Adolf Dürrnberger, auch Adolf Dürnberger (* 4. Juni 1838 in LinzMatricula Online – Linz - Heilige Familie (ehemalig St. Josef), Taufen - Duplikate 1838, 2. Zeile; † 26. Oktober 1896 ebendaMatricula Online – Linz - Stadtpfarre, Sterbefälle - Duplikate 1896, Seite 134, Eintrag Nr. 218, 2. Zeile) war Advokat und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.Dürrnberger, Adolf Dr. iur., Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 11. Mai 2025.

Leben Adolf Dürrnberger war Sohn des Rechnungsrats Michael Dürrnberger († 1885). Nach dem Besuch eines Gymnasiums von 1848 bis 1856 studierte er zwischen 1856 und 1860 Rechtswissenschaft an der Universität Wien, wurde Advokaturskonzipient und 1869 Advokat in Linz. Er war auch ein bekannter Botaniker (mit botanischem Autorenkürzel ).

Von 1870 bis 1877 und von 1881 bis 1886 war er Mitglied des Ausschusses des Deutschen Vereins für Oberösterreich. Im Jahr 1880 war er Gründungsobmann der Ortsgruppe Linz des Deutschen Schulvereins. Von 1882 bis 1892 war er auch Obmann des Vereins für Verschönerung der Stadt Linz und ihrer Umgebung. Weiters war er Vizepräsident und Fachreferent für Botanik des Museums Francisco-Carolinum in Linz und Präsident des Oberösterreichischen Kunstvereins.

Weil er die Freigabe des Attersees durchsetzte, wurde er Ehrenbürger von Seewalchen, Schörfling, Weyregg und Unterach.

Adolf Dürrnberger war von 1873 bis 1879 und von 1882 bis 1888 als Gemeinderat von Linz tätig.

Er starb am 26. Oktober 1896 im Alter von 58 Jahren an einer Gallenblasen-Entartung (heute Gallenblasenkrebs).

Er war römisch-katholisch und ab 1869 verheiratet mit Olga Löllbach, mit der er aber keine Kinder hatte. Er war der Schwager des Schriftstellers Hermann von Gilm (1812–1864).

Politische Funktionen Adolf Dürrnberger war vom 4. November 1873 bis zum 22. Mai 1879 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (V. Legislaturperiode) und dort für die Kurie Oberösterreich, Städte 1 (Linz, Urfahr, Ottensheim, Gallneukirchen) zuständig.

Klubmitgliedschaften Adolf Dürrnberger war ab 1873 Mitglied im Fortschrittsklub und ab dem 30. April 1877 im Neuen Fortschrittsklub.

Literatur

Dürrnberger Adolf In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0008, VIII. Session, S. 69–70 (online bei ANNO).

Weblinks Dürrnberger, Adolf Dr. iur., Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments Adolf Dürnberger, Dr. auf Geschichte und Geografie, Land Oberösterreich

Einzelnachweise

Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich) Kategorie:Absolvent der Universität Wien Kategorie:Rechtsanwalt (Österreich) Kategorie:Ehrenbürger von Seewalchen am Attersee Kategorie:Ehrenbürger von Schörfling am Attersee Kategorie:Ehrenbürger von Weyregg am Attersee Kategorie:Ehrenbürger von Unterach am Attersee Kategorie:Politiker (Linz) Kategorie:Vereinsfunktionär Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Geboren 1838 Kategorie:Gestorben 1896 Kategorie:Mann