Jurki () ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki der Woiwodschaft Ermland-Masuren in Polen. mini|Ortseingang von Jurki (Georgenthal)
Geographie Jurki liegt in der Eylauer Seenplatte im Oberland in der historischen Region Ostpreußen. Die Ortschaft befindet sich ebenfalls auf dem Gebiet der altpreußischen Landschaft Pogesanien, dass auch als Hockerland () bezeichnet wird.
Jurki liegt etwa vier Kilometer nördlich von Morąg (Mohrungen), 21 km nördlich von der Kreisstadt Ostróda (Osterode i. Ostpr.), und 39 km westlich von der Provinzhauptstadt Olsztyn (Allenstein).
Geschichte Das Dorf Georgenthal war zur Zeit des Deutschen Ordens ein Gut des Kammeramts Mohrungen in der Komturei Elbing. Der Ort wurde das erste Mal im Jahr 1406 in den Zinsbüchern des Ordens erwähnt. Die Ortsbezeichnung änderte sich mehrmals im Laufe der Jahrhunderte, so hieß der Ort früher Jurgental und Gergenthal. Das Zinsbuch des Ordens verzeichnete in Jurgental 63 Hufen, die je Hufe ½ Mark und 4 Hühner zum Martinstag zinsten.
In einem Verzeichnis aus dem Jahr 1785 ist Gergenthal / Georgenthal als königliches und cöllmisches Dorf neben einer gesondert liegenden Mühle mit 49 Feuerstellen vermerkt. Es gehörte zum Domänenamt Morungen im gleichnamigen landräthlichen Kreis, aus dem 1818 der Kreis Mohrungen entstand. Gergenthal / Georgenthal war im Kirchspiel Morungen eingepfarrt. Der Gerichtsobere, dem das Dorf direkt unterstand, war König Friedrich II. von Preußen.
Im Zuge des Vierten Koalitionskrieges kam es am 25. Januar 1807 zur Schlacht bei Mohrungen. Der Schlachtverlauf trug sich zu einem großen Teil auch in Georgenthal aus.
Mit der Schaffung der preußischen Amtsbezirke, wurde am 30. Juli 1874 der Amtsbezirk Georgenthal gegründet, der über ein eigenes Standesamt verfügte. Er bestand bis zum Jahr 1945.
Am 30. September 1928 fand entsprechend der Entwicklung in Preußen, eine Gebietsreform statt, bei der nahezu alle Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden. Somit wurde der Gutsbezirk Pfarrsfeldchen in die Landgemeinde Georgenthal eingegliedert.
Der Ort fiel nach dem Zweiten Weltkrieg als Teil des südlichen Ostpreußens an Polen. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben, sofern sie noch nicht bereits vor der Roten Armee geflohen war. Es folgte darauf die Ansiedlung von Polen. Georgenthal erhielt in dieser Folge seinen heutigen Namen Jurki.
Einwohnerzahlen +JahrEinwohner182042618859981905871191086919338491939849
Kirche
Evangelisch Georgenthal gehörte zum evangelischen Kirchspiel MohrungenWalther Hubatsch: Geschichte der evangeischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 und war dort einer der Schulorte. Die St.-Peter-und-Paul-Kirche in Mohrungen gehörte zum Kirchenkreis Mohrungen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.
Heute hier lebende evangelische Einwohner gehören zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Römisch-katholisch Die katholischen Einwohner von Georgenthal gehörten zur Mohrunger Pfarrei St. Joseph im Dekanat Pomesanien im damaligen Bistum Ermland. Heute ist die bisher evangelische Kirche die römisch-katholische Pfarrkirche innerhalb des Dekanats Morąg im jetzigen Bistum Elbląg.
Verkehr Jurki liegt an der vielbefahrenen Woiwodschaftsstraße 528, die von Morąg über Miłakowo nach Orneta führt. Nebenstraßen von Woryty Morąskie bzw. Złotna kommend enden in Jurki.
Die nächste Bahnstation ist Morąg an der PKP-Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (– Elbląg).
Persönlichkeiten Hartmut Jungius (* 1939), deutscher Zoologe und Naturschützer, wurde in Georgenthal geboren
Weblinks
Zdjęcia lotnicze - zdjęcia z lotu ptaka - Olsztyn (polnisch) GenWiki: Georgenthal (Landkreis Mohrungen)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg