke: Amtsbezirk Hirschfeld
Am 1. April 1938 wurde Sangershausen aus der Landgemeinde Alt Kußfeld in den Gutsbezirk Neu Kußfeld im Amtsbezirk Drausenhof (polnisch Drużno) umgegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Neu Kußfeld/Weeskenhof/Drausenhof Eineinhalb Jahre später fusionierten Weeskenhof (polnisch Rzeczna) und Neu Kußfeld (mit Sangershausen) zum Gutsbezirk Remonteamt Weeskenhof, der am 10. Juli 1940 in den gemeindefreien Gutsbezirk Remonteamt Weeskenhof umgewandelt wurde, dessen Wohnplatz Sangershausen bis 1945 war.
Im Jahre 1945 wurde in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten. Sangershausen erhielt in diesem Zusammenhang die polnisch Namensform „Sokółka“ und ist heute eine Osada (= „Siedlung)“ im Verbund der Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk (Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Bis 1945 war Sangershausen über die Landgemeinde Alt Kußfeld in die evangelische Kirche in Hirschfeld (polnisch Jelonki) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in Preußisch Holland (Pasłęk) eingegliedert.
Heute gehört Sokólka zur evangelischen St.-Georgs-Kirche in Pasłęk in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen sowie zur römisch-katholischen Pfarrei in Jelonki (Hirschfeld) im Bistum Elbląg.
Verkehr Sokólka liegt abseits vom Verkehrsgeschehen an einer Nebenstraße, die von Nowe Kusy (Neu Kußfeld) über Stare Kusy (Alt Kußfeld) nach hier führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1880 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Pasłęk