Die Odyssee (Originaltitel The Odyssey) ist ein 2026 erschienener Action-Fantasy-Film, der von Christopher Nolan geschrieben, inszeniert und koproduziert wurde. Der Kinostart erfolgte in Deutschland am 16. Juli 2026.

Der Film ist eine Adaption des Homer zugeschriebenen antiken griechischen Epos Odyssee. Matt Damon spielt Odysseus, den griechischen König von Ithaka. Der Film erzählt die Geschichte seiner langen und gefährlichen Heimreise nach dem Trojanischen Krieg, auf der er versucht, wieder zu seiner Frau Penelope zu finden. Zum Ensemble gehören außerdem unter anderem Tom Holland, Anne Hathaway, Zendaya, Lupita Nyong’o, Robert Pattinson, Charlize Theron und Jon Bernthal. Der Film wurde von Universal Pictures und Nolans Produktionsfirma Syncopy produziert und auch von Universal Pictures vertrieben.

Nach der erfolgreichen Veröffentlichung und der Preisverleihung für den Film Oppenheimer (2023) begann Nolan mit dem Schreiben seines nächsten Films und im Oktober 2024 wurde bekannt gegeben, dass er dafür erneut mit Universal zusammenarbeiten würde. Das Casting fand in den folgenden Monaten statt und im Dezember 2024 wurde der Film als Adaption der Odyssee angekündigt. Die Dreharbeiten begannen im Februar 2025 und fanden in verschiedenen Regionen weltweit statt, darunter in Marokko, Griechenland, Italien, Schottland, Island und der Westsahara. Mit einem geschätzten Produktionsbudget von 250 Millionen Dollar wurde dies der teuerste Film in Nolans Karriere und der erste Blockbuster, der vollständig mit 70-mm-IMAX-Filmkameras gedreht wurde.

Handlung Der Film beginnt acht Jahre nach Ende des Trojanischen Krieges. Odysseus, König von Ithaka, ist noch nicht zurückgekehrt und sein Schicksal unbekannt. Der Palast Ithakas wird seit zwei Jahren von Freiern besetzt, die seine Frau Penelope drängen, einen neuen Gatten und König zu wählen. Odysseus’ Sohn Telemachos streitet mit seiner Mutter und sagt, dass er den Thron besteigen könnte; hingegen sagt sie, dass sie in den zwanzig Jahren von Odysseus’ Abwesenheit geherrscht habe und dass es Gerede von einer Gefahr durch die „Völker von der See“ gebe. Vor dem Krieg hat Odysseus selbst sie gebeten, falls er nicht zurückkehren werde, neu zu heiraten. Sie gab ihm damals ihre Anstecknadel mit, die die Göttin Athene darstellt. Seine Soldaten, teilweise damals noch Kinder, wählte er per Los aus. Dabei betrog Antinoos ihn so, dass er an seiner Stelle Sinon in den Krieg schickte. Die Freier, nun angeführt von ebendiesem Antinoos, versuchen, Telemachos zum Kampf zu provozieren, damit sie ihn töten und als Erben eliminieren können. Odysseus’ Familie ehrt aber das Gastrecht als Gesetz des Zeus, weil jeder Fremde ein Gott in versteckter Menschengestalt sein könnte. Nachdem ein reisender Bettler erzählt hat, Menelaos sei bereits nach Sparta zurückgekehrt, und die Freier den blinden Hirten Eumaios quälen und Odysseus’ Hund Argos vor die Tür setzen, bricht Telemachos mit Mentor nach Sparta auf, um Informationen über seinen Vater in Erfahrung zu bringen.

In Sparta wird Telemachos von Menelaos und dessen Frau Helena empfangen, die ihn als Sohn des Odysseus erkennen. Menelaos kennt Odysseus’ Schicksal nach dem Krieg nicht, aber erzählt von dem Trojanischen Pferd: Als der Krieg ausweglos erschien, ersann Odysseus die List, die Griechen ein hölzernes Pferd bauen zu lassen und sich darin zu verstecken. Nur Sinon blieb am Strand zurück und erklärte den ankommenden Trojanern, es sei eine Gabe an Athene, sodass sie es in die Stadt zum Tempel der Göttin zogen. In der Nacht stiegen Odysseus und weitere Griechen aus dem Pferd, töteten Wachen und öffneten das Stadttor, um weitere Griechen und Heerführer Agamemnon hineinzulassen. Während Helena das Schicksal des bei seiner Rückkehr ermordeten Agamemnon rechtfertigt, berichtet Menelaos, dass dieser von seinem Sohn Orestes gerächt worden sei. Bevor Telemachos zur Rückkehr aufbricht, warnt auch Menelaos ihn, Ithaka müsse sich auf die Völker von der See vorbereiten.

