Auszubildenden & Schüler Union in Bayern e. V. (SU Bayern) Gründung 7. September 1974 (Augsburg) Sitz München Mitglieder ca. 1000 (Stand 2024) Politische Ausrichtung CSU-nah, christlich-sozial, liberal-konservativ Website www.su-bayern.de
Die Auszubildenden & Schüler Union in Bayern e. V. (SU Bayern) ist ein politischer Jugendverband im Freistaat Bayern, der sich auf die Interessenvertretung von Schülern und Auszubildenden spezialisiert hat. Der Verband wurde am 7. September 1974 in Augsburg gegründet und entwickelte sich im Laufe seiner Geschichte von einem Teilverband der Jungen Union zu einer eigenständigen Organisation. Mit etwa 1000 Mitgliedern (Stand: 2024) zählt die SU Bayern zu den größten politischen Schüler- und Auszubildendenvertretungen in Deutschland. Der Verein ist organisatorisch unabhängig, gilt aber als CSU-nah. Sitz des Verbands ist München.
Geschichte Die SU Bayern wurde am 7. September 1974 in Augsburg unter dem Namen „Schüler Union Bayern“ gegründet. Die Gründung erfolgte in einer Zeit, in der konservative Schülerinitiativen als Gegengewicht zu linken Schülervertretungen an Bedeutung gewannen. Die Schüler Union war Teil der bundesweiten Schüler Union Deutschlands, die bereits 1972 auf Bundesebene gegründet worden war. Sie war zunächst organisatorisch der Jungen Union Bayern angegliedert und wurde als deren Sonderorganisation geführt.
In den 1980er-Jahren erreichte die Schüler Union deutschlandweit eine hohe Mitgliederzahl. Mehrere spätere Politiker waren in der Organisation aktiv, darunter der spätere Bundespräsident Christian Wulff und der bayerische Unternehmer Michael Schottenhamel. 2016 erfolgte die Trennung von der Jungen Union Bayern. Die SU Bayern konstituierte sich als eigenständiger eingetragener Verein und erweiterte ihren Namen um den Begriff „Auszubildende“, um der zunehmenden Bedeutung beruflicher Bildung Rechnung zu tragen. Seither verwaltet sie ihre Mitglieder, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit eigenständig.
Struktur und Organisation Die SU Bayern ist als Landesverband organisiert. Die Basis bilden Kreisverbände, die sich an der Verwaltungsstruktur des Freistaats orientieren. Die Mitgliederstruktur setzt sich überwiegend aus Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender sowie beruflicher Schulen zusammen. Die Landesversammlung, das höchste Gremium des Verbands, wählt den Landesvorstand. Dieser besteht aus einem Landesvorsitzenden, mehreren stellvertretenden Vorsitzenden, einem Geschäftsführer sowie Beisitzern. Seit 2025 ist Ben Brunkhorst Landesvorsitzender.
Politische Ausrichtung und Forderungen Die SU Bayern versteht sich als christlich-sozial und liberal-konservativ orientierter Verband. Im Mittelpunkt ihrer Programmatik steht die bildungspolitische Interessenvertretung junger Menschen in Bayern. Zu den zentralen Anliegen zählen die Gleichstellung von beruflicher und akademischer Bildung, die Förderung dualer Ausbildungssysteme sowie die Stärkung politischer Bildung in Schulen.
Regelmäßig veröffentlicht die SU Bayern Positionen zu aktuellen bildungspolitischen Debatten. In der Vergangenheit setzte sie sich unter anderem für eine stärkere Beflaggung öffentlicher Schulen, die Einführung von Gemeinschaftskundeunterricht für zugewanderte Schüler und eine allgemeine Dienstpflicht ein.
Kooperationen und Vernetzung Die SU Bayern ist Teil eines Netzwerks politischer Jugendorganisationen mit thematischem Fokus auf Bildung. In Bayern bestehen Kooperationsbeziehungen zu Ministerien, insbesondere zum Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, zu Verbänden der Wirtschaft wie den Industrie- und Handelskammern sowie zu berufsbildenden Einrichtungen. Zudem bestehen lose Verbindungen zur CSU und zur Jungen Union, wenngleich die SU Bayern seit 2016 formell unabhängig agiert.
Auch mit dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) bestehen punktuelle Kooperationen, insbesondere im Bereich der Übergangsphase zwischen Schule und Hochschule.
