mini|Ce qu’il faut dire mit zensierter Seite Ce qu’il faut dire () war eine antimilitaristische, pazifistische und libertäre Zeitung, die in Frankreich während des Ersten Weltkriegs erschien.
Geschichte Das Ziel der Publikation war es, sich gegen den Ersten Weltkrieg und die Anarchisten zu stellen, die sich der Union sacrée angeschlossen und das Manifest der Sechzehn unterzeichnet hatten. Das in der ersten Ausgabe vom 16. April 1916 enthaltene Gegenmanifest wurde zensiert und durfte nicht veröffentlicht werden. Die folgenden Ausgaben wurden trotz der Zensur bis Dezember 1917 in der französischen Armee verbreitet.
Die Zeitung wurde von dem Anarchisten Maurice Vandamme finanziert. Chefredakteur war Sébastien Faure. Daneben gehörten Jean Biso, Charles-Auguste Bontemps, Benoît Broutchoux, André Claudot, Octave Jahn, Madeleine Vernet, Éliacin Vézian und Marcel Voisin zu den Autoren.
Die Zeitung war nicht spezifisch anarchistisch und einige Sozialisten, prominente revolutionäre Syndikalisten, arbeiteten an ihr mit. Sie wurde im Dezember 1917 eingestellt.
Dem Historiker Jean Maitron zufolge illustrieren einige Zahlen den Erfolg der Zeitung:
Weitere Zeitungen mit diesem Namen Seit 2003 besteht in Frankreich eine Zeitung mit dem Titel „CQFD“ (Ce qu'il faut dire, détruire, développer; Was man sagen, zerstören, entwickeln muss) die sich selbst als „Monatszeitschrift für Sozialkritik und Experimente“ bezeichnet. Die Abkürzung bezieht sich aber auch auf den mathematischen Ausdruck Quod erat demonstrandum, der im französischen mit „ce qu’il fallait démontrer“ bezeichnet wird.
Von 1934 bis 1936 gab Marcel Dieu (genannt Hem Day) ein gleichnamiges Blatt in Brüssel heraus; Louis Louvet und Charles-Auguste Bontemps versuchten sie 1944/45 wiederzubeleben.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Zeitung (Frankreich, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Anarchistische Zeitschrift Kategorie:Ersterscheinen 1916 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1917