mini|hochkant|Władysław Serafin (2009) Władysław Serafin (* 24. Juli 1950 in Piaseczno) ist ein polnischer Politiker (PZPR, PSL). Er gehörte von 1989 bis 1997 dem Sejm in der X. (Volksrepublik), I. und II. (Dritte Republik) Wahlperiode an. Im August 2026 wurde er erstinstanzlich zu 6 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde nachgewiesen, als Teil eines kriminellen Netzwerks mittels Scheinkrediten Millionenbeträge aus der Sparkasse SKOK Wołomin abgeführt zu haben. Daraufhin ging diese 2014 Konkurs.
Leben und Beruf Serafin arbeitete nach dem Besuch der Berufsschule ab 1970 als Schlosser bei „Polskie Zakłady Optyczne“, einem Hersteller optischer Geräte. Später bewirtschaftete er einen eigenen Bauernhof. Seit 1989 war er stellvertretender Vorsitzender der landesweiten Bauernorganisation „Krajowy Związek Rolników, Kółek i Organizacji Rolniczych“ (KZRKiOR), deren Vorsitz er seit 1999 innehat. Zwischenzeitlich war er auch Vizepräsident der europäischen Dachorganisation COPA-COGECA.
Politische Laufbahn Serafin wurde 1969 Mitglied der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PZPR). Für diese gehörte er von 1975 bis 1983 dem Gemeinderat von Góra Kalwaria an. Für die Regierungsparteien nahm er in verschiedenen Unterarbeitskreisen an den Beratungen des Runden Tisch teil. Bei der halbfreien Wahl zum Vertragssejm 1989 wurde er für die PZPR im Wahlkreis Lubliniec zum ersten Mal in den Sejm gewählt.Ergebnis auf Monitor Polski 1989, Nr. 21, S. 340. Am Ende der Wahlperiode trat er zur Polskie Stronnictwo Ludowe (PSL) über. Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 445. und der Folgewahl 1993Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 638. wurde er jeweils (im Wahlkreis Częstochowa) für die PSL in den Sejm gewählt. Hingegen verpasste er bei den Parlamentswahlen 1997,Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Mai 2025. 2001,Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Mai 2025. 2005,Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Mai 2025. 2007Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Mai 2025. und 2011Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Mai 2025. den Einzug in den Sejm, da die PSL jeweils im Wahlkreis Częstochowa keinen Sitz errang. Auch bei den Europawahlen 2004Ergebnis in Dziennik Ustaw 2004, Nr. 137, S. 9633. und 2009Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Mai 2025. kandidierte er erfolglos.
Bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 und 2002Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Mai 2025. wurde er jeweils in den Rat des Powiat Kłobucki gewählt. Hingegen verpasste er 2006 zunächst die Wiederwahl und rückte erst kurz vor Ende der Wahlperiode 2010 für ein verstorbenes Ratsmitglied nach.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Mai 2025. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2010 wurde er in den Sejmik der Woiwodschaft Schlesien gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Mai 2025. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2014 trat er nicht mehr an.
2012 wurden Tonaufnahmen veröffentlicht, auf denen Serafin mit einem ehemaligen Agrar-Funktionär über Korruption und Inkompetenz in landwirtschaftlichen Agenturen sprach. Minister Marek Sawicki trat daraufhin Zurück.
Nach seiner Verurteilung im August 2026 veröffentlichte er ein Video, in dem er ehemaligen Weggefährten drohte, darunter amtierende Minister. Unter anderem habe er Kenntnis über Unterschleife bei Privatisierungen im Agrarbereich und einem Programm zur Revitalisierung von Dörfern.
Ehrungen Goldenes Verdienstkreuz der Republik Polen 2004 Offizier des Ordens Polonia RestitutaVerleihnachricht in Monitor Polski, 2004, Nr. 39, S. 1816.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik) Kategorie:PZPR-Mitglied Kategorie:PSL-Mitglied Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Offizier) Kategorie:Träger des Goldenen Verdienstkreuzes der Republik Polen Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1950 Kategorie:Mann