Lamitz ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Köditz im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Lamitz liegt in der Gemarkung Joditz.
Geografie Das Dorf liegt auf freier Flur auf einem Höhenzug des Frankenwaldes an einem namenlosen linken Zufluss der Sächsischen Saale. Im Süden befindet sich die Birkenleite; das Gelände fällt schroff ins Saaletal ab. Die Staatsstraße 2192 führt nach Untertiefengrün (2,3 km nördlich) bzw. nach Joditz (1,5 km südöstlich). Ein Anliegerweg führt zur Lamitzmühle (1,4 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1390 als „Lomnitz“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort bestand damals aus acht Anwesen, die den Herren von Berg gehörten.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 326. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lamitz aus elf Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Stadtvogteiamt Hof. Grundherren waren das Kastenamt Hof (2 Anwesen), die Herren von Dobeneck (2 Anwesen), die Herren von Oertel (1 Mühle), das Haus Reuß (1 Anwesen) und die Herren Sichart von Sichartshoff (7 Anwesen).J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 260.
Von 1797 bis 1810 unterstand Lamitz dem Justiz- und Kammeramt Hof. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Lamitz dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Joditz und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Joditz zugewiesen. Am 1. Mai 1978 wurde Lamitz im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Köditz eingemeindet.
Baudenkmäler Kelleranlage
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 67 106 91 99 82 90 126 104 105 87HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 11 15 14 13 20 21 25Quelle
Religion Lamitz ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Joditz) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Köditz) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1390