Die Liste der Wegekreuze und Bildstöcke in Roetgen listet die Flur- und Wegekreuze sowie die Bildstöcke in der Gemeinde Roetgen in der Städteregion Aachen mit ihrer jeweiligen persönlichen Geschichte – soweit bekannt – und ohne Anspruch auf Vollständigkeit auf.
Liste Standort Stadt-/Ortsteil Datierung Beschreibung/Inschrift Bild Am Kloster 10() Roetgen um 1929 Ehemalige Mariengrotte des 1929 gegründeten Elisabethklosters der Cellitinnen in Roetgen. Sie stand zuvor in dem dortigen Klostergarten und wurde 2004 nach der Auflösung des Klosters zum heutigen Standort versetzt.Die Mariengrotte im Garten des Klosters St. Elisabeth, Porträt auf heugeve-roetgen.de 100px|zentriert Bergstraße 33() Rott 1991 Flurkreuz aus Blaustein mit dreiteiligem Sockel. Auf den breiten Kreuzachsen wurde reliefartig die Jesusfigur am Kreuz herausgearbeitet.
Inschrift Sockel: „Im Kreuz ist Heil, Ostern 1991, Familie Cordier“ 100px|zentriert Bergstraße 37() Rott unbekannt schmaler Bildstock, Sockel und altarartige Unterbau aus Ziegelsteinen mit Blausteinplatte, darüber Nischenhäuschen mit Giebeldach, darin die figürliche Darstellung des hl. Franz Xaver 100px|zentriert Bundesstraße/Fringshaus() Roetgen 1774/2013 Das Offermann-Kreuz, ein barockes Sühnekreuz direkt auf der Landesgrenze zu Belgien, erinnert an den Mord an dem Fuhrmann Cornelius Offermann aus Witzerath am 13. August 1774. Das heutige Kreuz ist eine Nachbildung, weil das Original schwer beschädigt in die Kapelle von Reinartzhof versetzt wurde.
Inschrift: „Ano 1774, den 13. August, ist der Cornelius Offermann von Witzerath auf diese Platze jämmerlich ermordet worden. G.T.D.L.S.A.“Rolf J. Wilden: Offermannskreuz, Dokumentation auf den Seiten des Heimat- und Geschichtsvereins Roetgen e. V.100px|zentriertweitere Bilder Ecke Hahner Straße/Simonsbrander Weg() Roetgen1913/2006 Das „Rote Kreuz“ ist ein hölzernes Flurkreuz, das seinen Namen und seinen Farbanstrich nach der dortigen Flurbezeichnung erhalten hat. Ursprünglich ein verwittertes Eichenkreuz ohne Querbalken, das 2006 durch ein Neues ersetzt wurde. Kleiner Steinsockel mit Reliefmotiv der „Betenden Hände“Peter Stollenwerk: Treffpunkt für Fuhrleute und Reisende an der Hahner Straße, in: Aachener Zeitung vom 4. Februar 2024 100px|zentriert Ecke Hauptstraße/Jennepeterstraße() Roetgen 1950 Friedenskreuz zum Dank für nur geringe Schäden im Ort Roetgen im Verlauf des Zweiten Weltkrieges. Großes Holzkreuz mit großem Korpus und Giebeldach, Schaft ruht in querrechteckigem steinernem Sockel. Anfangs mit einem kleinen Altar für die Fronleichnamsprozession versehen, der später entfernt wurde.Das Friedenskreuz am Kloster St. Elisabeth, Porträt auf heugeve-roetgen.de
Sockelinschrift: „Friedenskreuz 1945“ 100px|zentriert Ecke Hauptstraße/Lammerkreuzstraße() Roetgen 1864 30px|rechts Ehemaliges Grabkreuz, auch „Wiedevennkreuz“ genannt nach dem dortigen Flurnamen, war einst Teil eines abgerissenen Stationshäuschens. Erhielt im Jahr 2020 eine umfassende Restauration.