Rezeption In der medialen Berichterstattung wird der Verband häufig als Nachwuchsorganisation im konservativen Lager eingeordnet. Kritisch betrachtet wird bisweilen die Nähe zur CSU, obwohl der Verband auf formale Unabhängigkeit verweist. Vertreter der Bildungspolitik loben hingegen das Engagement, die inhaltliche Tiefe und die konsequente Interessenvertretung durch den Verband. Bei landesweiten Veranstaltungen treten regelmäßig Vertreter aus Politik, Verwaltung und Verbänden als Redner auf.
Veranstaltungen Die SU Bayern organisiert regelmäßig Landesversammlungen. Auf Kreisebene werden unabhängig vom Landesverband Veranstaltungen organisiert (Bayerntag, JugendTalk etc.). Im Jahr 2024 fand in Haar bei München eine Festveranstaltung anlässlich des 50-jährigen Bestehens statt. Die Veranstaltung wurde von zahlreichen politischen Vertretern besucht und war Teil einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen zur Sichtbarmachung jugendpolitischer Anliegen.
Landesvorstand Der Landesvorstand der Auszubildenden- & Schüler Union Bayern e. V. wird von der Landesversammlung gewählt und übernimmt die politische und organisatorische Leitung des Verbandes. Die Amtszeit beträgt in der Regel zwei Jahre. Der Vorstand setzt sich aus dem Landesvorsitzenden, mehreren stellvertretenden Landesvorsitzenden, der Landesgeschäftsführerin, dem Schatzmeister, der Schriftführerin, den Beisitzern sowie den Bezirksbeauftragten zusammen. Ergänzt wird er durch kooptierte Mitglieder, die für spezielle Aufgabenbereiche verantwortlich sind.
Im Jahr 2025 wurde folgender Landesvorstand für die Amtsperiode 2025–2027 gewählt:Team – SU Bayern, su-bayern.de, abgerufen am 14. September 2025.
Engerer Landesvorstand Landesvorsitzender: Ben Brunkhorst Landesgeschäftsführerin: Julia Neumann Stellvertretende Landesvorsitzende: Diego Kormann Luca Heldrung Johannes Dietrich Ferdinand Pfeifer Schatzmeister: Erik Seng Schriftführerin: Hannah Schlagenhaufer
Beisitzerinnen und Beisitzer Mona Giesbert Etienne Dankelmann Yannik Dörr Paul Walch Jan-Paul Diekmann Viktoria Niedermeir
Kooptierte Mitglieder Mitgliederbeauftragter: Felix Pflug Digitalbeauftragter: Antonio Zubak Beauftragter für politische Inhalte: Leo Geis Mitglieder des Bundesvorstands: Nico Steinbock, Georg von Kotzebue
Bezirksbeauftragte Unterfranken: Hanna Friedrich Oberfranken: Noah Altenfelder Mittelfranken: Maximilian Schenkel NFS: Jonas Quitterer Oberpfalz: Paul Zaruba Schwaben: Gianluca Porta Oberbayern: Georg Schmid Niederbayern: Niklas Wohl München: Simon Mühlfellner
Der Vorschlag für diesen Vorstand wurde im Vorfeld der Landesversammlung präsentiert und einstimmig angenommen. Ziel des neuen Landesvorstands ist es, mit frischem Wind, neuen Gesichtern und einem starken gemeinsamen Willen die Arbeit des Verbandes weiterzuentwickeln und auf ein neues Niveau zu heben.
Aktuelle Entwicklungen Im Jahr 2025 wählte die Landesversammlung einen neuen Landesvorstand.
Auf Grundlage der Mitgliederzahlen (Stand 2024) ergab sich eine Gesamtzahl von 124 Delegierten. Die prozentualen Anteile der Bezirke an der Landesversammlung waren: Oberbayern: 41,1 % Unterfranken: 12,1 % Schwaben: 7,3 % Oberfranken: 13,7 % Niederbayern: 10,5 % Mittelfranken: 8,9 % Oberpfalz: 6,5 %
Auf der weihnachtlichen Landesausschusssitzung am 19. Dezember 2025 wurde Daniel Tibursky einstimmig von seinem Amt als Digitalbeauftragter entbunden.
Weblinks Offizielle Website der SU Bayern Instagram-Profil der SU Bayern JU Bayern – SU & RCDS Geschichte der SU
Einzelnachweise
Kategorie:Jugendverband (Deutschland) Kategorie:Verein (München) Kategorie:Verbandsgründung 1974