Der FC Kufstein ist ein österreichischer Fußballverein aus der Stadtgemeinde Kufstein im Bezirk Kufstein in Tirol und wurde im März 1987 gegründet. Der Verein wurde 1987 durch Fusion der beiden Klubs SC Kufstein und ESV Kufstein gegründet. Gründungsmitglied und erster Präsident des FC Kufstein war der Initiator der Fusion, Robert Blunder. Die Vereinsfarben der beiden Fusionsvereine (SC Kufstein Blau-Weiß, ESV Kufstein Schwarz-Weiß) wurden zu Blau-Weiß-Schwarz kombiniert. Die Unterinntaler waren 1987 in der 2. Division vertreten. Die Kampfmannschaft spielt in der Regionalliga West, der dritthöchsten Spielklasse Österreichs.

Geschichte SV Kufstein 1929–1945SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Tiroler B-Klasse 1929/30 2. keine vollständigen Daten Tiroler A-Klasse 1930/31 7. (7) 12 2 1 9 9:28 5 Klasse Unterland 1931/32 keine vollständigen Daten 1932/33 keine vollständigen Daten 1933/34 1. (6) keine vollständigen Daten 1934/35 keine vollständigen Daten 1935/36 keine vollständigen Daten 1936/37 keine vollständigen Daten 1937/38 keine vollständigen Daten Tiroler Kreisliga Unterland 1938/39 keine vollständigen Daten 1939/40 Abbruch der Meisterschaft 1940/41 keine vollständigen Daten 1941/42 keine vollständigen Daten 1942/43 keine vollständigen Daten 1944 nicht teilgenommen 1945 nicht ausgetragen Legende Tiroler Meister bzw. Aufstieg Abstieg Der Sportverein Kufstein wurde 1919 gegründet. Betreiber der ersten Gründung eines Fußballvereins in Kufstein war der hier ansässig gewordene Deutsche Arthur Lamche, der selbst in damals bekannten deutschen Fußballvereinen tätig war. Die Kufsteiner Gründungsmannschaft setzte sich aus den Spielern Arthur Lamche, Emmerich Buchauer, Karl Link, Rudolf Monitzer, Hermann Schlüter, Anton Schmid, Hans Schwaiger, Peter Zott, Josef Höhne, Robert Huttig, Friedl Issinger, Alois Schmid, König, Bamberger und Kremmel zusammen. Bis zur Eröffnung des Grenzlandstadions mussten die Kufsteiner noch bis zum Jahr 1925 warten. In der Saison 1929/30 stieg der SV Kufstein erstmals in die Tiroler Meisterschaft in der damaligen B-Klasse ein und erreichte den 2. Platz. 1930/31 spielte er damit als erster Verein aus der Tiroler „Provinz“ in der A-Klasse, welche die damals höchste Spielstufe für Tiroler Vereine darstellte. In der A-Klasse maßen sich die Kufsteiner mit den Vereinen Innsbrucker AC, FC Veldidena Innsbruck, FC Wacker Innsbruck, SV Hötting, SV Innsbruck und SC Lichtwerke Innsbruck. Der SV Kufstein konnte sich gegen die übermächtigen Gegner nicht behaupten und belegte mit fünf Punkten den letzten Platz. Nach dem Abstieg spielten die Kufsteiner bis 1937 im Kreis Unterland. Trotz mehrmaliger Meisterehren in dieser Klasse wurde der Aufstieg nicht mehr angestrebt.

1938 kam es nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich zu einer auch sportorganisatorischen Umstellung, die das Ende des Vereins brachte. Er ging in einem Dachverein (DTSG Kufstein) auf, die in der Saison 1938/39 an der Kreisliga Inn-Chiemgau in Bayern teilnahm. Während der folgenden Kriegsjahre wurde der Spielbetrieb dann zwar nie ganz eingestellt, es kam allerdings zwischen 1941 und 1944 nur noch zu unregelmäßigen Freundschaftsspielen.Exenberger, Andreas: Triumphe, Niederlagen und Volksvergnügen: Kufsteiner Sportgeschichte von den Anfängen bis heute (= Edition Kufstein, Band 7) Kufstein: Stadtgemeinde Kufstein, 2023, S. 45–46

