Die Seelücke ist ein hoher Gebirgspass zwischen Vorarlberg und Graubünden.

Geographie Der Übergang liegt zwischen den Orten Gaschurn in Vorarlberg in Österreich und Klosters in Graubünden in der Schweiz, daher steht knapp nördlich der Seelücke (österreichische Seite) noch eine alte Zollhütte. Über ihn verläuft die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. In der Österreichischen Karte ist der höchste Punkt des markierten Steigs angegeben, der topographisch niedrigste Sattelpunkt liegt jedoch laut Landeskarte der Schweiz knapp südlich auf Westlich befindet sich der Seegletscher und auf der östlichen Seite der Litznergletscher.

Im Südosten der Seelücke erhebt sich das Große Seehorn (), im Nordwesten der Östliche Kromerspitz () und dahinter der Westliche Kromerspitz ().

Gewässer Auf der Vorarlberger Seite (Osten) entspringt vom kleinen Litznergletscher der Litzner Gletscherbach. Dieser mündet 2,5 km später in den Kromerbach und dieser bei Flusskilometer 64,8 in die Ill (Vorarlberg).

Auf der Schweizer Seite (Westen) befindet sich der Seegletscher, welcher ungefähr 1,5 km westlich der Seelücke in den Schottensee entwässert. Von dort führt der Seebach durch das Seetal, der nach rund 3 km in den Verstanclabach mündet, einem Nebenbach der Landquart.

Zustieg Zur Seelücke gelangt man von der gut 200 Höhenmeter tiefer liegenden Saarbrücker Hütte in etwa 45 Gehminuten. Auf der Westseite führt der Weg von der Seetalhütte in etwa 3½ h zur Seelücke. Oberhalb des Schottensees zweigt hiervon ein Wanderweg in Richtung Plattenjoch ab und bildet den Übergang zur Tübinger Hütte.

Im Winter ist die Seelücke ein beliebtes Tourenziel für Skitourengeher.

An der Seelücke beginnt der Normalweg aufs Große Seehorn. Die Überschreitung Großes Seehorn – Großlitzner ist eine beliebte Klettertour.Günther Flaig: Silvretta Alpin, Bergverlag Rother GmbH, 1996, S. 168

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Silvretta Kategorie:Gaschurn Kategorie:Klosters Kategorie:Grenze zwischen Österreich und der Schweiz