Der Taunusklub (kurz TK) ist ein Verband von derzeit 20 rechtlich selbständigen Wandervereinen,Liste der Ansprechpartner aller Zweigvereine (Anzahl 2021 aktualisiert) die unter dem gemeinsamen Namen Taunusklub auftreten. Die Vereine haben zusammen rund 2200 Mitglieder.Organisation Daher spricht man auch vom Gesamtverein und den Mitgliedsvereinen. Der Stammverein in Frankfurt am Main wurde 1868 gegründet und hat seinen Sitz ebendort. Er ist eingetragen in das Vereinsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main (VR 4633). Die jeweiligen Vereine sind Mitglied im Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine. Der Taunusklub hat im gesamten Taunusgebiet ein 2700 Kilometer langes Wegenetz mit Markierungen versehen und betreibt fünf Wanderheime.
Vereinsaktivitäten Schwerpunkte der Vereinsaktivität sind: Gemeinsame Wanderungen Öffentliche Wanderveranstaltungen Heimatkundliche und naturkundliche Exkursionen Pflege der markierten Wege Mitherausgeberschaft bei Wanderführern und -karten Betrieb der Wanderheime
Der Taunusklub arbeitet mit bei der Herausgabe von Wanderkarten und ist aktiv im Naturschutzbeirat. Er setzt sich ein für die Erhaltung der Natur, Vogelschutzgehölzen, Biotopen, Bachpatenschaften und Überwachung von Naturdenkmalen.
Im Hessenpark besteht im Taunushaus eine Dauerausstellung, in der die Geschichte und Arbeit des Vereins dargestellt wird.
mini|Jubiläumspostkarte zum 30. Jahrestag der Gründung des Taunusklubs 1898 mini|Alte Karte des Taunusklubs vom Feldberg (1898) mini|ohne|Friedrich August Ravenstein, Gründer des Taunusklubs mini|Burgbergturm
Mitgliedsvereine (Zweigvereine) Verein Ort Mitglieder Gründungsjahr Taunusklub Stammklub Frankfurt am Main300 1868 Zweigverein aufgelöst Eppstein 0 1871 Taunusklub Fischbach 200 1925 Zweigverein aufgelöst Frankfurt-Nied 0 1911 Taunusklub Neu-Anspach 110 1891 Taunusklub Niederreifenberg ? 1903 Taunusklub 1885 Bad Homburg vor der Höhe ? 1885 Taunusklub 1878 Oberursel ? 1878 TV 1844 Idstein150 Jahre TV Idstein – Festschrift (Der Taunusklub PDF), auf tv1844idstein.de. Idstein 0 1878 Taunusklub Bad Ems ? ? Taunusklub Bad Soden am Taunus 212 1890 Taunusklub Usingen 114 1885 Taunusklub Schmitten im Taunus ? ? Mitgliedsverein aufgelöst Hofheim am Taunus 0 ? Taunusklub Lorsbach ? ? Taunusklub Königstein 150 1879 Taunusklub Grävenwiesbach> 60 ? Taunusklub Kronberg 21 1877 Taunusklub Münster ? ? Zweigverein aufgelöst Mammolshain 0 1977 Taunusklub Butzbach ? ? Taunusklub Köppern 103 1907 Zweigverein aufgelöst Nassau (Lahn) 0 ?
Wanderheime und andere Bauten Der Taunusklub betrieb bis 2021 ein Wanderheim im Aussichtsturm auf dem Großen Feldberg. Dieses ist derzeit auf Grund von Anordnungen bzgl. des Brandschutzes geschlossen. Ein weiteres Wanderheim des Taunusklubs befindet sich in Oberursel.
Der Taunusklub errichtete eine Reihe von Aussichtstürmen. Dazu gehörten 1900 der Burgbergturm in Bad Soden am Taunus, der Hardtbergturm in Königstein, der Meisterturm in Hofheim, 1905 der Schillerturm in Oberursel und 1911 der Turm auf dem Herzberg.
Wanderwege Die Abteilung Wegemarkierung des Taunusklubs betreut ein Wanderwegenetz im Taunus von etwa 2700 km Länge. Die Verantwortung für die einzelnen Strecken obliegt den jeweiligen lokalen Zweigvereinen. Der Taunusklub ist (Mit-)Herausgeber einer Reihe von Wanderführern und Wanderkarten, die diese Wege darstellen.