Odysseus befindet sich derweil auf der Insel Ogygia bei der Nymphe Kalypso. Er hat Schwierigkeiten, sich zu erinnern, warum er dort ist und wo er hinwollte, baut aber dennoch an einem Floß. Kalypso hilft ihm endlich, sich zu erinnern und zu erzählen, was ihm passiert ist:

Als der Krieg schließlich gewonnen war, brachen die verschiedenen Gruppen von Griechen in ihre Heimat auf. Odysseus aber entschied, nicht Agamemnon zu folgen, sondern den Wind sie führen zu lassen, damit sie auf längerer Route auch neue Orte sehen würden. Er und seine Schiffskameraden kamen, nachdem sie bei den Kikonen geplündert hatten, um Vorräte anzulegen, zuerst zu einer Insel, wo sie einem Schaf in eine Höhle folgten, die von dem Kyklopen Polyphem bewohnt wurde. Indem sie nachts mit einem brennenden Stab sein Auge blendeten, entkamen sie schließlich. Doch da der Kyklop ein Sohn des Meeresgottes Poseidon war, wurden sie von da an durch Stürme und Wellen vom Weg abgebracht. Als Nächstes kamen sie zur Insel Aiaia, wo sie von Riesen, den Laistrygonen, gejagt wurden. Nachdem sie sich zu den Booten gerettet hatten, befahl Odysseus, nicht aufs offene Meer zu fliehen, sondern entlang der Küste zu fahren, bis sie ein Haus entdeckten. Ein Trupp, angeführt von Eurylochos, traf dort auf Kirke, die ihnen Speisen anbot, sie aber während des Essens in Schweine verwandelte. Odysseus, der währenddessen jagen ging, entdeckte, dass die Tiere der Insel verwandelte Menschen sind. Indem er ihre Krähe, die eigentlich ihre verwandelte Schwester ist, bedrohte, brachte er die Zauberin dazu, seine Männer zurückzuverwandeln. Kirke erklärte weiter, er müsse mit dem Seher Teiresias sprechen, aber nur er alleine werde heimkehren.

Am Weg zum Hades brachten seine Männer ein Tieropfer dar, um die Toten zu beschwören. Zuerst erschien Odysseus Sinon, der ihm vorwarf, dass Odysseus ihm nicht anvertraut hatte, wofür die Gabe des Trojanischen Pferdes gedacht war; dann Agamemnon, dessen Tod Odysseus überraschte. Agamemnon erklärte, dass er nach seiner Heimkehr von seiner Frau Klytaimnestra – Helenas Zwillingsschwester – getötet wurde, weil er seine Tochter Iphigenie für den Krieg geopfert hatte. Agamemnon riet Odysseus, sich bei seiner Heimkehr nicht offen zu zeigen, sondern erst einmal zu erkundschaften, wie die Situation ist. Dann sprach Teiresias, der Odysseus die nächsten Stationen der Reise erklärte, und zuletzt erschienen die unbestatteten Verstorbenen seiner Mannschaft, die die Lebenden zurück zu den Booten jagten. Als Nächstes segelte Odysseus’ Gruppe an den Felsen der Sirenen vorbei. Odysseus ließ seine Mannschaft Wachs in ihre Ohren stecken und sich selbst an den Mast fesseln, damit er den Sirenengesang anhören könne. Danach ruderten sie an einer Meerenge an dem Strudel Charybdis vorbei, wurden aber von dem Monster Skylla angegriffen. Drittens kamen sie auf die Insel Thrinakia des Sonnengottes, dessen Rinder sie laut Teiresias nicht töten dürfen. Da der Wind sie tagelang nicht weitersegeln ließ, taten Odysseus’ Männer es aber schließlich doch. Bei der Weiterfahrt wurde das Boot durch Stürme zerstört und Odysseus allein an Kalypsos Insel gespült.

Nach seiner Erzählung gesteht diese, dass sie ihn mit Lotos heilte, der aber seine Erinnerung verwischte, und er schon seit sieben Jahren bei ihr ist. Sie lässt ihn sich mit der Anstecknadel wieder an seine Ehefrau Penelope erinnern und das Floß zu Ende bauen, um zu dieser zu gelangen, rät ihm aber, die Kontrolle über dieses den Göttern zu überlassen.