Inschrift 1: „Wir erinnern an das Stationshäuschen ‚auf dem Wiedevenn‘, das schon im 18. Jh. hier auf einem Hügel stand. Nur dieses Grabkreuz blieb erhalten.“
Inschrift 2: „AO 1864, den 23. August ist des ehrsamen Tillmann Kreitz seine Frau Catharina Emunds zu Gott entschlafen. G.T.D.S.“Roetgener Kleindenkmäler, in Roetgener Blätter Nr. 07 Juli 2022, S. 4–22 100px|zentriert Ecke Lammersdorfer Straße/Bergstraße() Rott unbekannt. Reliefartig herausgearbeitetes, nach unten breiter werdendes Kreuz auf einem hohen Steinblock mit abgeschrägtem Kopfteil, ruhend auf einem Fundament aus Bruchsteinen. Geschichte unbekannt. 100px|zentriert Ecke Lammersdorfer Straße/Zum Struffelt() Rott unbekannt. Schlichtes schmales Holzkreuz mit einer kleinen hellen Jesusfigur, aufgestellt an der Grundstücksgrenze. Geschichte unbekannt. 100px|zentriert Ecke Quirinusstraße/Lammersdorfer Straße() Rott 18. Jh. 30px|rechts Schmaler Bildstock aus Bruchsteinen mit Giebeldach, im oberen Bereich Rundbogennische über einer Sohlbank aus Blaustein, darin die Figur des heiligen Pankratius. 100px|zentriert Ecke Roetgener Straße/Birksiefenweg() Rott um 1860 30px|rechts Altes Sandsteinkreuz Inschrift nur rudimentär lesbar, reliefartig herausgearbeitetes Dreieinigkeitszeichen und eines Totenschädels 100px|zentriert Giersberg() Rott1950 30px|rechts Der Kreuzweg Rott, eine öffentliche Kreuzweganlage auf dem Giersberg, wurde in den 1950er-Jahren errichtet. Die dortige Station 12 ist mit einem 13,5 Meter hohen Friedenskreuz ausgestattet, das zunächst als Einzelobjekt errichtet wurde, dem bis 1959 der gesamte Kreuzweg mit der Giersbergkapelle als Station 13 folgte.Am Fuß des Kreuzschaftes wurde eine Kupferplatte eingesetzt mit der Aufschrift „Im Kreuz ist Heil – Zum Dank errichtet von der Gemeinde 1950“ 150px|zentriertweitere Bilder Hauptstraße 62() Roetgen 1744 30px|rechts Bildstock an der seitlichen Grundstücksmauer der Pfarrkirche St. Hubertus. Einer von drei der erhalten gebliebenen ehemaligen Sieben Fußfälle im Ort. Ursprünglicher Standort war unterhalb der Marienkapelle und wurde 1916 zur Pfarrkirche versetzt. Ein Chronogramm in der Inschrift im halbrunden Kopfstein belegt das Entstehungsjahr. In der Figurennische hinter einer verzierten Gittertür ein reliefartig herausgearbeitetes Jesusbild auf einem Sockel mit der Inschrift: „O du mein Volk, was tat ich Dir?“Historischer Bildstock soll für die Zukunft bewahrt werden, in: Aachener Zeitung vom 24. Mai 2018
Inschrift Kopfstein: „honorI XtI eVCharistICI heC statio ponItVr a VenerabILI pastore MarIano sVCCersorIbVs ChristIanI woLter“100px|zentriertweitere Bilder Hauptstraße 88() Roetgen 18. Jh. 30px|rechts Schmaler Bildstock am „Geeßetempel“ aus Bruchsteinen mit Dreiecksgiebel innerhalb einer gepflegten Grünanlage mit Treppenaufgang und Sitzbank, gesamte Anlage 2022 grundsaniert. Einer von drei der erhalten gebliebenen ehemaligen Sieben Fußfälle im Ort. Im oberen Teil des Bildstocks eine Dreiecksnische über einer Schieferplatte als Sohlbank, darin eine Marienfigur mit Rosenkranzkette. Unter der Nische befindet sich an der Vorderwand eine Platte mit Resten eines ehemals umfangreicheren Mosaikbildes des Bildhauers Hermann Pier (1925–1984) aus Mulartshütte, das einst Maria und Maria Magdalena mit dem Leichnam von Jesus zeigte, von dem nunmehr nur noch Ausschnitte des Leichnams erkennbar sind.Werner Coslar: Das Heiligenhäuschen am Geeßetempel, Bericht in: Roetgener Blätter, Nr. 05 Mai 2022, S. 1 und 25100px|zentriertweitere Bilder Hauptstraße 103() Roetgen unbekannt Breites hölzernes Hauskreuz mit geschwungener Rückwand und Giebeldach an der Wand von Haus Hauptstraße 103; Geschichte unbekannt 100px|zentriert Kuhberg 18() Roetgen 2013 Reichlich verziertes Votivkreuz aus Metall auf kleinem Sockel vor Haus Kuhberg 18, anlässlich zur Wahl von Papst Franziskus I. aufgestellt.
