Die Snookerweltmeisterschaft 2026 war der abschließende Wettbewerb der Saison 2025/26 der World Snooker Tour. Sie wurde vom 18. April bis 4. Mai ausgetragen und fand zum 50. Mal im Crucible Theatre in Sheffield statt.

Titelverteidiger war der Chinese Zhao Xintong, der 2025 als erster asiatischer Spieler den Weltmeistertitel gewann. Wie jedem erstmaligen Weltmeister zuvor gelang es ihm nicht, den Fluch des Crucible zu brechen und seinen Titel zu verteidigen. Er verlor im Viertelfinale gegen Shaun Murphy. Der Engländer erreichte danach das Finale, wo er auf Wu Yize traf. Der 22-jährige Chinese gewann mit 18:17 und wurde Weltmeister. Nur Stephen Hendry war bei seinem Titelgewinn 1990 jünger gewesen.

Hintergrund mini|Die Hauptrunde der WM fand zum 50. Mal in Folge im Crucible Theatre im englischen Sheffield statt. 1977 fand die Snooker-WM erstmals im Crucible Theatre in Sheffield statt. Bei der Austragung im Jahr 2026 war die Spielstätte zum 50. Mal in Folge Schauplatz des Turniers.

Preisgeld Im siebten Jahr in Folge blieb der Preisgeldtopf bei 2.395.000 £ mit unveränderter Verteilung. Preisgeld Sieger 500.000 £ Finalist 200.000 £ Halbfinalist 100.000 £ Viertelfinalist 50.000 £ Achtelfinalist 30.000 £ Letzte 32 20.000 £ Letzte 48 15.000 £ Letzte 80 10.000 £ Letzte 112 5.000 £ Höchstes Break 15.000 £ Insgesamt 2.395.000 £

Sonderprämie Maximum Break Bonusprämie Hauptrunde 40.000 £ Qualifikation 10.000 £

Hauptrunde

Turnierplan 16 Spieler waren aufgrund ihrer Weltranglistenplatzierung gesetzt. Ihre 16 Erstrundengegner mussten sich in der Qualifikation durchsetzen.

Finale

Qualifikation Wie in jedem Jahr wurde beim letzten Turnier der Saison auch darüber entschieden, wer im nächsten Spieljahr noch auf der Tour verbleibt. Sicher hatten die Startberechtigung die Spieler, die sich in den Top 64 der Snookerweltrangliste platzierten.

Runde 1 64 Spieler (Platz 81–128 der Weltrangliste + WPBSA-Amateurspieler). Die Begegnungen fanden vom 6. bis 8. April 2026 statt.

Am 6. April 2026 besiegte der Pole Michał Szubarczyk die Chinesin Ng On Yee aus Hongkong mit 10:7. Somit wurde er im Alter von 15 Jahren, 2 Monaten und 25 Tagen zum jüngsten Spieler, der je bei einer WM ein Spiel gewann.

In dieser Runde gab es keine Spieler, die sich noch für die nächste Saison hätten qualifizieren können, ohne es ins Hauptturnier zu schaffen. Zu den prominentesten Spielern, für die Runde 1 zumindest vorläufig das letzte Profimatch gewesen ist, gehörten Mitchell Mann, Farakh Ajaib und Cheung Ka Wai.

An 20 der 32 Erstrundenpartien waren Amateure beteiligt, 11 von ihnen schafften es in Runde 2. Darunter war auch der Deutsche Umut Dikme, der Ajaib mit 10:7 aus dem Turnier warf.

Runde 2 64 Spieler (Platz 49–80 der Weltrangliste gegen die Gewinner der ersten Runde). Die Begegnungen fanden vom 8. bis 11. April 2026 statt.

