Schafhof ist ein Gemeindeteil des Marktes Bad Steben im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Schafhof liegt in der Gemarkung Thierbach.

Geografie Der Weiler liegt auf freier Flur am Thierbach, einem linken Zufluss des Bobengrüner Baches. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Bobengrün zur Staatsstraße 2198 (1 km südöstlich) bzw. nach Bad Steben zur Kreisstraße HO 31 (1,3 km nördlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Thierbach zur Staatsstraße 2198 (1,1 km östlich).

Geschichte Schafhof wurde 1741 erstmals schriftlich erwähnt.M. Körner: Naila, S. 107. Es gehörte zur Realgemeinde Bobengrün. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schafhof aus vier Anwesen (2 Häuser, 2 halbe Häuser). Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Kasten- und Richteramt Lichtenberg. Das bayreuthische Kastenamt Thierbach war Grundherr sämtlicher Anwesen.M. Körner: Naila, S. 303.

Von 1797 bis 1810 unterstand Schafhof dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Schafhof dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Marxgrün und der zugleich entstandenen die Ruralgemeinde Thierbach zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schafhof am 1. Januar 1972 nach Bad Steben eingemeindet.

Ehemaliges Baudenkmal Haus Nr. 4: Dreiseithof. Eingeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus mit Halbwalmdach über hölzernem, profiliertem Traufgesims; teilweise modern ausgebaut; Scheitelstein über Wohnungstür bezeichnet „1809“. Zugehörige Scheune des frühen 19. Jahrhunderts; verbretterter Ständerbau mit Satteldach, Giebel mit geteilter Schalung.K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 55. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2013Einwohner 31 25 25 29 18 35 38 27 20 17 14HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 3 4 4 5 7 7 5 Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 65.

Religion Schafhof ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Walburga (Untersteben) gepfarrt (seit 1910 ist die Lutherkirche (Bad Steben) die Hauptkirche).

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Bad Steben) Kategorie:Weiler im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1741