Elsa Dietzel (* 27. April 1931 in Teplitz-Schönau, Tschechoslowakei; † 15. August 2025Traueranzeige der Mitteldeutschen Zeitung vom 30. August 2025) war eine deutsche Malerin.

Leben und Werk Elsa Dietzel kam mit ihrer Familie in der Folge des Zweiten Weltkriegs als Vertriebene in die Sowjetische Besatzungszone. 1946 bewarb sie sich an der Burg Giebichenstein – Kunstschule und Werkstätten der Stadt Halle-Saale, der späteren Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein.Anmerkung: Die Schule wechselte mehrmals ihren Namen. Sie wurde als Jüngste und ohne Aufnahmeprüfung angenommen und studierte bis 1951 bei Charles Crodel und Herbert Post. 1951/1952 arbeitete sie als Plakatmalerin. Sie heiratete Theo Dietzel, mit dem sie vier Kinder hatte. Wegen deren Betreuung und Erziehung unterbrach sie ihre berufliche Tätigkeit, bis sie ab 1969 in Halle (Saale) freischaffend vor allem als Malerin arbeiten konnte.

Elsa Dietzel war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung unternahm sie mit ihrem Mann mehrere Reisen ins Ausland, u. a. auf den Spuren Goethes durch Italien, auf denen sie auch Bilder malte.

Rezeption „Elsa Dietzel liebt kräftige Farben, klare Strukturen, die Natur. Freundliche Stillleben, weite Landschaften, Städtebilder, ein Feldrain - ihre Motive findet sie zumeist in der näheren Umgebung: Ansichten von Lettin, Merseburg, Weißenfels, Halle.“

Katja Pausch, Journalistin

Werke (Auswahl) Vorfrühling im Wörlitzer Park (1975, Öl, 50 × 60 cm)Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 9/1978, S. 428 Die Dreizehnbogen-Brücke in Weißenfels (1977, Aquarell, 36 × 48 cm; Museum Weißenfels)

Ausstellungen (unvollständig) 1973: Querfurt, Einzelausstellung 1974 und 1979: Halle, Bezirkskunstausstellungen 1978: Schkopau, Einzelausstellung 1982: Halle, Einzelausstellung 1996: Halle, Foyergalerie im Opernhaus Halle („Elsa und Theodor Dietzel. Zwei Leben“) 2006: Galerie des Kulturhauses Leuna (mit Theo Dietzel) 2006: Halle, nt-Galerie („Sterne der Heimat“ mit Theo Dietzel) 2020: Halle, Galerie Zaglmaier (mit Theo Dietzel)

Literatur Dietzel, Elsa. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 152/153.

Einzelnachweise

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