mini|Hillary Clinton in Berlin im März 2025mini|Hillary Clinton (2020) Hillary Diane Rodham Clinton [] (* 26. Oktober 1947 in Chicago, Illinois, als Hillary Diane Rodham) ist eine US-amerikanische Politikerin der Demokratischen Partei und Autorin. Als Ehefrau von Bill Clinton, mit dem sie seit 1975 verheiratet ist, war sie von 1993 bis 2001 First Lady der Vereinigten Staaten. Im November 2000 wurde sie in den Senat gewählt, dem sie von 2001 bis 2009 für den Bundesstaat New York angehörte. Im Anschluss war Clinton bis 2013 Außenministerin der Vereinigten Staaten in der Regierung von Präsident Barack Obama. Zuvor hatte Obama sie in der parteiinternen Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur 2008 besiegt.

Zur Präsidentschaftswahl im November 2016 trat mit Hillary Clinton erstmals eine Frau für eine der beiden großen Parteien an. Trotz Vorsprungs der abgegebenen Stimmen unterlag sie jedoch im Electoral College (Wahlmännerkollegium) dem republikanischen Kandidaten Donald Trump.

Seit 2020 ist sie Kanzlerin der Queen’s University Belfast.

Familie, Ausbildung und Beruf Kindheit und Jugend Hillary Diane Rodham wurde im Edgewater HospitalEdgewater Medical Center. In: Americanurbex.com, abgerufen am 18. Mai 2013 (englisch). in Chicago als Tochter des Eigentümers der mittelständischen Textildruckerei Rodrik Fabrics,Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 23. Hugh Ellsworth Rodham (1911–1993), und dessen Frau Dorothy Emma Howell (1919–2011) geboren.Hillary Rodham Clinton. In: Whitehouse.gov, abgerufen am 18. Mai 2013 (englisch). Sie wuchs in Park Ridge im Bundesstaat Illinois mit ihren beiden Brüdern Tony und HughHillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 25. in einer methodistisch orientierten Familie auf. Ihr Vater, ein überzeugter Republikaner,Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 26. vertrat die Meinung, dass sich die Fähigkeiten seiner Tochter nicht auf ihre Geschlechterrolle beschränken sollten.Carl Bernstein: A Woman in Charge: The Life of Hillary Rodham Clinton. New York 2007, ISBN 0-375-40766-9, S. 13. Auch ihre demokratische Mutter wünschte Hillary eine unabhängige berufliche Karriere.Carl Bernstein: A Woman in Charge: The Life of Hillary Rodham Clinton. New York 2007, ISBN 0-375-40766-9, S. 16. mini|Eine Ausstellung in Little Rock (Arkansas) gibt Einblick in Clintons frühe Jahre.

In ihrer Jugendzeit waren Hillary Rodham und ihre Familie aktive Mitglieder in der evangelisch-methodistischen Kirche, der First United Methodist Church.Clintons make stop at First United Methodist Church on Sunday. In: Herald-Dispatch.com, 11. Mai 2008 (englisch). Der Jugendpfarrer der Gemeinde, Don Jones (1931–2009), prägte ihre Kindheit nachhaltig und nahm sie zu einer Rede des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King mit.Judith Warner: Hillary Clinton: Die neue Frau im Weißen Haus. Ihr Leben, ihre Karriere, ihr Einfluss. München 1993, ISBN 3-453-06698-7, S. 25. Auch als Erwachsene ist Clinton bekennendes Mitglied der United Methodist Church. Die Religionsjournalisten Kathryn Joyce und Jeff Sharlet berichteten 2007, Clinton habe in Washington an konservativen Gebetszirkeln mit Verbindung zur Geheimgruppe The Fellowship teilgenommen und sich kritisch gegenüber dem Einfluss des Social Gospel in ihrer Kirche geäußert.Kathryn Joyce, Jeff Sharlet: Hillary’s Prayer: Hillary Clinton’s Religion and Politics. In: Mother Jones, September/Oktober 2007, S. 48 ff. (englisch). Nach der Eugene Field Elementary School besuchte sie von 1961 bis 1964 die Maine Township High School East,High school of numerous noteworthy alumni. In: Onthisveryspot.com, abgerufen am 18. Mai 2013 (englisch). wo sie unter anderem in der Schülervertretung und in der Schülerzeitung tätig war und für die National Honor Society nominiert wurde. Sie begann im Alter von 10 Jahren mit Ballett, spielte in einem Softballteam und nahm mit bescheidenem Erfolg Klavierunterricht.Judith Warner: Hillary Clinton: Die neue Frau im Weißen Haus. Ihr Leben, ihre Karriere, ihr Einfluss. München 1993, ISBN 3-453-06698-7, S. 28. Zudem half sie in einem Tagesheim aus, war Babysitterin und unterrichtete in ihrem letzten High-School-Jahr als senior leader, eine Art Hilfslehrerin.Judith Warner: Hillary Clinton: Die neue Frau im Weißen Haus. Ihr Leben, ihre Karriere, ihr Einfluss. München 1993, ISBN 3-453-06698-7, S. 22.Frank Marafiote: In: Hillaryclintonquarterly.com, abgerufen am 11. Juni 2013 (englisch).

