mini|Wappen von Unterschwarzach mini|Unterschwarzach im Luftbild (2021) mini|Unterschwarzach auf einer Karte von 1748 mini|Gemarkung Unterschwarzach, Stand 1886 mini|Rathaus von Unterschwarzach Unterschwarzach ist eine Ortschaft im Nordwesten von Baden-Württemberg. Es bildet heute einen Teil der Gemeinde Schwarzach im Neckar-Odenwald-Kreis.
Geographie Unterschwarzach liegt im Übergangsbereich des Kleinen Odenwaldes im Norden zum Kraichgau im Süden im Tal des Schwarzbaches, der nach Süden fließt, um in die Elsenz zu münden. Die Gegend ist hügelig und teilweise bewaldet. Zum Ort zählen auch zwei Wohnplätze: Forsthaus, der aus der Wasserburg Schwarzach hervorgegangen ist, und Schwarzacher Hof.Zur Zugehörigkeit der Wohnplätze: Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Der Neckar-Odenwald-Kreis (Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg). Band 2, Jan Thorbecke, Sigmaringen 1992, ISBN 3-7995-6047-5, S. 590.
Benachbarte Gemeinden (auch ehemalige) sind, beginnend im Nordosten und dann im Uhrzeigersinne, Oberschwarzach, Aglasterhausen, Michelbach, Daudenzell und Schwanheim.
Geschichte Unterschwarzach bildet einen Ausbauort des frühen Mittelalters. Im Jahr 1143 wurde es urkundlich erstmals erwähnt. Der Name steht für einen schwarz gefärbten Bach.
Ursprünglich war es im Besitz des Hochstifts Worms, dann des Ritterstifts Odenheim und des Stifts Wimpfen. 1419 wurde es an Ludwig III. aus der Kurpfalz verkauft. Die Ortsherrschaft wurde in der Folgezeit an Adlige aus den Häusern Habern, Landschad, Handschuhsheim und Helmstatt verpfändet.
Verwaltungszugehörigkeit Als Kurpfälzer Ort hatte Unterschwarzach zur Stüber Zent gezählt und war dem Oberamt Heidelberg unterstanden. Mit deren Auflösung 1806 fiel es an Baden. Dort kam es zunächst zum Amt Neckarschwarzach, das aber bereits 1813 aufgelöst wurde. Zwischen 1813 und 1857 gehörte der Ort zum Bezirksamt Neckargemünd, dann bis 1924 zum Bezirksamt Eberbach und anschließend zum Bezirksamt Mosbach. Aus diesem ging 1939 der gleichnamige Landkreis hervor.
Gemeinde Historisch hatten Ober- und Unterschwarzach eine gemeinsame Gemeinde gebildet. Nachdem sie 1823 geteilt worden waren, wurden sie 1972 wiedervereinigt.
Verkehr Durch Unterschwarzach verläuft die Landesstraße 590, die Eberbach im Norden mit Hüffenhardt im Süden verbindet. Auf sie stößt im Ort die Landesstraße 633, die in Neckargerach im Osten beginnt und hier endet.
Religiöses In Unterschwarzach steht die katholische Kirche unter Denkmalschutz.
Literatur Adolf von Oechelhäuser: Die Kunstdenkmäler der Amtsbezirke Mosbach und Eberbach (Kreis Mosbach) (= Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden. Band 4, Abteilung 4). J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1906, S. 183–185 (Digitalisat). Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Der Neckar-Odenwald-Kreis (Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg). Band 2, Jan Thorbecke, Sigmaringen 1992, ISBN 3-7995-6047-5, S. 590–618.
Weblinks
Eintrag Unterschwarzach bei LEO-BW
Einzelnachweise
Kategorie:Schwarzach (Odenwald) Kategorie:Ort im Neckar-Odenwald-Kreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Neckar-Odenwald-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1143 Kategorie:Gemeindegründung 1823 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972