Vicky (Vasiliki) Moscholiou (; * 23. Mai 1943 in Metaxourgio (Athen); † 16. August 2005 in Athen) war eine griechische Sängerin.

Leben und Karriere Vicky Moscholiou wuchs in Agia Varvara (Attika) in bescheidenen Verhältnissen als das älteste von vier Kindern auf. Ihr Vater arbeitete im Athener Gemüsemarkt und verfügte über ein Grammophon und eine Schallplattensammlung mit damals populärer Musik, sodass sie schon als Kind viel Musik hörte und zu singen begann. Um ihre Familie finanziell zu unterstützen, arbeitete sie mit dreizehn Jahren in einer Fabrik als Bändermacherin. Erst 1962 erlaubten ihre Eltern, dass sie als Sängerin auftrat.

Stets hielt sie ihr Privatleben abseits der Öffentlichkeit. Sie war von 1967 bis 1973 mit der griechischen Fußballlegende Dimitrios Domazos verheiratet und hatte zwei Töchter. 2005 starb sie an Krebs.

Karriere Ihr Bühnendebüt als Sängerin fand 1962 an der Seite von Grigoris Bithikotsis in Athen statt. Kurze Zeit später wurde sie bei einer Aufführung von dem Komponisten Stavros Xarchakos entdeckt, der eine Stimme für sein Lied Der Mond ist verloren gegangen () des Films Lola (1964) mit Tzeni Karezi suchte. Das war der Beginn ihrer langen Karriere, in der sie mit zahlreichen bekannten Komponisten zusammenarbeitete. Dazu zählen Giannis Spanos, Giorgos Zambetas, Apostolos Kaldaras, Dimos Moutsis, Akis Panou, Mikis Theodorakis, Vasilis Tsitsanis und Markos Vamvakaris. Obwohl sie Manos Hadjidakis kannte, trat sie nur ein einziges Mal in der Fernsehsendung Hadjdakis spielt Hadjidakis () 1972 in London mit ihm gemeinsam auf. Er soll ihre Stimme als „das Cello der griechischen Musik“ bezeichnet haben.https://greece2021.gr/en/?view=article&id=5658&catid=148

Ihr Repertoire reichte vom Rembetiko bis hin zur leichten griechischen Volks- und Kunstmusik. Sie war für ihre tiefe Stimme bekannt, die eine charakteristische Heiserkeit hatte. Vicky Moscholiou trat in ganz Griechenland und 1969 auch in Zypern auf, sowie in der Carnegie Hall in New York, in der Royal Albert Hall in London und in dem Olympia-Theater von Paris.

Man zählt Vicky Moscholiou zu den wichtigsten griechischen Interpretinnen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie sich während der griechischen Junta nicht scheute, Lieder des damals verbotenen Mikis Theodorakis auf Livebühnen zu singen, und sich in ihren Meinungen nicht einschüchtern ließ. Fontas Trousas charakterisierte sie auf der Website von LIFO.gr folgendermaßen: „“ (Vicky Moscholiou war schon immer ein zwar konservativer Mensch, was ihre Ideen und Meinungen angeht, aber gleichzeitig war sie frei.) Darüber hinaus verbarg sie ihre einfache Herkunft trotz ihres großen Erfolgs nie.

Sie war auch in zahlreichen griechischen Filmen der 1960er und 1970er Jahre in der Rolle einer Sängerin zu sehen.

Auszeichnungen Die griechische Post ELTA gab 2010 eine Briefmarke im Wert von 1 Euro mit ihrem Porträt heraus.

Diskografie Alben

1966: (Eines Mittags) 1967: (Meeresmonde) 1969: (Die Welt, meine Liebe) 1969: (Ein Sonntag) 1970: (Vicky Moscholiou) 1970: (Am Samstagabend) 1972: (Abenteuer) 1972: (Siedlung A) 1973: (Kurven) 1973: (Sing Xarchakos Spanos) 1974: (Jetzt und für immer) 1975: (Tradition des Volkes) 1975: (Schießstand) 1976: (Unabhängig) 1976: (Album) 1976: (Die Meerjungfrauen) 1977: (14 Goldene Erfolge) 1977: (Sing Spanos) 1978: 2 (14 Erfolge 2) 1978: (Volkslieder der ganzen Welt) 1979: (Wenn ich auf dich warte) 1980: (Vicky Moscholiou) 1980: (Die letzte Tram) 1981: (Rostige Lippen) 1982: (Unvergessliche Erfolge) 1982: (In einer Welt wie dieser) 1982: (Lieder des Glücks) 1983: 2 (Unvergessliche Erfolge 2) 1984: (Aus Eisen und aus Wasser) 1986: (Auf den unruhigen Straßen) 1987: (Nackt) 1987: (Kokotas - Moscholiou) 1990: (Zeitungsartikel) 1990: Gro plan 1990: (Athen bei Nacht) 1990: (Große Erfolge) 1991: (Grüßt euch, wo die Grenzen sich öffnen) 1992: (Die neue Sache) 1993: (Die kleinen Schmuckstücke) 1994: (Von dem Schatz der 45 Umdrehungen) 1995: (Jack O’Hara) 1995: (Die großen Erfolge) 1995: (Sing Zambetas) 1996: (Eine Frau, zwei Männer) 1996: (Sie singt die ursprünglichen Rembetika) 1996: (Lieder von den 45 Umdrehungen) 1997: (Unvergessliche Erfolge 3) 1998: (Die großen Stimmen des griechischen Lieds) 2000: (Lieder aus den 45 Umdrehungen 2) 2001: (Die großen Erfolge 1) 2002: (Große griechische Interpreten 2) 2002: (Offenes Buch) 2003: (Ich nahm Farben der Jugend) 2004: (Die großen Erfolge 2) 2004: (Abendliches Signal) 2005: (Ich liebe dich) 2005: (Moscholiou Vicky 40 Jahre) 2005: 21 (21 Große Lieder) 2006: (Vom Kino) 2006: (Neun Achtel)

Singles (Auswahl) 1977: Ta Dilina 1978: Den Xero Poso S' Agapo

Weblinks

Einzelnachweise

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