In der Zwischenzeit konfrontiert Antinoos Penelope mit dem Wissen, dass sie das Totentuch für ihren Schwiegervater, das sie webt, jede Nacht wieder auftrennt, um die Freier hinzuhalten, und drängt sie, ihn zu erwählen. Nachdem die Dienerin Melantho ihm verraten hat, wo Telemachos ist, schickt Antinoos eine Gruppe Freier aus, Telemachos in einem Tempel aufzulauern und ihn zu töten. Auf ihrem Weg machen sie bei Eumaios Halt, greifen ihn an und töten seine Schweine. Odysseus wird mit seinem Floß in Ithaka angespült und verkleidet sich als Bettler namens Sinon. Er kommt zuerst zu Eumaios und erfährt von den Angreifern. Er eilt zu dem Tempel, wo Telemachos Athene ein Opfer bringen will, und rettet ihn vor den Angreifern, die Mentor töten. Telemachos bringt den Bettler und Eumaios zum Palast. Als der Bettler den alten Hund Argos grüßt, der sich beim Anblick seines Herrn freut, aber sofort stirbt, erkennt Telemachos, dass es Odysseus ist.

Telemachos lässt für seine Rückkehr ein Festessen ausrichten, bei dem Antinoos den Bettler verhöhnt, als dieser ihm auftragsgemäß das Los zurückgibt, mit dem an seiner Stelle Sinon in den Krieg zog. Nachdem alle Freier gegangen sind, spricht Penelope mit dem Bettler, um zu erfahren, ob er etwas von Odysseus weiß. Er verhindert dabei, dass die Dienerin Eurykleia, die ihm gleichzeitig die Füße waschen soll und ihn dabei an einer bestimmten Narbe erkennt, ihn durch einen Ausruf verrät. Ohne sich als solcher erkennen zu geben, deutet er an, dass Odysseus dadurch beschämt und desillusioniert sei, wie die Griechen die Stadt Troja zerstört und unschuldige Bürger getötet haben, darunter auch eine junge Priesterin der Athene, in deren Gestalt ihm die Göttin seitdem immer wieder erschienen ist. Er trage die Schuld daran, weil das Trojanische Pferd seine List war, und er habe so das Gastrecht, das Gesetz des Zeus, verletzt. Penelope erkennt so, dass die umhersegelnden Ithaker selbst die „Völker von der See“ sind, die laut Odysseus den Zusammenbruch der Bronzezeit und damit das Ende ihres Zeitalters bedeuten.

Penelope erklärt öffentlich, sie werde denjenigen als Gatten wählen, der eine bestimmte Herausforderung bestehen könne. Während diese vorbereitet wird, lässt Telemachos Diener alle Waffen in einen oberen Raum tragen, was der Hirte Melanthios, der Antinoos unterstützt, beobachtet. Zwölf Äxte werden in Paaren so aufgestellt, dass sie jeweils einen kleinen Zwischenraum bilden; die Aufgabe ist, die Sehne auf Odysseus’ Bogen zu spannen und einen Pfeil durch die Reihe dieser Zwischenräume zu schießen. Mehrere Freier scheitern hintereinander bereits am Aufspannen der Sehne. Antinoos lehnt ab, es selbst zu versuchen, und fordert, den Wettkampf zu beenden; Penelope solle nun den Besten aus den Gescheiterten wählen. Der Bettler merkt aber an, dass er es noch nicht versucht hat, und Eumaios erlaubt ihm einen Versuch. Als er den Bogen spannen kann, erkennt Antinoos, dass es sich um Odysseus handelt, und will fliehen, aber die Türen sind verschlossen.

Während Odysseus mit dem Bogen und den Pfeilen die angreifenden Freier abwehrt, darf Telemachos des Gastrechtes wegen nicht eingreifen. Melanthios schleicht sich nach oben, um den Freiern Waffen zu holen, aber Eumaios schließt ihn ein. Darauf hackt Melanthios ein Loch in den Boden und wirft die Waffen hinunter. Aus einer Ecke fordert Antinoos die Freier auf, die Waffen gegen Odysseus einzusetzen. Telemachos kämpft gegen Melanthios und tötet ihn schließlich. Dann wirft er Odysseus sein Schwert hinab, mit dem dieser Antinoos tötet. Die anderen Freier ergeben sich nun. Odysseus, von Pfeilen getroffen, gibt sich durch die Anstecknadel Penelope zu erkennen und bricht dann in ihren Armen zusammen, überlebt aber. Nachdem er Telemachos zum König gemacht hat, reist Odysseus mit Penelope per Schiff gen Westen, um dort die auf seiner Irrfahrt verstorbenen Gefährten zu ehren.

Produktion mini|hochkant|Autor und Regisseur Christopher Nolan arbeitete erneut mit Universal Pictures zusammen, um Die Odyssee als Nachfolger von Oppenheimer zu entwickeln. Nachdem Regisseur Christopher Nolan im März 2024 für seinen Film Oppenheimer (2023) die Oscars für den besten Film und die beste Regie gewonnen hatte, begann er mit dem Schreiben des Drehbuchs für seinen nächsten Film.