Urbanowo () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Dobre Miasto (Guttstadt) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).
Geographische Lage Urbanowo liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer südwestlich der früheren Kreisstadt Heilsberg () bzw. 31 Kilometer nordwestlich der heutigen Kreismetropole und auch Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn ().
Geschichte Der kleine Gutsort ZechernDietrich Lange: Zechern, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Peterswalde (polnisch Piotraszewo) im ostpreußischen Kreis Heilsberg, Regierungsbezirk Königsberg, eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Peterswalde Im Jahre 1910 zählte Zechern 88 Einwohner.Meyers Gazetteer: Zechern
Am 30. September 1929 verlor der Gutsbezirk Zechern seine Eigenständigkeit und wurde in die Landgemeinde Launau (polnisch Łaniewo) im Amtsbezirk Reimerswalde (polnisch Ignalin) eingemeindet.
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten wurde, erhielt Zechern die polnische Namensform „Urbanowo“. Heute ist der Ort eine Osada (= „Siedlung“) innerhalb der Gmina Dobre Miasto (Stadt-und-Land-Gemeinde Guttstadt) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Urbanowo 199 Einwohner.
Religion Urbanowo gehört heute wie Zechern bereits vor 1945 zur römisch-katholischen Kirche in Piotraszewo (Peterswalde), jetzt im Erzbistum Ermland gelegen.
Bis 1945 war Zechern außerdem in die damalige evangelische Kirche Guttstadt in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 453 Heute ist Urbanowo der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen zugeordnet.
Verkehr Urbanowo liegt an einer Nebenstraße, die von Łaniewo (Launau) nach Piotraszewo (Peterswalde) führt.
Zwischen 1905 und 1945 war Launau die nächste Bahnstation. Sie lag an der Bahnstrecke Schlobitten–Bischdorf und wird seit 1945 nicht mehr befahren. Ihre Anlagen sind gänzlich demontiert.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Dobre Miasto