Später war sie ein junges Goldwater Girl, Wahlhelferin des erzkonservativen Republikaners Barry Goldwater, der 1964 vergeblich für die Präsidentschaft kandidierte.Deborah Solomon: Get to Know Hillary Clinton. In: The New York Times, 27. August 2006 (englisch); Hillary Clinton. The early years. In: Today.com, abgerufen am 20. Mai 2013 (englisch). John F. Kennedys Ermordung am 22. November 1963 soll ihren Wunsch geweckt haben, Rechtswissenschaft zu studieren.Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 39. Dass ihr als Frau die Teilnahme an einem Astronautentraining verweigert wurde, begründete laut ihren Memoiren ihr späteres Engagement gegen Frauendiskriminierung.Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 40 f.

Wellesley College (1965–1969) 1965 schrieb sie sich am Wellesley College, einem der sogenannten Seven Sisters, ein, wo sie Politikwissenschaft mit dem Nebenfach Psychologie studierte. Auf Empfehlung der Politikdozentin Karin Fahlstrom, einer Absolventin des Smith College, und Janet Altmans, einer Absolventin des Wellesley College, soll sie dieses College gewählt haben.Jeri Freedman: Hillary Rodham Clinton. ReadHowYouWant.com, 2008, ISBN 978-1-4270-9155-0, S. 24 ().Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 46–48. mini|Das Wellesley College Sie wurde zur Präsidentin der Jungen Republikaner gewählt, legte ihr Amt aber schon bald wegen Zweifeln an deren Haltung zum Vietnamkrieg nieder.Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 54.Bill Dedman: Reading Hillary Rodham’s hidden thesis. In: NBC News, 9. Mai 2007 (englisch). In einem Brief an ihren damaligen Mentor, den Jugendpfarrer Don Jones, fragte die 18-jährige Rodham, ob es möglich sei, „dem Verstand nach konservativ, aber im Herzen linksliberal“ zu sein („can one be a mind conservative and a heart liberal?“) – eine Kombination, die nach Ansicht ihres Biographen Carl Bernstein auch die Haltung der späteren Politikerin treffend beschreibt.Carl Bernstein: Portrait of the Candidate as a Young Climber. In: The Washington Post, 3. Juni 2007 (englisch).

Die Tet-Offensive in Südvietnam, der Rückzug von Lyndon B. Johnson aus der Präsidentschaftswahl und die Ermordung Robert Kennedys ließen sie zu einer aktiven Befürworterin der Anti-Kriegs-Kampagne von Eugene McCarthy werden.Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 56; Mark Leibovich: In Turmoil of ’68, Clinton Found a New Voice. In: The New York Times, 5. September 2007 (englisch). Im April 1968 wurde sie zur Präsidentin der Sorority für das folgende Jahr gewählt.Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 58. Clinton bewarb sich für das Wellesley Internship Program in Washington, D.C. Studenten konnten in Behörden und Kongressbüros ein Praktikum absolvieren. Sie bekam von Alan Schechter, Professor in Politikwissenschaft, einen Platz bei der republikanischen Kongressfraktion zugewiesen. Clinton widersetzte sich vergeblich und meldete sich bei der Gruppe von Gerald Ford. Gegen Ende ihres Praktikums bat der Kongressabgeordnete Charles Goodell sie und vier weitere Praktikanten, ihn zum Parteikonvent der Republikaner 1968 in Miami zu begleiten, um Gouverneur Nelson Rockefeller bei der Nominierung der Präsidentschaftskandidatur zu unterstützen. Dort nahm sie in der Rockefeller-for-President-Suite des Fontainebleau Miami Beach Anrufe entgegen und übermittelte Botschaften zwischen den Stabsbüros. Rockefeller verlor die Wahl im Konvent, statt seiner wurde Richard Nixon nominiert.Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 59–61.

