Międzylesie () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Dobre Miasto (Guttstadt) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein). mini|links|Landweg von Międzylesie nach Swajnie Geographische Lage Międzylesie liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 18 Kilometer südwestlich der früheren Kreisstadt Heilsberg () bzw. 21 Kilometer nördlich der heutigen Kreismetropole und auch Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn ().
Geschichte Das alte Kirchdorf Schönwiese wurde 1346 gegründet.Dietrich Lange: Schönwiese, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1874 kam die Landgemeinde Schönwiese zum neu errichteten Amtsbezirk Noßberg (polnisch Orzechowo) im ostpreußischen Kreis Heilsberg im Regierungsbezirk Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Noßberg 565 Einwohner zählte Schönwiese im Jahre 1910.Meyers Gazetteer: Schönwiese
Am 30. September 1929 wurde das Forstgehöft Zweiteichen (polnisch Stawno) aus dem Forstgutsbezirk Wichertshof (polnisch Wichrowo) im gleichnamigen Amtsbezirk nach Schönwiese im Amtsbezirk Noßberg umgegliedert.
Die Einwohnerzahl Schönwieses belief sich im Jahre 1933 auf 501 und im Jahre 1939 auf 496.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Heilsberg
In Kriegsfolge wurde im Jahre 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten. Schönwiese erhielt die polnische Namensform „Międzylesie“ und ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Dobre Miasto (Stadt-und-Land-Gemeinde Guttstadt) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion mini|200px|Die Heilig-Kreuz-Kirche in Międzylesie Schönwiese (polnisch Międzylesie) ist ein altes Kirchdorf, das schon im 14. Jahrhundert bestand.Informationszentrum Ostpreußen: Międzylesie - Schönwiese Die barocke Wallfahrtskirche steht an der Stelle einer 1722/23 errichteten Kapelle, die als Sühne für eine 1713 durch drei angetrunkene Männer vorgenommene Verspottung und Schändung eines Kruzifixes erbaut wurde. Die drei Bauernknechte wurden hingerichtet.
Die heutige Kirche wurde 1752/53 errichtet. Sie hat seit 1755/56 zwei Türme mit doppelten Zwiebelhauben. Um 1775 entstanden die vier Eckkapellen. mini|150px|Der Hochaltar von 1780 Im Hochaltar von 1780 aus der Werkstatt von Christian Bernhard Schmidt aus Rößel (polnisch Reszel) befindet sich noch das 1713 geschändete Kruzifix.
Die Heilig-Kreuz-Kirche in Międzylesie ist eine Filialkirche der römisch-katholischen Pfarrei in Orzechowo (Noßberg). Diese gehört zum Dekanat Dobre Miasto im Erzbistum Ermland.Erzbistum Ermland: Parafia Orzechowo
Bis 1945 war Schönwiese auch Kirchspielort der damaligen evangelischen Kirche Guttstadt in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S, 453 Heute ist Międzylesie der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen zugeordnet.
Verkehr Międzylesie liegt an der verkehrstechnisch bedeutenden Woiwodschaftsstraße 593, die die Städte Miłakowo (Liebstadt), Dobre Miasto (Guttstadt) und Reszel (Rößel) miteinander verbindet.
Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Persönlichkeit Franz Goldau (1887–1945), deutscher Landwirt, Gutsbesitzer und auch Politiker (DNVP, CNBL), erwarb im Jahre 1911 das Schulzengut in Schönwiese
Weblinks
Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Schönwiese
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1346 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Dobre Miasto