mini|Isabellenhütte Heusler in Dillenburg Friedrich Heusler, auch Fritz Heusler, (* 1. Februar 1866 in Bonn; † 25. Oktober 1947 in Dillenburg; vollständiger Name: Carl Ludwig David Friedrich Heusler) war ein deutscher Bergingenieur, promovierter Chemiker und Hüttenunternehmer.

Familie mini|Isabellenhütte Heusler mini|hochkant|Grab auf dem Alten Friedhof Bonn Friedrich Heusler war ein Nachkomme von Theodor Heusler (1696–1757), Frankfurter Bankier und Mitgewerke der Hüttenwerke der Isabelle Charlotte Fürstin zu Nassau-Dillenburg gegründet von Fürst Christian zu Nassau-Dillenburg. Theodor Heusler war der Stammvater des hessischen Asts eines seit 1364 bezeugten Basler Bürger- und Ratsgeschlechts. Der Vater von Friedrich Heusler war Conrad Heusler (1827–1907), Geheimer Bergrat in Bonn und damaliger Besitzer der Isabellenhütte Heusler in Dillenburg. Seine Mutter Georgine Heusler geb. Strauß (1843–1911) war eine Tochter von David Friedrich Strauß, Professor der Theologie in Zürich, und der Sängerin Agnes Schebest.

Heusler heiratete 1896 in Marburg an der Lahn Johanna (1868–1955), eine Tochter von Otto von Heusinger (1830–1901), Professor der gerichtlichen Medizin und Kreisarzt in Marburg, und dessen Ehefrau Rosine von Heusonger geb. Hermann. Er selbst arbeitete zu dieser Zeit als Privatdozent an der Philipps-Universität Marburg.

Das Ehepaar hatte vier Kinder; zwei Söhne, zwei Töchter. Der Sohn Otto (* 1901) wurde Chemiker und technischer Leiter der Isabellenhütte, der Sohn Ernst (* 1907) kaufmännischer Leiter der Isabellenhütte.

1926 wurde Heusler zum korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen gewählt.Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001. (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse, Folge 3, Band 246.) (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse, Folge 3, Band 50.) Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 113.

Friedrich Heusler und seine Frau ruhen in der Familiengrabstätte auf dem Alten Friedhof Bonn.

Beruf Friedrich Heusler entdeckte die nach ihm benannten Heuslerschen Legierungen, die ferromagnetisch sind, obwohl die darin enthaltenen Legierungselemente diese Eigenschaft nicht aufweisen. 1937 zog sich Heusler aus der aktiven Leitung des Unternehmens zurück und übergab die Geschäfte seinen beiden Söhnen. Gleichzeitig erfolgte die Umwandlung der Isabellenhütte von einer GmbH in eine Kommanditgesellschaft unter der Firma Isabellenhütte Heusler KG. Die Satzung bestimmte, dass nur Nachkommen von Konrad Heusler mit Kapital an dem Unternehmen beteiligt sein konnten. Die Isabellenhütte, das älteste Industrieunternehmen im heutigen Bundesland Hessen, ist daher auch heute noch im Besitz der Familie Heusler.

Schriften Über Magnetische Manganlegierungen und Über die Synthese ferromagnetischer Manganlegierungen. In: Verhandlungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, 5. Jahrgang 1903, S. 219 ff. (Digitalisat auf archive.org) mit Franz Richarz, W. Starck und Erich Franz Adalbert Haupt: Über die ferromagnetischen Eigenschaften von Legierungen unmagnetischer Metalle. In: Schriften der Gesellschaft zur Beförderung der Gesamten Naturwissenschaften zu Marburg, 13, 237, Marburg 1904

Literatur

Archiv der Familie Heusler

Einzelnachweise

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