In ihrem letzten Jahr in Wellesley schrieb sie eine 92 Seiten lange Bachelorarbeit über den amerikanischen Bürgerrechtler Saul David Alinsky, In: archive.frontpagemag.com, abgerufen am 21. Mai 2013 (englisch); Michael Levenson: A student’s words, a candidate’s struggle. In: boston.com, abgerufen am 21. Mai 2013 (englisch). mit dem Titel: „There Is Only the Fight…“: An Analysis of the Alinsky Model. Clinton beschrieb Alinsky als eine „überzeugende Persönlichkeit“ mit einem „außergewöhnlichen Charme“. 1969 erlangte sie in Politikwissenschaften den Bachelor of ArtHillary Clinton. In: forbes.com, abgerufen am 21. Mai 2013 (englisch). mit Auszeichnung.

Am 31. Mai 1969 hielt Clinton beim Abschlussfest in Wellesley eine Festrede. Sie handelte von Integrität, Respekt und dem Vertrauen der Menschen untereinander.Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 69; Hillary D. Rodham's 1969 Student Commencement Speech. In: Wellesley.edu (englisch); Russell Berman: What Hillary Clinton Sounded Like 47 Years Ago. In: The Atlantic, 6. Juni 2016 (englisch, mit Audio). Das führte zu einem Fernsehinterview in einem örtlichen Sender in ChicagoCarl Bernstein: A Woman in Charge: The Life of Hillary Rodham Clinton. New York 2007, ISBN 0-375-40766-9, S. 70. und einem Artikel über sie im Life Magazine.Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 70. Im folgenden Sommerurlaub fuhr sie nach Alaska, wo sie im Denali-Nationalpark Teller wusch und eine befristete Anstellung in einer Lachsfabrik in Valdez hatte.Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 70 f.; Carl Bernstein: A Woman in Charge: The Life of Hillary Rodham Clinton. New York 2007, ISBN 0-375-40766-9, S. 105.

Yale Law School (1969–1973) mini|Die Yale Law School Hillary Clinton schrieb sich im Herbst 1969 an der Yale Law School in New Haven ein,Hillary Rodham Clinton: Gelebte Geschichte. New York 2003, ISBN 3-430-11862-X, S. 72; Carey Roberts: In: renewamerica.com, abgerufen am 23. Mai 2013 (englisch). um Rechtswissenschaft zu studieren, und wurde sogleich Mitglied der Redaktion des Yale Review of Law and Social Action. auf thehistoryprofessor.us, abgerufen am 26. Mai 2013 (englisch). Hier machte sie den Schutz der Interessen von Kindern und Familien zu ihrem Anliegen und verband dabei soziales Engagement mit ihrer juristischen Karriere.Hillary Diane Rodham Clinton (1947–). In: encyclopediaofarkansas.net, abgerufen am 26. Mai 2013 (englisch). Während ihres zweiten Jahres an der juristischen Fakultät wurde sie ehrenamtliche Mitarbeiterin des Yale Child Study Center,Martine Powers: Clinton returns to alma mater. In: yaledailynews.com, abgerufen am 26. Mai 2013. (englisch). um mehr über die frühkindliche Entwicklung des Gehirns zu lernen. In: firstladies.org, abgerufen am 26. Mai 2013 (englisch). Sie nahm sich auch Fällen von Kindesmissbrauch im Yale–New Haven Hospital an.Carl Bernstein: A Woman in Charge: The Life of Hillary Rodham Clinton. New York 2007, ISBN 0-375-40766-9, S. 75.Hillary Rodham Clinton. In: u-s-history.com. Abgerufen am 30. Mai 2013 (englisch).