Mark Davis und Sanderson Lam hatten die besten Chancen, sich mit nur einem oder zwei Siegen den Tourverbleib zu sichern. Alle beide verloren aber ihr erstes Spiel und damit ihre Tourzugehörigkeit. Für Robert Milkins, der zwei Jahre zuvor als 16. noch direkt für das Crucible qualifiziert gewesen war, bedeutete die Niederlage nach zwei schwachen Spielzeiten ebenfalls das Touraus. Jamie Jones, der die Runde klar überstand, hatte sich dagegen den Platz unter den Top 64 gesichert. Ben Mertens und Jordan Brown, vor dem Turnier noch außerhalb der sicheren Zone, genügte ebenfalls ein Sieg und aufgrund der großen Abstände waren auch sie weiter auf der Tour dabei.

Für die verbliebenen Spieler außerhalb der Top 64 war kein Aufstieg in die sichere Zone mehr möglich, aber die Ein-Jahres-Wertung war noch offen. Platz 1 hatte Alfie Burden sicher, er hatte das Shoot-Out gewonnen. Obwohl er in diesem Jahr gar kein Profi war, wurde er gewertet. Artemijs Žižins konnte trotz Niederlage in dieser Runde nicht mehr aus den Top 4 herausfallen. Julien Leclercq schaffte es mit seinem Sieg, an ihm vorbeizuziehen und seinen Profistatus zu behalten.

Von 11 angetretenen Amateuren verblieben immer noch 5 im Turnier, darunter der Deutsche Umut Dikme, der sich gegen Sam Craigie über den Decider weiterkämpfte. Damit kam er als Amateur bereits so weit, wie Lukas Kleckers und Simon Lichtenberg als Profis.

Runde 3 64 Spieler (Platz 17–48 der Weltrangliste gegen die Gewinner der zweiten Runde). Die Begegnungen fanden vom 11. bis 13. April 2026 statt.

Allan Taylor verpasste es durch seine deutliche Niederlage gegen Gary Wilson, seinen Platz in der Ein-Jahres-Wertung abzusichern. Antoni Kowalski erhielt sich durch ein 10:8 gegen den favorisierten Joe O’Connor die Chance, ihn noch abzufangen.

Außer ihm kamen nur drei weitere Spieler von außerhalb der Top 64 weiter: Liam Pullen, Liam Highfield und Jiang Jun. Die Amateure verloren alle in Runde 3, auch Umut Dikme, der gegen Jack Lisowski, einen der Qualifikationsfavoriten, zwar bis zum 6:6 mithielt, dann aber von dem erfahrenen Engländer abgehängt wurde.

Runde 4 32 Spieler (Gewinner der dritten Runde gegeneinander). Die Begegnungen fanden am 14. und 15. April statt.

Antoni Kowalski gelang mit einem Sieg tatsächlich noch der Sprung auf Platz 2 der Ein-Jahres-Rangliste. Er überholte Allan Taylor, der damit doch noch seinen Tourplatz verlor. Kowalski konnte sich als erster polnischer Spieler für die Crucible-Endrunde qualifizieren.

Liam Pullen schaffte es in seinem dritten Profijahr ebenfalls zum ersten Mal unter die Letzten 32 bei der WM, auch Stan Moody und He Guoqiang konnten sich auf ihr Debüt im Crucible Theatre, der Endrundenarena, vorbereiten.

Mit Stuart Bingham und Jack Lisowski verpassten die beiden höchstplatzierten Teilnehmer der Qualifikation die Endrunde.

Century-Breaks

Hauptturnier Insgesamt 23 Spieler erzielten 81 Aufnahmen mit 100 oder mehr Punkten. Mark Allen spielte mit einer 145 das höchste Break, mit zwölf Centuries spielte Shaun Murphy die meisten. Mark Allen 145, 140 (2×), 138, 131, 129, 121, 109, 104 Wu Yize 142, 140, 135, 126, 121, 116, 105, 103, 102 Shaun Murphy 140, 132, 131, 127, 115, 109, 105 (2×), 103 (3×), 100 Barry Hawkins 140, 127, 114, 113 Gary Wilson 139 Ronnie O’Sullivan 137, 116, 113 (2×), 100 Zhang Anda 129, 109 John Higgins 128, 126, 118, 111, 101 Zhao Xintong 128, 123, 122, 117, 116, 115, 112, 108 Xiao Guodong 128, 122, 115 Judd Trump 128, 115, 100 Mark Selby 124, 123 Mark Williams 124, 115 Pang Junxu 122 Liam Pullen 121 Kyren Wilson 112 Stan Moody 110, 101 Ding Junhui 106, 100 Hossein Vafaei 106 (2×), 105 Ali Carter 106 Neil Robertson 104, 101, 100 Liam Highfield 101 Si Jiahui 100