SC Kufstein 1946–1987SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Klasse Unterland 1946 2. (7) 6 5 0 1 37:4 10 Tiroler Landesliga 1946/47 6. (10) 18 6 5 7 38:39 17 1947/48 2. (10) 18 11 4 3 45:21 26 1948/49 1. (10) 18 14 2 2 53:16 30 1949/50 4. (8) 14 8 0 6 40:28 16 Arlbergliga 1950/51 7. (12) 22 11 1 10 46:41 23 1951/52 10. (12) 22 6 4 12 34:44 16 1952/53 10. (12) 22 6 4 12 30:55 0 1953/54 12. (12) Meisterschafts-Ausstieg Tiroler Landesliga 1954/55 7. (9) 16 6 2 8 37:44 14 1955/56 5. (10) 18 6 4 8 28:41 16 1956/57 3. (10) 18 11 3 6 42:24 25 1957/58 4. (10) 18 7 3 8 48:40 17 1958/59 keine vollständigen Daten 1959/60 1. keine vollständigen Daten Regionalliga West 1960/61 7. (12) 22 9 6 7 27:27 24 1961/62 7. (12) 22 8 5 9 27:39 21 1962/63 5. (12) 22 6 10 6 41:27 22 1963/64 3. (12) 22 11 4 7 42:32 26 1964/65 6. (12) 22 7 6 9 34:45 20 1965/66 10. (12) 22 7 4 11 20:33 18 Tiroler Landesliga 1966/67 1. keine vollständigen Daten Regionalliga West 1967/68 5. (14) 26 12 5 9 45:35 29 1968/69 6. (14) 26 11 7 8 52:35 29 1969/70 12. (14) 26 8 8 10 39:45 24 Tiroler Landesliga 1970/71 keine vollständigen Daten 1971/72 keine vollständigen Daten 1972/73 1. keine vollständigen Daten Regionalliga West 1973/74 7. (14) 26 9 6 11 28:33 24 Tiroler Landesliga 1974/75 2. (12) keine vollständigen Daten 1975/76 3. (12) keine vollständigen Daten 1976/77 11. (12) keine vollständigen Daten 1977/78 keine vollständigen Daten 1978/79 keine vollständigen Daten 1979/80 keine vollständigen Daten 1980/81 1. keine vollständigen Daten Regionalliga West 1981/82 5. (14) 26 11 5 10 43:27 27 1982/83 1. (13) 24 13 8 3 50:22 34 2. Division 1983/84 15. (16) 30 6 9 15 26:50 21 1984/85 7. (16) 30 12 7 11 34:33 31 Regionalliga West 1985/86 1. (14) 26 20 5 1 64:12 45 2. Division / Unteres Playoff 1986/87 8. (12) 22 9 3 10 29:33 21 4. (8) 36 13 10 13 45:48 36 Legende Aufstieg Abstieg links|mini|100px|Logo des SC Kufstein (1946–1987) Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein als Sportclub Kufstein als erster Sportverein in Tirol bereits im Juli 1945 wieder reaktiviert (wenn auch formell erst 1946 gegründet und in den Medien teils als „SK“ Kufstein bezeichnet). Die Kufsteiner Fußballer luden in der Folge bekannte in- und ausländische Mannschaften in das Grenzlandstadion am Fischergries ein und erlebte einen schnellen Aufschwung. Großen Anteil daran hatte ehemalige Nationalspieler Franz „Bimbo“ Binder, den es in den Kriegswirren nach Kufstein verschlagen hatte. Der einstige Stürmer des SK Rapid Wien ließ hier im Sommer 1945 seine großartige Karriere als Spieler ausklingen und stand dem SC Kufstein danach als Trainer und auch als Berater zur Seite. Der Verein begann 1946 den Meisterschaftsbetrieb als Vizemeister in der Klasse Unterland, spielte ab 1946/47 in der Landesliga und errang 1949 als erste Mannschaft, die nicht aus der Landeshauptstadt Innsbruck kommt, den Tiroler Meistertitel. Ab 1950/51 spielte der SC Kufstein vier Spielzeiten lang erstmals überregional in der Arlbergliga, welche die besten Vereine aus Tirol und aus Vorarlberg vereinigte. Im Herbst 1953 traten die Kufsteiner allerdings aus Protest gegen angebliche Schiedsrichterfehlentscheidungen aus dem laufenden Meisterschaftsbetrieb ausTiroler Tageszeitung vom 12. Oktober 1953, S. 6 und spielten fortan wieder in der Landesliga. Als deren Meister 1960 war der SC Kufstein mit Gründung der Regionalliga West 1960/61 – als damals dreigeteilte zweithöchste Spielklasse des Landes – dabei und hielt die Liga bis 1966 (beste Platzierung: Rang 3 in der Saison 1963/64) sowie nach dem sofortigen Wiederaufstieg nochmals bis 1970. Im letzten Jahr dieser Liga als zweithöchster Spielklasse (1973/74) spielten die Kufsteiner nochmals mit und erreichten Rang 7. Dazwischen und bis zum Wiederaufstieg in die Regionalliga West als dann dritthöchste Spielklasse 1981 spielte der SC Kufstein mit wechselndem Erfolg in der Tiroler Landesliga (später Tiroler Liga genannt). In der neuen Liga konnte sich der SC Kufstein sofort etablieren und in der zweiten Saison 1982/83 erstmals den Meistertitel feiern; damit spielte er zum ersten Mal in einer nationalen Liga, der 2. Division. Nach einem glücklichen Klassenerhalt (als Vorletzter blieb der Sportclub infolge von Vereinsauflösungen trotzdem in der Liga) musste der Club im zweiten Jahr ebenso unglücklich nach Rang 7 unter 16 Teams infolge einer Ligareform wieder absteigen. Dem SC Kufstein gelang allerdings 1985/86 mit dem neuerlichen Meistertitel in der Regionalliga West der sofortige Wiederaufstieg in die 2. Division und er schaffte dort den Klassenerhalt.

