|} Die Alaunbahn Freienwalde war eine etwa 1,7 km lange Feldbahn von den Alaunwerken bei Freienwalde an der Oder durch einen denkmalgeschützten Tunnel und über eine Holzbrücke zu den Alaunstollen, Ton- und Braunkohlegruben bei der Laugerei südlich des Teufelssees.Ehem. „Laugentunnel“ zwischen Alaunwerk und Teufelssee. In: Amtsblatt für den Landkreis Märkisch-Oderland, Nr. 1, Seelow, 26. Februar 202S. S. 11.

Geschichte Bei Freienwalde wurde bereits seit mindestens 1778 salzhaltiger Ton, der Alaun oder Septarienton genannt wurde, abgebaut.C.G. Schmidt, 1778 sowie Carl Ludwig von Oesfeld und Johann Friedrich Schleuen: Plan vom Alaunwerk bei Freienwalde, 1:6000, Kupferstich, 1779, dem Königlichen großen Waisenhaus zu Potsdam zuständig.Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 50 (um 1898), S. 157.Erika Herzfeld: In bleiernen Pfannen kochte Alaun. 14. Januar 1995.

mini|Die „unterirdische Laugenleitung“ auf einer Federzeichnung des Feldmesser-Kandidaten Ambrosius, wohl vor 1848 Der sogenannte Laugentunnel wurde wohl schon vor 1848 für eine „unterirdische Laugenleitung“ angelegt. Auf einer detailgenauen Manuskriptkarte des Feldmesser-Kandidaten Ambrosius zeigt das Alaunwerk im Westen den Laugentunnel zwischen Alaunwerk und Teufelssee. Die Zeichnung im selben Zeitraum wie die Urmesstischblätter, in jedem Fall aber wohl vor 1848. Das 1855 erbaute neue Rathaus ist auf der Kartenzeichnung noch nicht zu sehen.Ambrosius: Topographische Karte der Gegend bei Freienwalde.

Das 1,00 m breite und 1,70 m hohe Gewölbe des mehr als 230 m langen Tunnels ist durchgehend mit Ziegelsteinen ausgekleidet.Joachim Haensel und Lutz Itiermann: Ein sehr bedeutendes Fledermaus-Winterquartier des Landes Brandenburg - der Alauntunnel zu Bad Freienwalde – in höchster Gefahr. Nyctalus (N.F.). BerIin 6 (1997), Heft 4, S. 397–406. In ihm verlief die etwa 1,7 km lange Feldbahn, die wohl auf einer 70 m langen Holzbrücke das Tal am Abfluss des Teufelssees überquerte.Toralf Schöniger: Die Alaunbahn Freienwalde. und Die Alaunbahn Freienwalde. 31. März 2025. Die Feldbahn durch den Tunnel wurde um 1920 stillgelegt.Jens Merte: Alaunwerke A.G., Bad Freienwalde.

Der Tunnel ist heute ein Fledermausreservat.Joachim Haensel: Zu den Winternachweisen der Teichfledermaus, Myotis dasycneme (Boie, 1825), in Bad Freienwalde und Rüdersdorf . Nyctalus (N. P.), Berlin 2 (1985) 2, S. 171–175. Er wurde 1968 zum Schutz der Fledermäuse vor illegalem Betreten gesichert. In den 1990er Jahren war der Tunnel noch begehbar, wie eine Aufnahme in einem Fledermaus-Fachmagazin zeigt. Obwohl das Bauwerk in der Denkmalliste des Landes Brandenburg steht, ist es dem Verfall preisgegeben.Götz Ruempler: Der Alauntunnel als Natur- und Industriedenkmal darf nicht angetastet werden! NyctaJus (N.F.), Berlin 6 (1998), Heft 6, S. 630–633.

Lokomotiven mini|Links vorne ein tragbares Gleisjoch der fliegenden Gleise bei der Tongrube am Alaunwerk, das zur Zeit der Aufnahme nach 1925 bereits als Ziegelei genutzt wurde Die Alaunwerke A.G., Bad Freienwalde haben mindestens zwei Feldbahnlokomotiven betrieben, als das ehemalige Alaunwerk bereits als Ziegelei genutzt wurde. Die Lokomotiven waren wahrscheinlich für die Tonbahn der Ziegelei bestimmt:Die Feldbahn der Raths-Ziegelei in Bad Freienwalde.Feldbahn Klosterziegelei Bad Freienwalde. 14. April 2008. Ruhrthaler, Fabrik-Nr. 740/1927, Typ 30 DL/S2 Gmeinder, Fabrik-Nr. 458/1929, Feldbahn-Lokomotive, 10 PS

Siehe auch Feldbahn der Raths-Ziegelei

Einzelnachweise

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