Plaketteninschrift: „An unseren Schöpfer Danke für Gesundheit und Zufriedenheit 2013 – Fam. Rohé und Ludwig – Annemarie Rohé *20.09.51 - † 03.04.21“Sockelinschrift: „Franziskus I. Wegekreuz“ 100px|zentriert Lehnsbach() Rott um 1930 Unfallkreuz, gestiftet für Johann Wilhelm Sajez aus Aachen-Forst.
Plaketteninschrift: Zum Gedenken: „Hier verunglückte tödlich am 2.10.1930 der Joh. Wilh. Sajez, geb. 29.11.08 aus Aachen-Forst. Gestiftet von Fam. J. Terries, Heimatverein Rott.“ 100px|zentriert Münsterbildchen 10() Roetgen 1818 30px|rechts Das Kreuz wurde aus der dortigen ländlichen Tradition begründet als Schutzkreuz für einen dahinter liegenden Brunnen aufgestellt. Kurzes Steinkreuz mit einem reliefartig herausgearbeiteten Christuskorpus, darunter ein kleiner Sockel im Stile eines Brunnens für eine Kerzenlampe.Peter Stollenwerk: Nach kurzer Zeit war er eine Leiche, in: Aachener Zeitung vom 1. Juli 2024 100px|zentriert Quirinusstraße 36() Rott Anfang der 1950er-Jahre 30px|rechts Massiver leicht konkav gewölbter steinerner Prozessionsaltar für die Fronleichnamsprozession. Das ins rustikale Mauerwerk integrierte Kreuz besteht aus drei Steinquadern, wobei der Querriegel des Kreuzes auf dem Mauerabschluss ruht.Peter Stollenwerk: Die Kreuze der Eifel: Ein Altar trotzt der Zeit, in: Aachener Zeitung vom 24. April 2025 100px|zentriert Quirinusstraße 69() Rott unbekannt. Holzkreuz an der Hauswand mit kleinem Korpus unter einem Giebeldach, darunter eine Aufhängung für Pflanzendekor. Geschichte unbekannt. 100px|zentriert Rommelweg 51() Roetgen 1748 30px|rechts Kleiner Bildstock aus gehauenem Blaustein mit rechteckiger Nische, darin eine kleine flache Steinplatte mit einem reliefartig herausgearbeitetes Motiv der Mutter Maria mit ihrem Jesuskind. Einer von drei der sieben erhalten gebliebenen ehemaligen Sieben Fußfälle im Ort.
Inschrift auf dem oben abgerundetem Kopfstein: „ANNO 1748 DEN ZI MAY HAT DER EHRSAME TILLMANN KÖNIG UND SEINE EHEFRAU CATHARINA STALEWERK HABEN DIESE STATION ZU EHREN GOTTES LASEN ERRICHTEN.“Roetgener Kleindenkmäler, in Roetgener Blätter Nr. 07 Juli 2022, S. 2 100px|zentriert Stockschläger 37a() Roetgen unbekannt Schmaler Bildstock aus Bruchsteinen bestehend aus rechteckigem Sockel mit aufgesetzter Zwischenplatte mit der Aufschrift: „Segne uns Maria“. Darüber der Aufbau mit Rundbogennische und dem mit Schieferplatten gedeckten Giebeldach. In der Nische eine Marienfigur mit mehreren Kerzenarragements. 100px|zentriert Zweifaller Straße 23() Mulartshütte 1849/1908/1987 30px|rechts Hohes dreiteiliges Missionskreuz aus Blaustein, das an die Volksmissionen im 17. und 18. Jh. erinnert. Anfangs aus Holz angefertigt wurde es zunächst 1908 durch ein erstes steinernes Kreuz ersetzt, das wegen Materialermüdung 1987 nochmals erneuert werden musste. Anlage ist großräumig von einem schmiedeeisernen Geländer umgebenPeter Stollenwerk: Missionskreuz als Symbol für die „Bekehrung“, in: Aachener Zeitung vom 4. April 2024.
Inschrift auf dem Postament: „Mein Jesus Barmherzigkeit. Errichtet 1908.“150px|zentriertweitere Bilder
Weblinks
Einzelnachweise
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