Der Butzbach ist ein Bach, der im Rösrather Stadtteil Hasbach als Sandbach entspringt. Er fließt durch die Wahner Heide westlich Richtung Köln, und versiegt nach insgesamt 5,8 km auf dem Gebiet des Kölner Stadtbezirks Porz im Grengeler Bieselwald.
Beschreibung Der Butzbach liegt im Einzugsgebiet des Rheins im Einfluss der Geologie der Niederrheinischen Bucht. „Blatt 123“ des Handbuchs der naturräumlichen Gliederung positioniert die Gegend des Butzbach auf der Grenze der beiden naturräumlichen Einheiten „Bergische Heideterrasse“, genauer: in der „Wahner Heideterrasse“ (Ordnungsnummer: 550.04), und der „Kölner Bucht“, genauer: in der „Mülheimer Rheinebene (Mülheimer-Porzer Niederterrasse)“ (Ordnungsnummer: 551.10).
In einer ebenerdigen Wald- und Heidelandschaft entstand der Butzbach als Abfluss von Wasser von der von einer dünnen Sanddecke über weitgehend undurchlässigen Ton geprägten Mittelterrasse, der Ort der Wahner Heide, hin zur westlich davon gelegenen Niederterrasse, der Ort des heutigen Stadtteils Grengel (westlich der Straße „Grengeler Mauspfad“).Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches Köln e. V.: Rechtsrheinisches Köln – Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde. Band 39, Köln 2014, S. 144Peter Echterbroch: St. Mariä Himmelfahrt Porz-Grengel. Libertas Verlag Hubert Baum, Wiesbaden 1967, S. 7. Die im Grengeler Bieselwald liegenden Oberer Senkelteich und Unterer Senkelteich werden vom Butzbach mit Wasser versorgt. Die Teiche wurden wohl als Rückstaufläche angelegt, um Siedlungen und die Heide vor Überschwemmungen zu schützen.Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches Köln e. V.: Rechtsrheinisches Köln – Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde. Band 39, Köln 2014, S. 152
Innerhalb der Kölner Landschaftsschutzgebietes „Freiräume um Zündorf, Wahn, Libur, Lind und Langel rechtsrheinisch“ werden der Butzbach und die zwei von ihm gespeisten Teiche als zu schützen markiert zum Zwecke der Sicherung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, zur Belebung, Gliederung und Pflege des Landschaftsbildes und zur Abwehr schädlicher Einwirkungen.Johann Bendel: Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein, Geschichte und Beschreibung, Sagen und Erzählungen. Scriba Verlag, Köln, 1925, ISBN 3-921232-05-8, S. 81.
Verlauf Der 5,8 Kilometer lange Butzbach fließt von Rösrath-Hasbach als Sandbach durch die Wahner Heide Richtung Westen. Nach Unterquerung der Alte Kölner Straße fließt er, zu großen Teilen unterirdisch und verrohrt, über das Gelände des Flughafen Köln/Bonn, in Köln-Grengel liegend, füllt Rückhalteraum, ehe er das Grundstück des Reit- und Fahrverein Porz durchfließt. Der Bach unterquert dann den Grengeler Mauspfad, der Übergang von Mittelterrasse zur Niederterrasse. Nun schlängelt sich der Bach als Butzbach in südliche Richtung weiter durch die Siedlung, an der katholischen Kirche St. Mariä Himmelfahrt vorbei, und erreicht den Bieselwald, wo er nacheinander den Oberen und den Unteren Senkelteich speist, ehe er einige Meter später im Bieselwald versiegt.Johann Bendel: Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein, Geschichte und Beschreibung, Sagen und Erzählungen. Scriba Verlag, Köln, 1925, ISBN 3-921232-05-8, S. 5. Der Butzbach führte früher wohl bis zu einem nun trockengelegten Bruch in einem früheren Flussarm des Rheins im heutigen Köln-Lind – dem „Linder Bruch“.
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Literatur Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches Köln e. V.: Rechtsrheinisches Köln, Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde, Band 39, Köln 2014 Johann Bendel: Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein, Geschichte und Beschreibung, Sagen und Erzählungen. Scriba Verlag, Köln, 1925, ISBN 3-921232-05-8 Peter Echterbroch: St. Mariä Himmelfahrt Porz-Grengel. Libertas Verlag Hubert Baum, Wiesbaden 1967.
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Kategorie:Gewässer in Köln