Die Landtagswahl in Sachsen 1930 fand am 22. Juni 1930 statt und war die fünfte und letzte Landtagswahl im Freistaat Sachsen in der Weimarer Republik. Wie bei allen Landtagswahlen im Sachsen der Weimarer Republik wurden die Sozialdemokraten stärkste Kraft, erstmals gefolgt von den Nationalsozialisten und den Kommunisten.

Detailergebnisse Das Ergebnis der 5. Wahl zum Sächsischen Landtag ist folgend aufgelistet:

Folgen In der konstituierenden Sitzung des neuen Landtags trat Ministerpräsident Walther Schieck (DVP) verfassungsgemäß zurück. Das nunmehr geschäftsführende Gesamtministerium Schieck blieb jedoch bis März 1933 im Amt, da es nicht gelang einen neuen Ministerpräsidenten zu wählen. Schieck wurde abgelöst von Manfred von Killinger (NSDAP). Das Ergebnis der Ministerpräsidentenwahl vom 15. Juli 1930 (2. Sitzung des Landtags) ist folgend aufgelistet (in kursiv gedruckt sind Wahlvorschläge, die nicht vorher kundgegeben wurden; die Unterstützung ist entsprechend in Klammern gesetzt sofern sie nicht eindeutig aus dem Plenarprotokoll hervorgeht): +Wahl des Ministerpräsidenten des Freistaats SachsenWahlgangKandidatStimmenAnteil (abgegebene Stimmen)Unterstützer1. Wahlgang (15. Juli 1930)Friedrich Krug von Nidda und von Falkenstein4546,9 %NSDAP, WP, DVP, SLV, VRP, CSVD, DNVPRichard Lipinski3233,3 %SPDRudolf Renner1313,5 %KPD Wilhelm Külz33,1 %(DDP)Richter22,0 %? Max Lasse11,0%(VNR)Kein Kandidat hat die erforderliche Mehrheit erhalten. Geschäftsführende Regierung bleibt im Amt.2. Wahlgang (22. Juli 1930)Richard Lipinski3233,3 %SPDHugo Weber3132,2 %WP, DNVP (und weitere)Karl Fritsch1414,6 %NSDAPRudolf Renner1313,5 %KPDWilhelm Külz33,1 %(DDP)Richter22,0 %?Max Lasse11,0 %(VNR)Kein Kandidat hat die erforderliche Mehrheit erhalten. Geschäftsführende Regierung bleibt im Amt.3. Wahlgang (7. Oktober 1930)Friedrich Krug von Nidda und von Falkenstein4647,9 %NSDAP, WP, DVP, SLV, VRP, CSVD, DNVPRichard Lipinski3233,3 %SPDRudolf Renner1313,5 %KPDRichter55,2 %?Kein Kandidat hat die erforderliche Mehrheit erhalten. Geschäftsführende Regierung bleibt im Amt.Weitere Wahlen fanden bis zur letzten Sitzung am 21. Februar 1933 nicht statt. Die fünfte Landtagswahl war zudem die letzte in der Weimarer Republik. Zwar trat noch ein 6. Landtag zusammen; dieser wurde allerdings nicht in einer Landtagswahl gewählt, sondern aus dem Reichstagswahlergebnis vom 5. März 1933 bestimmt.

Siehe auch

Liste der Mitglieder des Sächsischen Landtags in der Weimarer Republik (5. Wahlperiode)

Belege

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