Der SC Kufstein spielte zudem insgesamt 15-mal im Österreichischen Fußballpokal. Ein erster Höhepunkt war die Saison 1963/64, als die Kufsteiner nach einem 2:0-Sieg gegen den WAC erst im Achtelfinale mit 1:2 gegen den SK Rapid Wien ausschieden. 1964/65 scheiterten sie ebenfalls erst im Achtelfinale mit 2:4 auswärts am ATSV Ranshofen. 1973/74 unterlag der SC Kufstein im 1/16-Finale dem zweiten Wiener Großklub, der Wiener Austria mit 0:1. 1986/87, im letzten Jahr des Clubs, erreichten die Tiroler schließlich nochmals das Achtelfinale und scheiterten mit 0:1 nach Verlängerung an Austria Salzburg.https://www.rsssf.org/tableso/oostcuphistfull.html

ESV Kufstein 1948–1987SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Klasse Unterland 1948/49 keine vollständigen Daten 1949/50 keine vollständigen Daten 1950/51 keine vollständigen Daten 1951/52 keine vollständigen Daten 1952/53 keine vollständigen Daten 1953/54 keine vollständigen Daten 1. Klasse Innsbruck 1954/55 keine vollständigen Daten 1. (3) keine vollständigen Daten Tiroler Landesliga 1955/56 9. (10) 18 5 3 10 38:58 13 Klasse Unterland 1956/57 keine vollständigen Daten 1957/58 keine vollständigen Daten 1958/59 keine vollständigen Daten 1959/60 keine vollständigen Daten 1960/61 keine vollständigen Daten 1961/62 keine vollständigen Daten Tiroler Landesliga 1962/63 6. (12) keine vollständigen Daten 1963/64 12. (12) keine vollständigen Daten Klasse Unterland 1964/65 keine vollständigen Daten 1965/66 keine vollständigen Daten 1966/67 keine vollständigen Daten 1967/68 keine vollständigen Daten 1968/69 keine vollständigen Daten 1969/70 keine vollständigen Daten 1970/71 keine vollständigen Daten 1971/72 keine vollständigen Daten 1972/73 keine vollständigen Daten 1973/74 keine vollständigen Daten 1974/75 keine vollständigen Daten Tiroler Landesliga (Aufstieg unbekannt) 1975/76 keine vollständigen Daten 1976/77 keine vollständigen Daten 1977/78 keine vollständigen Daten 1978/79 keine vollständigen Daten 1979/80 keine vollständigen Daten 1980/81 4. (14) keine vollständigen Daten 1981/82 11. (14) keine vollständigen Daten 1982/83 13. (14) keine vollständigen Daten 1983/84 13. (14) keine vollständigen Daten Landesliga Ost 1984/85 keine vollständigen Daten 1985/86 keine vollständigen Daten 1986/87 keine vollständigen Daten Legende Aufstieg Abstieg Die Fußball-Sektion des Eisenbahnersportverein Kufstein wurde 1948 gegründet und bestand bis zur Fusion mit dem SC Kufstein im Jahr 1987. Der Verein spielte in den 1950er-Jahren sowie in den 1970er-Jahren bis zur Saison 1983/84 in der höchsten Tiroler Spielklasse. Der sportliche Höhepunkt wurde in der Saison 1980/81 erreicht, als der ESV Kufstein die Tiroler Landesliga auf dem 4. Platz beendete. Die verbleibenden drei Saisonen spielte der ESV Kufstein in der fünftklassigen Landesliga Ost.

Zu den größten Vereinserfolgen zählt die Finalteilnahme (Niederlage gegen Austria Wien) der U13-Mannschaft bei den österreichischen Nachwuchsmeisterschaften 1976/77. In den letzten Jahren der Vereinstätigkeit intensivierte sich im Nachwuchsbereich bereits die Kooperation mit dem SC Kufstein, was letztlich die Fusion der Kampfmannschaften vorbereitete.

FC Kufstein