Beispiele sind der Lahnhöhenweg links der Lahn und der Limeswanderweg, die der Taunusklub markiert und instand hält.
Siehe auch: Abschnitt Weblinks (OSM-Wiki).
Geschichte Am 5. Januar 1868 wurde der Taunusklub als erster deutscher Gebiets-Wanderverein gegründet und der Kartograph August Ravenstein zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ziele des Vereins waren Heimatpflege, Förderung des Fremdenverkehrs und vor allem Bekämpfung der Armut im Taunus.
Es wurden über 20 Schwesternstationen und Kindergärten sowie eine Korbflechtschule in Grävenwiesbach betrieben. Ende des 19. Jahrhunderts begann man mit der Markierung von Wanderwegen. Weiterhin errichtete man Schutzhütten und Aussichtstürme. 1871 wurde der erste Wanderführer herausgegeben.
In den Ortschaften des Taunus bildeten sich bald Sektionen des Taunusklubs. 1883 wurden die Sektionen eigenständige Vereine, die zusammen den Gesamt-Taunusklub bildeten.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der Gesamt-Taunusklub 1934 zwangsweise aufgelöst. Nach dem Krieg wurden die Vereine wiederbegründet und 1956 der Traditionsname Taunusklub wieder angenommen.
Das Ehrenmal am Stockborn mini|Ehrenmal am Stockborn
Am 12. September 1926 wurde der Ehrenhain des Taunusklubs am Feldberg feierlich eingeweiht. Dieser sollte an die 126 im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder des Taunusklubs erinnern. Das Denkmal bestand aus drei Quarzitfelsen und einer Bronzetafel, die die Namen der Gefallenen trug. Daneben stand ein großes Kreuz aus Eichenholz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Ehrenmal einige hundert Meter zum jetzigen Platz verlegt und umgestaltet. Nun erinnert es nicht nur an die Gefallenen der beiden Weltkriege, sondern an alle Verstorbenen des Taunusklubs. Jährlich findet eine Sternwanderung des Taunusklubs zum Stockborn statt, wo eine Gedenkveranstaltung für die Toten des letzten Jahres stattfindet.
Logos
Ehrungen Nach dem Taunusklub ist der Taunusklubweg am Rande des Ortsteils Hornau von Kelkheim benannt.
Der Taunusklub wurde 1983 mit der Eichendorff-Plakette ausgezeichnet.Geschichte Auch die folgenden Zweigvereine erhielten diese Auszeichnung: 1988 Zweigverein Oberursel 1990 Zweigverein Bad Soden 1992 Zweigverein Neu-Anspach 1993 Stammklub Frankfurt 1995 Zweigverein Wetzlar 2003 Zweigverein Münster 2007 Zweigverein Köppern
Personen Peter Kittel († 1919), Vorsitzender des Gesamt-Taunusclubs 1888 bis 1914.
Literatur Walter Conrad (Hrsg.): 1868–1968 Taunusklub. 100 Jahre im Dienst der Heimat. Taunusklubs e. V., Frankfurt am Main 1969. Hermin Herr: Lexikon vom Hohen Taunus. Berge, Wege, Wälder, Geschichte. Kramer Verlag, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-7829-0437-0.
Siehe auch Liste der Vereine im Deutschen Wanderverband
Weblinks
22px Liste der Wanderwege des Taunusklubs bei OSM Ausstellung über den Taunusklub im Hessenpark Geschichte des Taunusklubs (PDF; 340 kB vom Wanderverband Hessen) Homepage des Dachverbandes: Taunusklub Gesamtverein e. V. (zz. in Eppstein-Vockenhausen) Homepages einiger Mitgliedsvereine (früher Zweigvereine): Taunusklub Stammklub in Frankfurt am Main Taunusklub Bad Soden am Taunus Taunusklub Lorsbach e. V. in Hofheim-Lorsbach Taunusklub Usingen Taunusklub Frankfurt-Nied Taunusklub Köppern Homepage eines Zweigvereins des Westerwaldklubs: TAUNUSKLUB BAD EMS e. V.
Einzelnachweise
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