mini|hochkant|Wappen der Freiherren von Mardefeld (1677) Mardefeld () ist der Names eines erloschenen schwedischen Adelsgeschlechts mit deutschen Wurzeln, das in Pommern, Holstein, Hessen, Preußen und Bayern grundgesessen oder bedienstet war.
Geschichte Stammeltern der Familie sind der aus Deutschland nach Stockholm eingewanderte Handwerker Johann von MaesbergAuch: Maasberg, Massberg oder Mansberg. († 1657) und Katharina, geb. Gese († 1652). Beider Sohn, Conrad von Maesberg († 1688) trat 1628 in die schwedische Armee ein und avancierte ebendort bis zum Feldmarschall. Als solcher wurde er, nachdem er bereits am 20. Januar 1646 als von Mardefeld in den schwedischen Adelsstand erhoben wurde, am 9. Juni 1677 von König Karl XI. von Schweden in den schwedischen Freiherrenstand nobilitiert und 1678 bei der Freiherrenklasse der schwedischen Ritterschaft (Nr. 73) introduziert.Anders Anton von Stiernman: Matrikel öfver Svea Rikes Ridderskap och Adel, Band 1, Stockholm 1754, S. 117 (schwedisch). Sein Sohn, Gustav von Mardefeld (1664–1729), preußischer wirklicher Geheimer Etats und Kriegsminister, erhielt am 15. Dezember 1715 von König Friedrich I. von Preußen die Anerkennung des Freiherrenstandes.Maximilian Gritzner: Chronologische Matrikel der Brandenburgisch-Preußischen Standeserhöhungen und Gnadenacte von 1600–1873. Mitscher & Roestell, Berlin 1874, S. 16. Die Freiherren von Mardefeld besaßen in Pommern umfangreichen Gutsbesitz. Dazu zählten im Landkreis Demmin: Müssentin (1707), Pensin (1688–1721), Plötz (1701), Rützenfelde (1734), Quitzerow (1720) und Vanselow (1654–1670) sowie im Kreis Greifenberg: Dargislaff (1734).Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2, Berlin 1856, S. 79 u. Band 3, 1858 S. 307.
Carl Wilhelm Axel von Mardefeld (1728–1792), wurde 1742 Page an den Hof der Markgräfin Friederike Louise nach Ansbach und avancierte bis 1781 zum markgräflich Ansbacher Geheimen Rat, Oberamtmann, Oberstallmeister und Ober-Parforce-Jägermeister.Carl-Alexander Mavridis: Hofrat und Obriststallmeister Carl Wilhelm Axel von Mardefeld. 2025. Seinen Familie bewohnte das Ansbacher Palais Mardefeld, war weiterhin bis 1822 zu Triesdorf und Weidenbach begütert. Sein Sohn, der bayerische Kammerherr und Stallmeister, Wilhelm Johann von Mardefeld (1761–1821) wurde am 27. November 1812 bei der Freiherrenklasse der Bayerischen Ritterschaft immatrikuliert.Konrad Blažek: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 7, 2. Abt.: Preußische Grafen und Freiherren. Ergänzungen, Nürnberg 1886, S. 36; Tfl. 24 (Digitalisat). Die Ansbacher Linie hatte bis 1863 für eine weitere Generation bestand.
Wappen Blasonierung des Redenden Wappens: Geviert mit Herzschild von Gold und Blau schräglinks geteilt, darin ein naturfarbener (oder silberner) aufspringender Marder (= redendes Wappen). Feld 1 in Blau ein goldener mit grünem Lorbeerkranz umwundener Marschallstab, gehalten von einem blau-gekleideten Arm mit silbernem Aufschlag, aus dem linken Schildrand hervorgehend, darüber eine goldene Krone; Feld 2 in Gold ein schwarzer nach außen gekehrter Greif; Feld 3 in Gold drei (2:1) schwarze brennende Granaten; Feld 3 in Blau ein goldenes (oder silbernes) senkrecht stehendes Kanonenrohr auf je zwei gekreuzten Fahnen oder Standarten, sämtlich von Blau und Gold gestreift. Zwei gekrönte Helme: I. mit blau-goldenen Helmdecken ein wachsender silberner Marder, in jedem Vorderfuß eine blaue Standarte mit zwei goldenen Querbalken haltend; II. mit blau-goldenen Decken ein wachsender schwarzer Greif mit ausgebreiteten Flügeln, der hintere mit einer der Granaten belegt.
Angehörige
Literatur Gabriel Anrep: Svenska adelns ättartaflor. Band 2, Stockholm 1861, S. 877 f. (schwedisch). Gustaf Elgenstierna: Den introducerade svenska adelns ättartavlor. Band 5, Stockholm 1930, S. 198–200. (schwedisch). Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band VIII, Band 113 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1997, S. 259. Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 6, Leipzig 1865, S. 130–131. George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 6, 9. Abt.: Ausgestorbener preußischer Adel, Provinz Pommern, Nürnberg 1894, S. 58; Tfl. 36 (Digitalisat). Carl Szabadha: Supplement till Den introducerade svenska adelns ättartavlor, ursprungligen utgivna av Gustaf Elgenstierna. Band 1, ISBN 91-87676-50-8, Stockholm 2008, S. 634. (schwedisch). Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon. Band 3, Leipzig 1837, S. 355–356.
Weblinks
Friherrliga ätten Marderfelt nr 73 auf adelsvapen.com (schwedisch = Gustaf Elgenstierna: Den introducerade svenska adelns ättartavlor. Band 5, Stockholm 1930, S. 198–200).
Einzelnachweise
Kategorie:Schwedisches Adelsgeschlecht Kategorie:Pommersches Adelsgeschlecht Kategorie:Preußisches Adelsgeschlecht Kategorie:Bayerisches Adelsgeschlecht