mini|hochkant=0.4|Wappen Fam. v. Schmeling.Motiv, In: Alfred Freiherr von Krane: Wappen- und Handbuch des in Schlesien (einschliesslich der Oberlausitz) landgesessenen Adels. C. A. Starke, Görlitz 1901/1904. Zeichnung: Ad. M. Hildebrandt. Bogislav Carl von Schmeling, zumeist Bogisav Karl von Schmeling, (* 1756 in Diekow in der Neumark; † 20. Dezember 1831 in Nassenheide) war ein preußischer Leutnant und Landrat.
Herkunft Bogislav Karl von Schmeling war ein Angehöriger des Adelsgeschlechts Schmeling. Er war der Sohn von Bogislav Friedrich Heinrich von Schmeling (1703–1774), Erbherr auf Todenhagen, Dresow, Putschow, Buchwald und Dieckow. Seine Mutter war Magdalene Charlotte geb. von der Marwitz aus dem Hause Sellin.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1906. Jahrgang 7, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 704.Hermann Graf von Redern: Zur Geschichte der Familie von der Marwitz, Regesten, Stammtafeln und andere Materialien. Carl Heymann’s Verlag, Berlin 1879, S. 114 f.
Leben Er trat um das Jahr 1772 in das preußische Heer ein. Nachdem er im Dragoner-Regiment von Bayreuth bis zum Rang eines Leutnants aufgestiegen war,Georg von Albedyll: Geschichte des Kürassier-Regiments Königin (Pommersches) Nr. 2. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1896, S. 474. wurde er nach 18 Jahren vom Militärdienst verabschiedet. In Ostpreußen erwarb er im Anschluss das Gut Klein Siewken im Wert von 36.000 Talern.
Im März 1792 wurde er von den Ständen des preußisch-litauischen Kreises Seehesten zum Nachfolger des verstorbenen Landrats Eberhard Friedrich Wilhelm von Graevenitz gewählt. Nachdem er Mitte 1792 vor der Kriegs- und Domänenkammer Königsberg sein Rigorosum mit gutem Ergebnis bestanden hatte, wurde er formal zum Landrat bestallt. Im Amt folgte ihm 1806 George Christian von Hippel.
mini|hochkant=0.5|Gräflich v. Lepel`sches Gut Nassenheide (1860), Sammlung Alexander Duncker. Persönliches Bogislav Karl von Schmeling wurde zur Hälfte Erbherr von Nassenheide in Pommern, welches seine Ehefrau Friederike Henriette Ulrike Scholastika (* 10. April 1759; † 20. Dezember 1831) geb. Gräfin von Lepel, Herrin auf Reußen, mit in die Ehe brachte. Ulrike war die Tochter des Friedrich Wilhelm von Lepel (1716–1783) und Schwester des Grafen Wilhelm (Wilhelm Heinrich) von Lepel (1755–1826), der als Gutsherr und Kunstsammler kinderlos blieb. Die Hochzeit von Ulrike und Bogislav Carl von Schmeling war am 30. Januar 1781. Ihre gemeinsamen Kinder waren Luise Charlotte Henriette Amalie (* 4. Mai 1782; † 15. oder 16. März 1824) und Wilhelm Bogislav Karl Heinrich (* 1782 oder 1785; † Mai 1834). Letztgenannter erbte Nassenheide. Später ging dieser Besitz an die Familie von Arnim.
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1906. Jahrgang 7, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 704. Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 884–885.
Einzelnachweise
Kategorie:Landrat (Preußen) Kategorie:Leutnant (Preußen) Bogislav Carl Kategorie:Preuße Kategorie:Adliger Kategorie:Geboren 1756 Kategorie:Gestorben 1831 Kategorie:Mann