Qualifikation 77 Spieler erzielten 177 Aufnahmen mit 100 oder mehr Punkten. Mit einer 147 spielte Chang Bingyu das höchste Break, die meisten, mit acht, spielte Zhang Anda.

Chang Bingyu 147, 137, 129, 119, 103, 100 Oliver Sykes 146, 137, 131, 116 Zhang Anda 143, 140, 134, 118, 109, 108, 106, 105 Wang Xinbo 143, 117, 111, 104 Jiang Jun 142, 138, 101 (2×) Ali Carter 142, 106, 106, 105 Alfie Burden 142 David Gilbert 141, 126, 119, 117, 103, 101 Ben Mertens 140, 120, 103, 103 Duane Jones 139 Jamie Clarke 138, 112 He Guoqiang 138, 104 Marco Fu 137 (2×), 111, 105, 102, 100 Aaron Hill 137, 119 Gary Wilson 136 (2×), 126 Jak Jones 136, 135, 132, 119, 114, 114, 100 Scott Donaldson 136 Yuan Sijun 135, 132, 108 Ashley Hugill 135, 110 Robbie Williams 133, 108 Lan Yuhao 132, 114, 112 Pang Junxu 132, 107, 105, 105, 104 Julien Leclercq 132 Tom Ford 131, 119 Liam Pullen 131, 108, 105, 105, 104, 102 Sam Craigie 131 Umut Dikme 130, 103 Zhou Yuelong 129, 121, 109 Mitchell Mann 129 Stan Moody 128, 127, 113, 104, 101 Cheung Ka Wai 128, 114 Liu Hongyu 128 Anthony McGill 128 Gao Yang 127, 122, 117, 107 Fan Zhengyi 127, 119, 104, 100 Noppon Saengkham 127, 101, 100 Jackson Page 126, 112 Liam Highfield 126, 109, 104 (2×) Ian Burns 126 Ryan Day 125, 112 Bulcsu Revesz 125 Antoni Kowalski 124, 112 Ashley Carty 123, 104 Liam Davies 123 Hossein Vafaei 122 Stuart Bingham 121, 108 Louis Heathcote 121 Luca Brecel 120, 109 Lei Peifan 119, 110 Connor Benzey 119, 105 Chatchapong Nasa 118 Elliot Slessor 117, 101 Ken Doherty 116 Zhao Hanyang 115 Xu Si 114, 106, 104, 100, 100 Long Zehuang 114, 108, 106 Michal Szubarczyk 114 Liam Graham 113 Thepchaiya Un-Nooh 113 Ishpreet Singh Chadha 109 Daniel Womersley 109 Bai Yulu 108, 101 Michael Holt 108 Jack Lisowski 108 Xu Yichen 108 Joe O’Connor 107 Peter Lines 106, 100 Mateusz Baranowski 104 Dylan Emery 103 Steven Hallworth 103 Artemijs Žižins 103 Patrick Whelan 102 Mark Davis 101 Ricky Walden 101 Jordan Brown 100 Jimmy Robertson 100 Daniel Wells 100

Quellen

Weblinks

offizielle Website (englisch) 2026 World Championship bei CueTracker (englisch)

#2026 Kategorie:Snookerveranstaltung 2026 Kategorie:Billardturnier in Sheffield Kategorie:Crucible Theatre